Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seiner ersten Auslandsreise Polen als Land der Freiheit gewürdigt. "Ein Liebhaber der Freiheit wird sich immer dort wohlfühlen, wo die Freiheit zu Hause ist", sagte Gauck nach einem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski. Der Bundespräsident erinnerte jedoch auch an die historische deutsche Schuld gegenüber Polen. Vor diesem Hintergrund verwies Gauck auf die freundliche und offene Atmosphäre d
Kinder haben künftig ein Beschwerderecht bei den Vereinten Nationen (UN). Der UN-Vertrag zum Individualbeschwerderecht für Kinder wurde am Dienstag von 20 Staaten, unter anderem von Deutschland, Brasilien und Mali, unterzeichnet. "Das ist ein riesiger Schritt für die Umsetzung von Kinderrechten und ein Festtag für uns", sagte Barbara Dünnweller, Kinderrechts-Expertin der Kindernothilfe. Mit der Unterzeichnung des Vertrags erkennen die Staaten an, dass Mädc
Der Iran hat sich offenbar überraschend zu einer Wiederaufnahme der seit Januar auf Eis liegenden Gespräche über sein Atomprogramm bereit erklärt. Sein Land sei gewillt, die Verhandlungen mit den fünf Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland fortzusetzen, sagte Außenminister Salehi am Samstag während des Besuchs eines chinesischen Regierungsbeamten in Teheran. Der Chefunterhändler Dschalili werde der EU-Außenbeauftragten Catherine Asht
Die ägyptische Hauptstadt Kairo ist am Sonntag erneut von schweren Ausschreitungen erschüttert worden. Behördenangaben zufolge seien dabei mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 Personen verletzt worden. Damit handle es sich um die schlimmsten Ausschreitungen seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak. Der Auseinandersetzung zwischen Christen, Muslimen und Sicherheitskräften sei eine Demonstration tausender koptischer Christen gegen einen Angriff auf
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Samstag ihren Kurs in der Griechenland-Krise gegen parteiinterne Kritik verteidigt. Auf einer CDU-Regionalkonferenz in Oldenburg sagte Merkel, dass ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone oder eine Umschuldung des südeuropäischen Landes zu einem Dominoeffekt führen könnten. "Dies würde den Druck auf andere Länder enorm erhöhen", so Merkel. "Wir sind heute mindestens in einer so schwierigen Phase
Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hat am Samstag davor gewarnt, dass die globale Finanzkrise noch lange nicht vorbei sei. Stark, der diesen Monat überraschend sein Ausscheiden aus der EZB zum Jahresende angekündigt hatte, sagte in Washington, dass die Welt noch immer in einer tiefen Krise stecke. Die Zentralbanken müssten sich deshalb entschieden gegen den Einfluss der Politik stemmen und gleichzeitig die Inflation in Schach halten. Es s
Indiens Premierminister Manmohan Singh hat am Samstag eine schnellere Reform der UN und ihrer wichtigsten Organe, der Sicherheitsrat und die Generalversammlung, gefordert. "Wir brauchen eine stärkere und wirksamere UN", so Singh. Dazu müssten die UN-Generalversammlung und der UN-Sicherheitsrat "revitalisiert und reformiert" werden, so der indische Premierminister in New York. Singh verwies darauf, dass eine Reform des UN-Sicherheitsrates von zentraler Bedeutung f&uu
Die Bundesregierung erwägt, den Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM), den dauerhaften Rettungsschirm für den Euro, schon im nächsten Jahr in Kraft treten zu lassen und nicht erst 2013. Dies berichtet "Der Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Wenn alle beteiligten Parlamente den Vertrag für die neue internationale Finanzinstitution ratifiziert hätten, sei es sinnvoll, dass sie sofort ihre Arbeit aufnehme, heißt es in Wolfgang S
Die Türkei hat nach den Worten ihres Staatspräsidenten Abdullah Gül "kein Vertrauen" mehr in die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu. Gül bestätigte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe), dass es mehrere Runden von Geheimgesprächen zwischen Ankara und Jerusalem gab, um den Konflikt auszuräumen. Aber jedes Mal habe die israelische Seite kurz vor einer Einigung ihre Meinung wieder geändert. Die
Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer warnt den Westen vor einem vorzeitigen Abzug aus Afghanistan. In einem Interview mit "Bild am Sonntag" sagte Fischer: "Wir wären extrem kurzsichtig, wenn wir abziehen würden, ohne ein Minimum an regionaler Stabilität zu hinterlassen. Das wird noch eine große Herausforderung. Wir werden uns kümmern müssen!" Fischer betonte, ein Machtvakuum müsse in Afghanistan unbedingt verhindert werde