Die IG Metall kann diese Tarifrunde als Erfolg
auf der ganzen Linie verbuchen. Auf den ersten Blick erscheint das
Zurückweichen von den ursprünglich geforderten 5,5 Prozent mehr Lohn
auf 3,4 Prozent wie ein Gesichtsverlust. Schließlich hatten die
Arbeitgeber lange hartnäckig an ihrem Angebot von 2,3 Prozent mehr in
der Lohntüte festgehalten.
Doch die Gewerkschafter handelten die Laufzeit von den angebotenen
13 Monaten mit zwei Nullmonaten auf 20 Monate hinauf. A
5,6 Prozent ergeben auf den ersten Blick ein
imposantes Plus. Mit diesem Wert spürbar über der Inflationsrate wird
die Kaufkraft gestärkt – das war das Kernvorhaben der IG Metall.
Freilich gelten die 5,6 Prozent für 20 Monate. Das relativiert die
hohe Zahl, denn selbst der öffentliche Dienst liegt nur unwesentlich
unter diesem Ergebnis: Auch dort gibt es 5,6 Prozent mehr –
allerdings für zwei volle Jahre.
Nicht nur Fehlinvestitionen und dadurch
ausgelöste Abschreibungen haben den einst stolzen Traditionskonzern
Thyssen-Krupp in die roten Zahlen getrieben und in ein schiefes Licht
gerückt. Hinzu kommt massives Fehlverhalten von Führungskräften. Das
Schienenkartell, infolgedessen nun zusätzliche Rückstellungen für
drohende Strafen und Schadenersatzforderungen gebildet werden
mussten, ist nur eines von vielen Kartellen, mit dem Thyssen-Krupp
versucht hat, sic
Bonn/Berlin, 15. Mai 2013 – Der Fraktionsvorsitzende
der Linkspartei, Gregor Gysi, beklagt eine zu geringe politische
Macht des Deutschen Bundestags über den Finanzmarkt. "Wir haben kein
Primat der Politik mehr. Die Finanzjongleure sind mächtiger als die
Politik", sagte Gysi bei der Sendung FORUM POLITIK von PHOENIX und
DEUTSCHLANDFUNK (Ausstrahlung bei PHOENIX heute 22.15 Uhr). Das
Parlament müsse hier Handlungsfähigkeit zurückerlangen: "Der Vorstan
Der Tarifabschluss in der Metall- und
Elektrobranche stößt fast überall auf Zustimmung. Fast! Eine Ausnahme
bildete gestern der Verband der deutschen Maschinenbauer. In ihm sind
vor allem kleinere und mittelständische Arbeitgeber organisiert, die
stärker als die Großkonzerne an den Standort Deutschland gebunden
sind. Außerdem spüren sie immer zuerst, wenn die Konjunktur etwas
nachlässt.
Die Metaller können stolz auf sich sein. Mit ihrer
hohen Beteiligung an den Warnstreiks der vergangenen Wochen konnten
sie ein deutliches Zeichen setzen: In diesem Jahr war es ihnen ernst
mit ihrer Forderung nach einem kräftigen Einkommensplus. Das erste
Ergebnis, auf das sich die Tarifparteien jetzt in München geeinigt
haben, ist tatsächlich ein fairer Kompromiss zwischen den Interessen
der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Die Metall- und
Elektroindustrie kann diesen
Bei ThyssenKrupp scheint der Schrecken sich doch
noch einem Ende zu nähern. Die jetzt verbuchte Abschreibung von fast
700 Mill. Euro auf die unglückseligen Stahlwerke in Brasilien und den
USA sollte die endgültig letzte vor dem Verkauf der Sparte sein. Mit
einer Veräußerung, die wohl kurz bevorsteht, würde ThyssenKrupp den
größten Hemmschuh für die weitere Entwicklung abstreifen. Das
Abenteuer in Übersee hat viel Geld verbrannt, Milliarden
Was war das denn? Ein bisschen Warnstreik, ein
wenig Wortgeplänkel, und die Tarifparteien – die sich offiziell auf
eine unendliche Nachtsitzung eingestellt hatten – legen in
Rekordtempo eine Tarifeinigung auf den Tisch. Das riecht nach
Sensation, zumal das Ergebnis aus Bayern das Zeug zum Pilotabschluss
für alle 3,7 Millionen Metaller in Deutschland hat. Vor allem ist es
ein hervorragendes Zeichen, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer
auch ganz vernünftig und ohne verstau
Die Chancen, dass dieses Fahrzeug vom Kunden
angenommen wird, stehen gut. Die S-Klasse ist nicht nur ein
Status-Symbol, sie soll dem Fahrer auch das gute Gefühl geben, seinen
Status nicht auf Kosten der Allgemeinheit auszuleben. So hat der
Konzern viel Geld in Technologien investiert, die im Fall eines
Unfalls nicht dem Besitzer nützen, sondern anderen. Nachtsichtgeräte,
um Fußgänger zu erkennen oder Bremssysteme, die bei einem
Auffahrunfall verhindern, dass ein
Kein Unternehmen in einer Marktwirtschaft kann
staatliche Hilfe einfordern, wenn es ihm einmal schlecht geht. Die
Debatte um die vermeintliche Systemrelevanz der Banken hat
eindrücklich gezeigt, wohin das führt: Letztlich waren es die
Steuerzahler, die für unternehmerisches Versagen und Zockereien der
Banken herhalten mussten. Bei Thyssen-Krupp käme auch niemand auf die
Idee, in der Not nach dem Staat zu rufen. Der Vorstand kämpft mit
harten Schnitten darum, das Un