Der europäische Leitzins hat ein neues
Rekordtief erreicht. Doch allenfalls Berufsoptimisten vom Schlage
eines Mario Draghi versprechen sich davon ein Ende der tiefen
Rezession in der Eurozone. Auch noch so billiges Geld beflügelt die
Konjunktur in der Realwirtschaft nicht – nicht in Spanien, nicht in
Italien oder Frankreich. Selbst die bisherige Konjunkturlokomotive
Deutschland stottert derzeit. Und so lesen sich alle Reaktionen auf
die neuerliche Zinssenkung wie Stoßgebe
Bei diesen Bildern, Werbesprüchen und Reaktionen
von Kunden kann einen schon die kalte Wut packen. Da preist eine
US-Firma Gewehre speziell für Kinder an – scharfe und damit tödliche
Waffen. Mit absoluter Selbstverständlichkeit beschreibt der
Hersteller das Angebot auf seiner Homepage im Internet als
Qualitätsware für Amerikas Jugend, schreckt auch nicht davor zurück,
selbst Babys mit Gewehren zu zeigen. Eine Schamgrenze scheint es
nicht zu geben. Unfassb
Die erneute Senkung des Leitzinses auf das
Rekordtief von 0,5 Prozent ist keine gute Nachricht für Sparer in
Deutschland. Sie müssen weiter damit leben, dass der Wert ihres
Geldes auf den Sparkonten dahinschmilzt – langsam aufgezehrt durch
die Inflation. Die seit Jahren andauernde Niedrigzinspolitik hat aber
noch sehr viel gravierendere Auswirkungen: Lebensversicherungen
werden schlechter verzinst, so dass die Erträge am Ende der Laufzeit
bei weitem nicht so hoch sein werden
Man würde die Politiker so gerne verteidigen. Weil
es schwierig ist, Kandidaten für Kommunalparlamente zu finden, weil
die wenigsten Kritiker bereit wären, ihr Verhalten so öffentlich
diskutieren zu lassen, weil die Bezahlung im Verhältnis zur
zeitlichen Belastung nicht gar so üppig ist. Und weil irgendwer den
Job schließlich machen muss.
Aber was jetzt in Bayern ans Licht kommt, macht es dem
Wohlwollendsten schwer. Es sind ja nicht nur CSU-Vertreter
„Der Wunsch nach Familie“ ist neben den Rivalitäten von Frauen untereinander das größte Hindernis auf dem Karriereweg nach oben, spricht Dorothea Henzler ein offenes Geheimnis gelassen aus. Um diese Hürde zu nehmen, muss frau „Eigenwerbung betreiben“, Kontakte knüpfen können sowie „ein hohes Maß an Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Selbstvertrauen“ mitbringen.
Hemmungslos flutet die Europäische Zentralbank
(EZB) ganz Europa mit billigem Geld. Für nur 0,5 Prozent können sich
jetzt Banken bei der EZB Geld besorgen – und das ohne
Mengenbegrenzung. Die Risiken dieses Dumpings blendet die Zentralbank
aus. Sie lässt sich allein von der Hoffnung treiben, dass vor allem
Geldinstitute in notleidenden Ländern die Gelegenheit beim Schopf
packen, ihre Unternehmen und Privatleute ebenfalls mit billigem Geld
zu versorgen. Diese mö
Die Deutsche Telekom zeigt sich unbeirrt: Trotz
eines Proteststurms im Internet hält der Konzern an seinen Plänen
fest, Volumengrenzen für den Datenverkehr im Internet einzuführen.
Wer mehr verbraucht als vereinbart, zahlt drauf. Und wem das nicht
passt, der kann ja zur Konkurrenz wechseln. Ist was dran. Doch nicht
jeder hat die Wahl. Noch immer gibt es ländliche Räume, in denen die
Telekom unangefochtener Marktführer ist. Und es vermutlich auch
bleiben
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf
den historischen Tiefstand von 0,5 Prozent gedrückt. Die Hoffnung:
Die Banken in den Euro-Krisenländern kommen billiger an Geld und
reichen es an die dahindümpelnden Volkswirtschaften weiter. Das
Problem: Es funktioniert kaum. Zwar bekommen die Banken das Geld von
der EZB fast umsonst hinterhergeworfen. Doch anstatt damit
Unternehmergeist zu füttern und Konsum anzukurbeln, kaufen die
Finanzinstitute lieber Hochzins-
Es mag uns gefallen oder nicht, aber geldpolitische Entscheidungen
müssen von der EZB für den gesamten Euroraum gefällt werden. Und da
können die – für sich betrachtet – berechtigten Interessen deutscher
Sparer nicht das Maß aller Dinge sein. Angesichts der katastrophalen
wirtschaftlichen Lage im kompletten Süden Europas – der leider schon
bis nach Paris reicht – dürfen sie es auch nicht. Denn das oberste
Ziel muss zum Wohle auch unserer
Gute Zeiten vertragen hohe Zinsen, in schlechten
helfen niedrige. Nur was nützt diese Binse, wenn es einem Teil von
Europa ganz gut, dem anderen richtig schlecht geht? Die EZB steckt in
der Zwickmühle. Sie hat sich entschieden, die Krisenländer mit Geld
zu fluten. Allein – das hat weder in den USA noch in Europa bisher
geholfen, warum sollte sich das nun ändern? Sicher sind nur die
Nachteile für die Nordeuropäer. Trotz ebenfalls niedriger
Inflationsrate verlie