Die Datenschützer jubeln – zu Recht. Die Verfechter
einer transparenten Subventionspolitik sind ernüchtert – zu Recht.
Und alle, die der EU-Kommission schon immer vorgeworfen haben, gern
übers Ziel hinauszuschießen, freuen sich – ebenfalls zu Recht. Das
Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), wonach Daten über die
Empfänger von Agrarbeihilfen nicht mehr ins Internet gestellt werden,
ist so zwiespältig wie der Umgang der EU mit den Themen Transpa
Es läuft gut in Deutschland, erstaunlich gut. Die fünf
Wirtschaftsweisen bestätigen es, ihre neue Wachstumsprognose liegt
heute noch über der der Bundesregierung und anderer Forscher in
diesem Herbst. Die Warnung vor Konjunkturrisiken – etwa einer
Fortsetzung der globalen Bankenkrise oder der Schuldenkrise in Europa
– wird vom optimistischen Grundtenor der Prognose klar übertönt. Das
Land, so die Botschaft der Weisen, hat
Wo Machtmenschen mit der über Jahre antrainierten Überheblichkeit
eines ergrauten Publikumslieblings den Ton angeben, herrscht zuweilen
Schäbigkeit und menschliche Verrohung. Das Bedrückendste an der
Demontage Michael Offers, der verständlicherweise nicht länger
gewillt war, den Kakao zu trinken, durch den ihn sein Chef gezogen
hat: Sie wird mutmaßlich nicht mal geahndet. Dabei ist es überfälli
Live Nation
Entertainment Inc. ("Live Nation") gab heute den Erwerb von
Ticketnet, dem zweitgrössten Kartenvorverkäufer in Frankreich,
bekannt.
Diese Akquisition stellt einen wichtigen Schritt bei der globalen
Erweiterungsstrategie von Live Nation dar und ergänzt ihre wachsenden
Konzertvermarktungsaktivitäten in Frankreich. Durch die Kombination
dieser Eigenschaften erweitert Live Nation ihre Fähigkeit, wichtige
Kunden und Veranstaltungsorte in ganz Frankr
Nikolaus Schneider ist ein sehr respektabler
Ratsvorsitzender für die Evangelische Kirche in Deutschland. Der
Präses der Rheinischen Landeskirche gilt als ruhiger, besonnener
Mann, der den Kontakt zur Gemeindebasis nie verloren hat und feste
soziale Standpunkte hat. Schon bei seiner Antrittsrede auf der Synode
stellte er unter Beweis, dass er sich deutlich in die Politik
einmischen wird. Ganz klar bezog er Position zu Verlängerung der
Laufzeiten von Atomkraftwerken (falsch,
Nikolaus Schneider will gehört werden. Will der
Politik ins Gewissen reden, sich geistlich, aber nicht ohne
politischen Anspruch engagieren. Er steht damit in der EKD-Tradition.
Und doch: Wer den Anspruch hat, Ratgeber statt Besserwisser zu sein,
wer mühsam zusammenhalten muss, was auseinander zu fallen droht, der
sollte nicht polarisieren. Eine entschiedene Kirche beansprucht zu
Recht ihren festen Platz in der Gesellschaft, eine einseitige aber
hat ihn fast schon verloren.
Ein Dilemma lässt sich nicht lösen, indem man es
verschweigt. Berichte über den Selbstmord eines Prominenten sind ein
klassisches Beispiel, weil es immer Nachahmungstäter gab und geben
wird. Andererseits ist der Freitod eines Menschen wie Robert Enke ein
Ereignis von solch tragischem Ausmaß, dass die Umstände und
Hintergründe seines Leidens in die Öffentlichkeit gehören – weil er
eben "nur" einer von eintausend Menschen ist, die sich je
Wer nach einem Beispiel sucht, wie Politiker den
Zorn der Bürger erst kanalisieren, um ihn am Ende zum Schweigen zu
bringen, wird in NRW fündig. Im Wahlkampf nutzte die Opposition den
Zorn der Eltern gegen das Turboabi zum Stimmenfang. Nach der Wahl ist
nicht mehr von Reform, sondern lediglich von einem Reformversuch die
Rede. Und weil mit Sylvia Löhrmann die Grünen für die Schulpolitik
zuständig wurden, wurde der Modellversuch so zugeschnitten, dass kaum
ein Gy