Rheinische Post: Blitzableiter Mehdorn könnte es richten

Kommentar von Sven Gösmann

Hartmut Mehdorn, Ex-Chef von Bahn und Air Berlin, wird Chef des
Berliner Problem-BER. Alle Witze über diese Personalie à la "Mit
Verspätungen kennt er sich ja aus" wurden gestern schon gemacht. Ist
die Entscheidung für Mehdorn nur spektakulär – oder spektakulär
falsch? Mehdorn ist ein Dinosaurier der Deutschland AG: kein
gelackter, börsenkompatibler Typ, sondern ein hemdsärmeliger Macher.
Seine herausra

WAZ: Mehdorns Altlasten – Kommentar von Dietmar Seher

In welcher Einheit wird die Verspätung eines ICE
gemessen? In Mehdorn. Ein platter Scherz mit ernstem Hintergrund: Der
langjährige Bahnchef hat mit seinen spritzigen Träumen vom großen
Börsengang viel versaut im deutschen Schienennetz. Der planlose
Sparkurs ging zu Lasten der Kundschaft. Jetzt also: Mehdorn, der
Flughafensanierer. Unbestritten braucht der misslungene Groß-Airport
vor den Toren der Hauptstadt eine kräftige Hand, um die
internationale Bla

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Mehdorn

Nun soll–s also ein fast 71-Jähriger richten!
Hartmut Mehdorn, Ex-Bahnchef und Ex-Air-Berlin-Vorstand, wird neuer
Geschäftsführer des unvollendeten Chaosflughafens Berlin. Die
Nachricht hat viele überrascht. In der Tat muss man sich fragen: Gibt
es keine jüngeren Manager, dem die Aufgabe, einen halb fertigen
Flughafen zügig zu Ende zu bauen, zuzutrauen wäre? Offenbar nicht.
Nach der Absage des früheren Chefs des Frankfurter Flughafens,
Wilhelm Bende

Westdeutsche Zeitung: Mehdorn = von Lothar Leuschen

Um diesen Posten hat sich in den vergangenen
Wochen niemand gerissen. Deshalb ist es in der politischen Logik nur
konsequent, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die
Verpflichtung Hartmut Mehdorns als Chef des Pannenflughafens von
Berlin nun als das Nonplusultra feiert. Und ebenso gehört es zum
geübten Politgebaren, dass zumindest Teile der Opposition diese
Entscheidung für den langjährigen Vorstandschef der Bahn AG
gleichsetzen mit dem Untergang des Abendlandes

WAZ: Cromme macht den Weg frei – Kommentar von Thomas Wels

Der Rücktritt von Gerhard Cromme ist folgerichtig.
Auch wenn ein Aufsichtsratschef nicht die unmittelbare Verantwortung
für eine Fehlinvestition hat, solange ihm keine Fehler als
Kontrolleur nachzuweisen sind, so hat er doch die politische
Verantwortung. Hier reicht die schiere Dimension des
Brasilien-Desasters aus, das den Konzern in eine bedrohliche Lage
gebracht hat. Köpfe um der Köpfe willen zu fordern, macht allerdings
auch keinen Sinn. Es geht um das Unternehmens

Kieler Nachrichten: Ramsauer verteidigt Vorgehen am Nord-Ostsee-Kanal

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geht
davon aus, dass der Nord-Ostsee-Kanal in 14 Tagen wieder
uneingeschränkt nutzbar ist. Im Gespräch mit den Kieler Nachrichten
(Sonnabend-Ausgabe) verteidigte er die Entscheidung der Wasser- und
Schifffahrtsdirektion Nord, die Wasserstraße für große Schiffe zu
sperren: "Sonst hätte es Sperrungen von bis zu sechs Monaten geben
können". Aber natürlich sei es ein Einschnitt, wenn zwar zwei Dritt

Frankfurter Neue Presse: Erfahrung mit Milliardengräbern

Da haben sich zwei gefunden, die
zueinander passen: Die schlimmste Pannen-Baustelle im Lande, der
Hauptstadtfughafen BER – und Deutschlands umstrittenster Manager
Hartmut Mehdorn, der–s richten soll. Spötter im Netz vergleichen die
überraschende Personalie bereits mit einem Wechsel von Josef
Ackermann an die Spitze von "Brot für die Welt". Als Chef der
Deutschen Bahn stand Mehdorn praktisch ununterbrochen im Kreuzfeuer
der Kritik – und immer waren die anderen sch

Wie sieht die Redaktion der Zukunft aus – funktionierende Journalisten oder fühlende Maschinen?

Journalisten unter Druck, Manager
unter Sparzwang – Redaktionen müssen funktionieren. Doch welche Rolle
spielt der Kostenfaktor "Mensch" in unseren Redaktionen und damit in
unserer Berichterstattung? Wie gehen wir mit Parametern um, die sich
nicht zählen und messen lassen? Beim 14. European Newspaper Congress
vom 5. bis 7. Mai 2013 in Wien diskutieren rund 500 Chefredakteure
und Medienmanager über die Zukunft ihrer Branche.

Zum Auftakt des größten eur

junge Welt: Opel Bochum: Betriebsratsvorsitzender Einenkel nennt Vertrag»Spaltung pur«

Der in der vergangenen Woche bei Opel geschlossene
»Mastervertrag« sorgt weiter für Konflikte. Bochums
Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel übte im Interview mit der in
Berlin erscheinenden Tageszeitung »junge Welt« (Samstagausgabe)
heftige Kritik am Zustandekommen und am Inhalt der Vereinbarung. Die
darin enthaltenen vagen Versprechungen für den Ruhrgebietsstandort
würden »von unserer Zustimmung zur Abwicklung des Werks und zu den
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