Bei der Bundestagswahl deutet sich eine höhere Wahlbeteiligung an. Bis zum Mittag meldeten viele Landeswahlleiter höhere Zahlen als vor vier Jahren. Um 15:30 Uhr soll die bundesweite Wahlbeteiligung bis 14 Uhr veröffentlicht werden. Knapp 62 Millionen Menschen sind wahlberechtigt, darunter drei Millionen Erstwähler. Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck gaben ihre Stimmen in Berlin ab, der SPD-Spitzenkandidat Steinbrück in Bonn. Gleichzeitig wird in Hesse
Bundeswahlleiter Roderich Egeler hat alle Wahlberechtigten aufgerufen, an der am heutigen Sonntag stattfindenden Bundestagswahl teilzunehmen. "Mit Ihrer Stimmabgabe machen Sie von einem wesentlichen Grundrecht unserer Demokratie Gebrauch", sagte Egeler am Sonntag. "Sie können so Einfluss auf künftige politische Entscheidungen in Deutschland nehmen, die Sie persönlich, aber auch uns alle gemeinsam betreffen." Die Wahllokale in den 299 Wahlkreisen sind noch bis 1
Die Bundestagswahl hat begonnen: Seit Sonntagmorgen 08:00 Uhr haben die Wahllokale in den insgesamt 299 Wahlkreisen geöffnet. Etwa 61,8 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Erst- und Zweitstimme abzugeben. Die Wahllokale schließen um 18:00 Uhr, direkt danach senden die großen TV-Sender erste Prognosen. Die Umfrageinstitute hatten zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwarz-Gelb und der Opposition gesehen. Die FDP muss laut den Demoskopen um den Bundestagseinzug b
Bei der Bundestagswahl deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwarz-Gelb und der Opposition an. Nach der Meta-Analyse der zuletzt von den großen Umfrageinstituten veröffentlichten Umfragen kommt die Union im Durchschnitt auf 39,5 Prozent, die SPD auf 26,7 Prozent, die Grünen auf 9,4 Prozent, die FDP auf 5,4 Prozent, die Linke auf 8,8 Prozent. Die Piraten müssten mit 2,3 und die AfD mit 3,9 Prozent draußen bleiben, wenn die Umfrageinstitute recht behalten. Die S
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will auch bei einem schlechten Wahlergebnis eine führende Rolle in der SPD spielen. Steinbrück sagte "Bild am Sonntag": "Ich bleibe an Deck der SPD, unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht. Ich werde weiterhin Verantwortung übernehmen. Wie das genau aussehen wird, hängt vom Wahlausgang ab." Klar seien für ihn zwei Dinge: "Ich will Bundeskanzler einer rot-grünen Regierung werden. Und: Für das
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erntet für seine Kritik an der Veröffentlichung von Umfrageergebnissen im unmittelbaren Umfeld der Bundestagswahl Widerspruch aus Politik und Wissenschaft. "Der Bundestagspräsident sollte mit dem Thema entspannter umgehen. Denn die Umfragen kurz vor der Wahl sind ein wichtiger Beitrag zur Transparenz. Wenn Politiker bis zum Schluss die Umfragezahlen wissen wollen, hat auch die deutsche Öffentlichkeit ein Recht darauf, die Da
FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle knüpft die Beteiligung an einer Koalition mit der Union nach der Bundestagswahl an die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. "Selbstverständlich werden wir nicht nur darüber sprechen, sondern auch Entscheidungen zum Soli treffen. Eine Voraussetzung für die FDP zur Fortsetzung der christlich-liberalen Koalition ist, dass der Solidaritätszuschlag so schnell wie möglich abgeschafft wird", sagte Brüderle der
Führende Experten haben im Nachrichtenmagazin "Focus" die wichtigsten Aufgaben der kommenden Bundesregierung umrissen und konkrete Reformvorschläge in die Debatte eingebracht: Der Finanzwissenschaftler Clemens Fuest plädierte für Schuldenschnitte, um die schwelende Eurokrise in den Griff zu bekommen. "Die Regierung braucht den Mut, gemeinsam mit anderen Mitgliedsstaaten überschuldete Banken und Staaten notfalls mit Schuldenschnitten zu retten", schrie
Nach der Rückeroberung der absoluten Mehrheit in Bayern beansprucht CSU-Chef Horst Seehofer eine größere Rolle in der Union. Das Wahlergebnis bedeute "für mich in allererster Linie eine noch höhere Verantwortung in der politischen Familie der Union – und für den Freistaat Bayern", sagte der bayerische Ministerpräsident in seinem ersten großen Interview nach der Landtagswahl der "Welt". Es gehe ihm dabei nicht um Machtausübung, si
Gleich drei große Umfrageinstitute haben noch zwei Tage vor der Bundestagswahl eine Umfrage veröffentlicht – Experten sind sich in der Wirkung uneinig. Der Parteienforscher Jürgen Falter verteidigte die neue Praxis: Diese käme den strategischen Wählern sehr entgegen, sagte Falter dem "Deutschlandfunk". Späte Wahlentscheidungen würden späte Informationen benötigen, um strategisch auf aktuelle Umfrage-Änderungen reagieren zu können.