Neue OZ: Kommentar zu Russland / Waldbrände

Beängstigend

Die schweren Waldbrände in Russland werden immer beängstigender.
Nicht genug damit, dass mehr als 500 Feuer den Himmel mit schwarzem
Rauch und giftigem Smog verdunkeln: Hinzu kommt die Gefahr
radioaktiver Verseuchungen, wenn auch in verstrahlten Regionen rund
um Tschernobyl und Majak die Lage außer Kontrolle gerät oder die
Brände gar auf Atomanlagen übergreifen. Das eine wie das andere käme
einem GAU gleich.

Umso wichtiger ist e

Neue OZ: Kommentar zu Israel / UNO-Kommission

Schmerzhafte Wahrheit

Was für einen Wert ist einer UNO-Kommission beizumessen, die den
Tod von neun türkischen Aktivisten untersuchen soll, aber die
möglichen Täter nicht befragen darf? Israels Mitte-rechts-Regierung
um Premier Netanjahu tut sich keinen Gefallen, wenn sie die
Aufarbeitung des Militäreinsatzes gegen die Solidaritätsflotte für
den Gazastreifen erschwert.

Indem sich Netanjahu schützend vor seine Soldaten stellt, kann er
Pluspunk

Neue OZ: Kommentar zur Studieüber gesundes Leben

Die Praxis fällt schwer

Lieber das Fahrrad nehmen als das Auto, die Treppe statt des
Fahrstuhls – und Äpfel essen als Chips oder Schokolade: Die Tipps für
einen gesünderen Lebensstil sind längst bekannt und
selbstverständlich. Wohl jedem ist klar, dass zu wenig Bewegung und
eine falsche Ernährung zu Übergewicht führen, zu Diabetes und
Herz-Kreislauf-Krankheiten. Und doch fällt es vielen schwer, die
Theorie in die Praxis umzusetzen, auf S

Gregor Gysi: Verschiebung der Rentenkürzung bis 2022 wäre das Minimum

Zur Diskussion über die Rente mit 67 erklärt der
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Gregor Gysi:

"Die Kürzung der Rente um 2 Jahre war ein schwerwiegender
gesellschaftspolitischer Fehler. Hinzu kommt noch, dass unter zehn
Prozent der Menschen zwischen 63 und 65 Jahren heute eine Chance zur
Berufstätigkeit haben. Besonders bedauerlich ist, dass die Rente mit
67 durch SPD und Grüne eingeführt wurde, was die SPD bekanntermaßen
entsozialdemokratisi

Gregor Gysi: Internationale Untersuchung zu Angriff auf Gaza-Hilfsflotte hat große Bedeutung

"Es hat eine große Bedeutung, dass heute eine
internationale Untersuchung hinsichtlich der Gaza-Hilfsflotte
beginnt. Für alle Staaten muss endlich klar sein, dass der Angriff
auf Schiffe in internationalen Gewässern nicht nur völkerrechtswidrig
ist, sondern nicht mehr hingenommen wird und für den Verursacher
negative Konsequenzen hat. Wenn dabei auch noch Menschen getötet
werden, ist das Maß überschritten", so Gregor Gysi anlässlich d

Neue OZ: Kommentar zu Feuerwehr in Niedersachsen

Personeller Brandherd

Retten, Löschen, Bergen, Schützen – Feuerwehrleute sind
unverzichtbar. Sei es bei Bränden, Unfällen oder Überschwemmungen.
Wie beruhigend, dass hierzulande der Notruf 112 funktioniert und im
Falle eines Falles bestens ausgebildete Helfer schnell zur Stelle
sind und ihr Leben für das Leben anderer riskieren.

Was passieren kann, wenn beim Brandschutz gespart wird, lässt sich
in Russland beobachten: verkohlte Dörfer und dicht

Neue OZ: Kommentar zu Michelle Obama

Glanz und Glamour im Weißen Haus

Natürlich hat auch die Gattin des US-Präsidenten ein Recht auf
privaten Urlaub. Doch privat bedeutet eben nicht, dass sie allein
reisen kann und darf. Ein riesiger Tross an Sicherheitsleuten,
Sekretären und Betreuern ist immer dabei, wenn die Obamas das Weiße
Haus verlassen. Ein Höchstmaß an Sicherheit muss gerade auch dann
gelten, wenn die First Lady und ihre Tochter zur Erholung nach
Spanien reisen. Schließl

Neue OZ: Kommentar zu Liberias früheren Präsidenten Charles Taylor

Der Sache gut getan

Der Eindruck mag entstanden sein, aber er täuscht: Im Prozess
gegen Liberias früheren Präsidenten Charles Taylor geht es nicht um
Supermodels und Hollywood-Schauspielerinnen. Zur Verhandlung steht
einzig Taylors Rolle im Bürgerkrieg des Nachbarlandes Sierra Leone.

Im Klartext: Es geht um zigtausendfachen Mord, um
Verstümmelungs-Exzesse, die selbst in Afrikas blutgetränkter jüngerer
Geschichte einen Gipfel der Grausamkeit markiere

Neue OZ: Kommentar zu Missbrauch / Entschädigungen

Erst abwägen, dann zahlen

Die Missbrauchsbeauftragte Christine Bergmann handelt richtig,
wenn sie sich bis zum nächsten Jahr Zeit lassen will mit ihrer
Empfehlung für Entschädigungen. Zwar ist es verständlich, wenn manche
Opfer eine rasche Lösung vom Runden Tisch der Bundesregierung
erwarten. Doch könnte sich ein überstürztes Vorgehen schädlich
auswirken. Denn eine finanzielle Lösung muss gründlich bedacht sein,
wenn sie wenigs

Neue OZ: Kommentar zu Stuttgart 21

Zeit zum Aufgeben

Die Stuttgarter wehren sich: gegen die Zerstörung ihrer Stadt,
gegen eine riesige Baustelle, gegen die offensichtliche Verschwendung
von Steuergeldern. Und gegen ein Projekt, dessen Vorteile sie nicht
erkennen können. Die Aussicht auf neue Arbeitsplätze in der
florierenden Schwabenmetropole ist nahezu wirkungslos. Kaum eine
deutsche Großstadt hat weniger Arbeitslose.

In dem Bürgeraufstand formieren sich aber nicht nur vermeintlich
verkl&au