Solche Ränkespiele kosten nicht nur Energie und
Zeit, sondern letztlich auch Geld – beides braucht Daimler im
Dreikampf mit den Rivalen BMW und Audi nötiger denn je. Die
Betriebsparteien müssen die alten Vorwürfe endlich begraben und ein
vertrauensvolles Miteinander finden. Nur wenn die Beschäftigten auch
unangenehme Sparmaßnahmen mittragen, kann es Daimler gelingen,
überhaupt zum Wettbewerb aufzuschließen. Und dafür wird die
Belegschaft nach
Eines hat Hartmut Mehdorn schon mal scharfsinnig erkannt: Als
neuer Chef der größten Chaosbaustelle der Republik wird er sich erst
einmal in die Details einarbeiten müssen. Ob dem alten Schlachtross
der deutschen Wirtschaftspolitik das wirklich gelingt, darf
bezweifelt werden. Mehdorn gibt gern den Kapitän und den Lotsen, den
Polterer und den In-Den-Arsch-Treter. Aber diese Eigenschaften werden
ihn kaum weiterhelfen, wen
Der Dax hat am Freitag die Marke von 8000
Punkten geknackt. Für kurze Zeit erreichte das wichtigste deutsche
Börsenbarometer den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren.
Es ist kein Widerspruch, dass die Finanzmärkte feiern, während die
Wirtschaft lahmt. Tatsächlich ist der Höhenflug an den Börsen sogar
eine Folge der Finanzkrise. Die Zinsen sind niedrig. Geld ist billig
wie nie und im Überfluss vorhanden, seitdem die Zentralbanken alle
Der deutsche Leitindex macht Freudensprünge an
der Börse. Der Dax notierte am Freitag erstmals seit 2008 wieder
oberhalb der 8000-Punkte-Marke. Niedrige Zinsen und relativer Schutz
vor Inflation lassen Anleger zu Aktien statt komplizierten Derivaten
greifen. Das treibt die Kurse derjenigen, die schon lange investiert
sind. Andere springen jetzt noch auf den Zug auf. Nur Neider
missgönnen den langfristig denkenden Börsianern ihr kleines
Erfolgserlebnis, um das sie im &u
Viele Börsianer werden das noch kennen: "Völlig
losgelöst von der Erde", ließ der deutsche Popsänger Peter Schilling,
einer der bekanntesten Künstler der Neuen Deutschen Welle, 1983 einen
Astronauten singen. Marktteilnehmer diesseits und jenseits des
Atlantiks (eine englische Version gab es auch) können derzeit
lauthals in den Refrain einstimmen. Der Höhenflug der Aktienmärkte
zeigt nämlich, dass diese ebenfalls völlig losgel&
Der plötzliche Rückzug scheint so gar nicht zum
Charakter Gerhard Crommes zu passen. Dass der einflussreiche Manager
den Vorsitz des Aufsichtsrates bei Thyssen-Krupp und auch das Amt des
stellvertretenden Vorsitzenden der mächtigen Krupp-Stiftung einfach
hinwirft, überrascht sehr. In seinem gesamten Berufsleben hat Cromme
so manchem harten Gegenwind standgehalten, eisern seine Position
verteidigt und – wenn nötig – stahlhart durchgegriffen. Und jetzt
dieser Rü
Bis Freitag waren die Fachleute unter sich, nun
stürmt das breite Publikum die Messehallen unter dem Berliner
Funkturm. Die Deutschen sind Reiseweltmeister, kein Wunder, dass die
Internationale Tourismusbörse alljährlich eine außergewöhnliche
Anziehungskraft auf die Menschen in Berlin und Umgebung ausübt. Die
Chance, sich dort zu präsentieren, nutzen daher auch Rheinland-Pfalz
und Hessen alljährlich. Das Geld ist gut investiert, denn Tourismus
sich
Natürlich kann ein 70 Jahre alter Manager, der in
Berlin nicht nur positive Erinnerungen hinterlassen hat, nicht die
ideale Besetzung für den Chefposten der Flughafengesellschaft
Berlin-Brandenburg sein. Ein Aufbruch in eine rosarote Zukunft sieht
sicher anders aus als der ewige Hartmut Mehdorn, der als Chef der
Deutschen Bahn unter anderem die Berliner S-Bahn derartig unter
Gewinndruck setzte, dass sie zu viele Werkstätten schloss und die
Wartung vernachlässigte. Mit
In der Berufung von Hartmut Mehdorn zum neuen Berliner
Flughafenchef spiegelt sich das ganze Dilemma der für die
Pannenbaustelle Verantwortlichen wider. Mehdorn kommt, weil kein
anderer da ist. Welcher Manager will seinen guten Namen aufs Spiel
setzen für einen Karren, der so tief im Dreck steckt, dass er kaum
noch herauszuziehen ist? Wer will freiwillig zum Spielball
politischer Interessen werden und sich im Kompetenzgerangel zwischen
Bund und Länder
Nun soll also Hartmut Mehdorn den Trümmerhaufen
beseitigen, den unfähige Politiker, Aufseher und Manager beim
Berliner Flughafendesaster hinterlassen haben. Ob der Ex-Bahn-Chef
der richtige Mann dafür ist, muss bezweifelt werden. Als Airport-Chef
hat der 70-jährige jedenfalls keinerlei Erfahrung und das nötige
diplomatische Fingerspitzengefühl für diese heikle Aufgabe fehlt dem
ruppigen Berliner Dickschädel ebenfalls. Die Begeisterung über seine