Was bei Karstadt passiert, taugt angesichts von
25000 Beschäftigten sowie etlichen Zulieferern und Gläubigern nicht
mal als schlechter Scherz. Was bei Karstadt passiert, ist eine
Zumutung für Beschäftigte, Zulieferer und Gläubiger. Unfreiwillig
erinnert das Schauspiel an das Theater des ehemaligen
Arcandor-Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff, der immer viel
versprach, aber kaum etwas Brauchbares lieferte. Die Transaktionen,
die Middelhoff einfädelte, wurd
Damals, es ist schon einige Jahrzehnte her, als
der junge Journalist über Hunderte von Kilometern nach Ostwestfalen
zog, da schien die Mutter beim ersten Besuch lange untröstlich. Das
änderte sich erst, als sie eine Aldi-Filiale sah. Mit einem Seufzer
der Erleichterung sagte sie: »Junge, jetzt weiß ich, du wirst hier
nicht verhungern.« Der jetzt in aller Stille in Essen verstorbene
Theo Albrecht hat der Generation von Deutschen und Gastarbeitern, die
das Wi
Und wieder wankt ein wichtiger, bereits mehrfach
verschobener Termin für die insolvente Warenhaus-Kette Karstadt –
immer noch wegen des Streits um Filialmieten. Eigentlich sollte das
Amtsgericht Essen am 10. August den Karstadt-Insolvenzplan
bestätigen. Doch zuvor muss der Kaufvertrag mit Investor Nicolas
Berggruen stehen. Dazu ist aber eine endgültige Einigung über
niedrigere Filialmieten nötig. Die steht weiter aus. Dabei hatte das
Vermieter-Konsortium Highstree
Zu den Vereinbarungen der Zentralbankgouverneure
und der Chefs der Bankenaufsichtsbehörden unter Vorsitz von
EZB-Präsident Trichet erklärt der finanzpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Leo Dautzenberg MdB:
Eine Verständigung für neue bankaufsichtliche Anforderungen an
Banken soll im September dieses Jahres gefunden werden. Ein
frühzeitiges Zustimmen zu einzelnen Punkten ist nicht zielführend,
vielmehr bedarf es eines Gesamtpakets. Wir
Ein wichtiger (Früh-)Indikator für den
Arbeitsmarkt ist die Arbeitskräftenachfrage. Die Bundesagentur für
Arbeit (BA) stellt deshalb im Rahmen der
Arbeitsmarktberichterstattung die den Arbeitsagenturen und
Grundsicherungsstellen gemeldeten Arbeitsstellen dar. In die
gemeldeten Stellen gingen bisher sowohl geförderte als auch
ungeförderte Stellen ein. Im Mittelpunkt der Berichterstattung
standen gleichwohl die ungeförderten Stellen für "normale&
Sonnenschein hebt die Stimmung. Diese alte Weisheit gilt offenbar
auch für die Kauflaune der Deutschen.
Wenn zum heißen Supersommer noch tolle Spiele bei einer Fußball-WM
kommen, laufen Wasser, Cola und Bier in Strömen, der Snackkonsum
steigt, das Eis am Stiel schmeckt noch mal so gut. All dies beschert
dem Handel gute Umsätze. Da spülen auch kleinere Beträge viel Geld in
die Kassen der Händler, größere Anschaffungen wie
Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Das ist
die Erkenntnis von mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland,
wenn sie ihre monatliche Lohnabrechnung in den Händen halten. Sie
alle verdienen weniger als sechs Euro pro Stunde – brutto,
wohlgemerkt. Derart niedrige Einkünfte sind nicht nur sittenwidrig,
sie werden für die Gesellschaft am Ende richtig teuer und wir alle
zahlen kräftig mit. Wer nämlich nicht genug verdient, um von seinen
Einkünften leben z
Auf solch ein Signal dürften viele
Marktteilnehmer gewartet haben: Die Deutsche Bank wird normaler. Das
Institut, das im Startquartal unheimliche 93% des Vorsteuergewinns in
der Kerneinheit Corporate Banking & Securities erwirtschaftet hatte,
verbreitert seine Ertragsbasis. Im jüngsten Dreimonatszeitraum trugen
die zuletzt zu Randeinheiten degradierten Sparten Global Transaction
Banking, Asset and Wealth Management sowie Private & Business Clients
zusammen fast ebenso stark
Das Lohnsystem franst nach unten aus.
Stundenlöhne zwischen zwei und fünf Euro, wie sie in jüngster Zeit
bekannt wurden, sind sittenwidrig – wenn nicht vor Gericht, dann doch
im allgemeinen Sprachgebrauch. Ihr Bekanntwerden müsste den
betroffenen Arbeitgebern eigentlich die Schamesröte ins Gesicht
treiben. Das Erschreckende ist: Einige verteidigen stattdessen das
Lohndumping sogar noch. Nun aber kommt die Nachricht, dass schon mehr
als jeder Fünfte in Deutschla
Vor drei Jahren stand die deutsche
Automobilindustrie im medialen Fegefeuer. Der an der europäischen
Spitze liegende Verbrauch ihrer Fahrzeugflotte wurde ursächlich für
die Klimakatastrophe verantwortbar gemacht. Ganz Politiker, versprach
Ex-Verkehrsminister Wissmann als Präsident des deutschen
Automobilverbands das blaue Wunder vom Himmel. Für die einst von der
Industrie selbst versprochene Verbrauchsminderung brauche man nur
eine klitzekleine Verlängerung de