zeb.Mobile Investing Study 2026 / Das Wertpapiergeschäft wandert aufs Smartphone

zeb.Mobile Investing Study 2026 / Das Wertpapiergeschäft wandert aufs Smartphone
 

Für immer mehr Menschen sind Wertpapiere ein relevanter Baustein der privaten Vermögensbildung, und das Smartphone wird dabei zum wichtigsten Zugangsmittel. Die aktuelle Mobile Investing Study der Strategie-, IT- und Managementberatung zeb beschreibt, wie sich Banken auf diese Entwicklung einstellen und was das für die Zukunft des privaten Wertpapiergeschäfts in Deutschland bedeutet.

Wertpapierdepots boomen – das Smartphone wird zum wichtigsten Zugang

Der Boom im Mobile Investing ist mit einem kontinuierlichen Aufschwung des Wertpapiergeschäfts in Deutschland verknüpft. Die Zahl der Wertpapierdepots hierzulande ist seit dem Jahr 2019 von rund 23,5 Millionen auf zuletzt etwa 34,4 Millionen im Jahr 2025 gestiegen. Das verwaltete Depotvolumen wuchs auf knapp 2 Billionen Euro. Mit Blick auf das Jahr 2030 rechnen die Studienautoren mit weiterem, kontinuierlichem Wachstum.

Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist eine verjüngte, digital affine Anlegerbasis. Sie informiert sich online, trifft Entscheidungen selbstbestimmt und erwartet vor allem mobile Wege zum Investieren. Beratung verliert zumindest in diesem Segment schrittweise an Bedeutung. Für diese Altersgruppe aktuell besonders wichtig: verständliche Abläufe sowie ein gutes Gefühl bei Bedienung und Kosten.

Benjamin Winter, Senior Manager bei zeb und Mitautor der Studie, erläutert: „Die Umverteilung im wichtigen Marktsegment des privaten Mobile Investing wird sich Schritt für Schritt fortsetzen. Wer als Anbieter relevant bleiben will, muss Angebote liefern, die vom Smartphone aus gedacht sind und die Produktvorlieben der neuen Anlegergruppen konsequent berücksichtigen.“

Einfachheit und klare Preise schlagen Produkttiefe

Ein Blick auf die Bankenseite zeigt, dass Neobroker neue, junge Kundinnen und Kunden gewinnen, weil sie attraktivere Nutzerwege anbieten und ihre Gebühren transparent halten. Etablierte Direkt- und Filialbanken dagegen punkten in den Bereichen Vertrauen, Produktbreite und Betreuungskompetenz. Bislang übersetzen sie ihre Stärken jedoch zu selten in gleicher Qualität in überzeugende digitale Kundenangebote.

Zugleich verschieben sich die Präferenzen durch die jungen Kundinnen und Kunden. Aspekte wie Kostenbewusstsein und einfach zu bedienende Modelle rücken aus der Vielzahl an Motiven für die Nutzung von Wertpapierangeboten in den Vordergrund – ETFs gewinnen stark an Bedeutung. Viele Nutzerinnen und Nutzer erwarten, dass sich ein Depot ohne Fachsprache und ohne Umwege sofort und leicht verständlich nutzen lässt.

Banken müssen mobil überzeugen und Betreuung klug verbinden

Aus Sicht der Studienautoren ist mobiles Investieren in Wertpapiere nicht als Zusatz zu verstehen. Es ist ein zentraler Hebel für nachhaltiges Wachstum und Kundenbindung im Privatkundengeschäft deutscher Kreditinstitute. Entscheidend sind eine exzellente mobile Nutzererfahrung, klare und verständliche Depotmodelle sowie Angebote, die digitale Einfachheit mit passenden Betreuungsoptionen verbinden.

Ulrich Hoyer, Partner bei zeb und Mitautor der Studie, bemerkt abschließend: „Wer die neue Generation der Selbstentscheiderinnen und -entscheider gewinnen will, muss Einfachheit und Inspiration zusammenführen. Intuitive mobile Investmentlösungen und smarte Depotmodelle sind Pflicht, geführte Kundenreisen und kuratierte Impulse werden zur Kür.“

Weitere Informationen zur zeb.Mobile Investing Study sind abrufbar unterMobile-Investing-Study | zeb consulting (https://zeb-consulting.com/de-DE/publikationen/mobile-investing-study)

Pressekontakt:

Dr. Matthias Kuck
Head of Media Relations
Phone: +49.251.97128187
E-Mail: matthias.kuck@zeb.de

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