Tipps zur Gartensaison: Pflanztöpfe, Verpackungen und andere Gartenabfälle richtig entsorgen

Tipps zur Gartensaison: Pflanztöpfe, Verpackungen und andere Gartenabfälle richtig entsorgen
 

Endlich Frühling: Im Beet leuchten Tulpen und Osterglocken, auf dem Balkon duften schon die Primeln. Wer jetzt Neues pflanzt, muss im Anschluss einige Verpackungs- und Gartenabfälle entsorgen. Doch wohin mit gebrauchten Pflanztöpfen oder leeren Verpackungen für Blumenerde und Düngemittel? Tipps, wie Verbraucher*innen solche Abfälle umweltfreundlich entsorgen, gibt die Initiative „Mülltrennung wirkt“.

Im März beginnt die Gartensaison: Beete vorbereiten, Balkonkästen bepflanzen, neue Stauden setzen. Dabei sammeln sich schnell leere Verpackungen an – etwa Pflanztöpfe sowie Folien- oder Kartonverpackungen. „Das sind alles Verpackungen, die recycelt werden können – vorausgesetzt, sie werden richtig entsorgt“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Dann können aus recycelten Kunststoffen beispielsweise neue Pflanztöpfe, aus gebrauchten Papier- oder Kartonverpackungen neue Faltschachteln oder Kartons entstehen.“ Tipps für die umweltfreundliche Entsorgung von Gartenabfällen hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“:

Im Frühling ist Pflanzsaison: Wohin mit den leeren Kunststofftöpfen?

Im Garten sind die ersten Stauden gepflanzt, auf dem Balkon sonnen sich bunte Frühlingsblumen – übrig bleiben die leeren Kunststoff-Pflanztöpfe aus dem Blumenladen oder Gartencenter: Sie gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Auch gebrauchte Transporttrays aus Kunststoff und Folienverpackungen von Blumenerde oder Mulch kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.

Gebrauchte Transportverpackungen und Faltschachteln aus Karton sowie ausgeleerte Samentütchen aus Papier werden in die Altpapiertonne oder den Altpapiercontainer entsorgt.

Vorsicht bei der Entsorgung von Flüssigdüngern und Pflanzenschutzmitteln

Kunststoffverpackungen von Flüssigdüngern und Pflanzenschutzmitteln müssen mit großer Vorsicht entsorgt werden. Sie gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Wichtig ist jedoch: Die Flaschen, Sprühdosen oder Tuben müssen vollständig entleert sein. Die Verpackung ist nicht leer? Einige Gartendünger, wie zum Beispiel Blaukorndünger, haben nahezu kein Verfallsdatum und können weiter genutzt werden. Ist jedoch ein auf der Verpackung angegebenes Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, sollte das Produkt entsorgt werden. Auf keinen Fall dürfen allerdings Reste von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ins Abwasser geraten oder über die unsachgemäße Entsorgung im Garten ins Grundwasser gelangen. Restmengen sollten, am besten in der Originalverpackung, bei einer Sammelstelle für Sondermüll abgegeben werden.

Wohin mit kaputten Blumentöpfen und ausrangierten Gartengeräten?

Ausrangierte Über- und Schmucktöpfe aus Kunststoff gehören nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Sie gelten nicht als Verpackung und kommen daher in den Restmüll, zum Wertstoffhof oder, wo vorhanden, in die Wertstofftonne. Angeschlagene Blumentöpfe aus natürlichem Material wie Ton oder Holz können in geringen Mengen in der Restmülltonne entsorgt werden. Auch kleinere Gegenstände aus Kunststoff oder Metall wie nicht mehr brauchbarer Blumendraht oder Pflanzenclips dürfen in den Restmüll oder in die Wertstofftonne. Damit sie fachgerecht recycelt werden können, kommen sehr große ausrangierte Pflanzgefäße und Blumenkästen aus Kunststoff oder Metall in den Sperrmüll oder sollten zum Wertstoffhof gebracht werden. Dorthin kommen auch kaputte Gartengeräte wie zahnlose Rechen, löchrige Schubkarren oder verbogene Schaufeln.

Sträucher, Rosen, Hölzer schneiden: Was kommt in die Biotonne – und was nicht?

Organische Gartenabfälle wie zurückgeschnittene Blütenbestände oder schwache Triebe werden in der Biotonne entsorgt. Auch Bioabfall wird wiederverwertet. Kompostierungsanlagen verarbeiten ihn zu Kompost, der zum Beispiel in der Landwirtschaft verwendet wird. Biogasanlagen gewinnen aus organischen Abfällen Energie. Wichtig ist: Leere Pflanztöpfe sowie Kunststofffolien oder -tüten dürfen nicht mit in die Biotonne geraten. Sie verursachen hohen technischen Aufwand in der Sortieranlage. Außerdem kann mit dem Kompost aus Bioabfällen Mikroplastik in Ackerböden oder in die neue Gartenerde gelangen. In den meisten Kommunen gilt dies ebenfalls für Abfalltüten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen – selbst wenn sie kompostierbar und entsprechend zertifiziert sind. Hier gilt: Genaue Informationen für die Regelung vor Ort hat die regionale Abfallberatung.

Wer bei einer Verpackung unsicher ist, dem hilft dieser Tipp, ergänzt Axel Subklew: „Wie im Haushalt gilt bei der Gartenarbeit die einfache Grundregel für Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind.“ Das sind etwa Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien. Papier, Pappe und Karton werden im Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen nach Farben sortiert in Glascontainern gesammelt.

Bildmaterial und die Pressemitteilung zum Download sowie weitere Informationen zum Thema richtige Mülltrennung finden Sie unter: www.mülltrennung-wirkt.de/presse

Über „Mülltrennung wirkt“

„Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative „Mülltrennung wirkt“ sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie über richtige Abfalltrennung und Recycling von Verpackungen aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.

Pressekontakt:

Pressebüro „Mülltrennung wirkt“
c/o Maria Marberg
Mobil: +49 (0)175 59 64 229
presse@muelltrennung-wirkt.de

Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“
Tel.: +49 (0)2203 50 26 414 | Mobil: +49 (0)178 24 46 547
subklew@muelltrennung-wirkt.de

Original-Content von: Initiative „Mülltrennung wirkt“, übermittelt durch news aktuell