Badische Neueste Nachrichten: Die Weichen sind gestellt

Erstaunlich schnell macht die SPD ihren Frieden
mit der Großen Koalition. Auch wenn der Parteikonvent formell nur ein
erstes Sondierungsgespräch mit der Union abgesegnet hat, so sind die
Weichen damit doch gestellt. In dem Moment, in dem die Mitglieder
über einen Koalitionsvertrag abstimmen, werden sie auch die Folgen
eines möglichen Neins bedenken – ein Vorsitzender, dem gar keine
andere Wahl mehr bliebe als der Rücktritt, eine Partei im Chaos und
am Horizont Neu

Badische Neueste Nachrichten: Wo ist der Platz der Grünen

Die Grünen wehren sich. Sie wollen und können
nicht über Nacht die Leerstelle im Parteienspektrum besetzen, die
durch das Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag entstanden ist. Schon
von ihrer Geschichte und ihrem Selbstverständnis verstehen sie sich
als Teil des linken Parteienspektrums. Nur, die Welt tickt nicht mehr
so wie in den 80er Jahren. Die Republik hat sich grundlegend
verändert, die Gesellschaft ebenso und mit ihr die Parteien. Der
Wahlsonntag bleibt nicht

Neue OZ: Kommentar zu Italien

Chance für Italien

Nun also doch: Silvio Berlusconi macht seine Drohung wahr und
lässt die Große Koalition von Enrico Letta platzen. Die gute
Nachricht: Es könnte der Anfang vom Ende des "Cavaliere" sein. Die
schlechte: Schlimmstenfalls verliert das Land wertvolle Zeit für
Reformen.

Rezession, anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, überbordende
Staatsschulden – Italien hat arge Schwierigkeiten, sich über Wasser
zu halten. Allerdings haben die

Neue OZ: Kommentar zu Milchexport

Weißes Gold

Noch fließt der größte Teil des deutschen Milchexports ins
europäische Ausland, aber der Trend ist eindeutig: Die Nachfrage der
zahlungskräftigen Mittelschichten in Schwellenländern wie China und
Indien zieht die Exporteure magisch an.

Zumal der Transport der Ware nach Fernost verblüffend billig zu
haben ist – Schiffe, die Produkte aus chinesischen Fabriken nach
Europa bringen, fuhren bisher oft leer zurück. Jetzt laden sie

Neue OZ: Kommentar zuÖsterreich

Alles bleibt beim Alten

Die meisten Österreicher haben offenbar so gewählt, wie sie sich
schon seit Jahrzehnten entscheiden: rot und schwarz. Die Große
Koalition in Wien kann mit knapper Mehrheit weiterregieren, die
Sozialdemokraten (SPÖ) bleiben stärkste Partei, die konservative ÖVP
zweitstärkste Kraft. Alles bleibt beim Alten.

Wahrscheinlich heißt der nächste Bundeskanzler erneut Werner
Faymann. Der Sozialdemokrat hat das Land mit sei

Emotionale Markenwahrnehmung: Die Produktkategorie macht die Musik!

Erfolgreiche Marken basieren auf starken Emotionen. Doch diese Gleichung passt nicht immer. Die Produktkategorie prägt die emotionale Markenwahrnehmung und stellt damit Fluch und Segen zugleich dar – so das Ergebnis der branchenübergreifenden Markenstudie des Marktforschungsinstituts Interrogare gemeinsam mit der Unternehmensberatung SWP.

Thüringische Landeszeitung: Klarheit in Wien / nach der Nationalratswahl in unserem Nachbarland Österreich

Die Österreicher haben gewählt. Und das Ergebnis
ist: Es bleibt alles, wie es war. Das hört sich fad an. Ist aber eine
gute Nachricht. Den schlecht regiert haben die österreichischen
Ausgaben von Sozialdemokratie und Christdemokratie – SPÖ und ÖVP –
durchaus nicht. Und außerdem kommt durch das jetzige Wahlergebnis
nicht der größere der beiden Partner in die Versuchung oder
Verlegenheit, sich der FPÖ zuzuwenden. Die drittstärkste Kra

Weser-Kurier: Zur EU-Agrarreform schreibt der „Weser-Kurier“ (Bremen) in seiner Ausgabe vom 30. September 2013:

Wie weit die europäische Agrarpolitik von der
Realität in den landwirtschaftlichen Betrieben entfernt ist, zeigt
der neuerliche Kompromiss. Mit einer Zusatzförderung will
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die kleinen,
bäuerlichen Betriebe fördern. Extra-Geld für die ersten 30 Hektar,
aber wie viel verrät sie nicht. Dabei wollen Landwirte lieber heute
als morgen der Bürokratie der Förderpolitik entfliehen. Eine neue,
nationale Pr

Schwäbische Zeitung: Wider den Zeitgeist – Kommentar

Jens Weidmann gewinnt an Format. Agierte der
Bundesbankpräsident zu Beginn seiner Amtszeit wie ein hölzerner
Behördenchef, zeigt er nun Ecken und Kanten. Seine Äußerungen zu
Kündigungsschutz, Mindestlohn und Steuererhöhungen sind mutig, weil
sie dem Zeitgeist widersprechen.

Der unternehmerfreundliche Liberalismus hat mit dem Niedergang der
FDP seine Stimme im Parlament verloren. Der Wirtschaftsflügel der
Union ist derzeit schwach. Etliche Bundesb

Schwäbische Zeitung: Mehr Freiheit steht den Grünen gut – Kommentar

Die Zukunft der Grünen liegt in der Mitte. Eine
Partei, die weite Teile der Gesellschaft in ihren grundlegenden
Positionen hinter sich weiß, kann nicht mit einem linken Programm
punkten. Jetzt wollen die Parteilinken nur falsch verstanden worden
sein. Doch wer mit dem Habitus des Weltverbesserers immer wieder
Verbote – und nichts anderes war es oft – fordert, braucht sich nicht
zu wundern, wenn seine Partei als Bevormundungspartei wahrgenommen
wird.

Ideologische Politik hat z