Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Bratwurst in der Molekularküche

Die politische Lage in Erfurt ist momentan wie das
Wetter in Ostthüringen. Nach anfangs dichtem, undurchdringlichem
Nebel, kann doch noch ein sonniger Tag entstehen. Nur wann?

Für die Spitzenkandidaten Christine Lieberknecht und Bodo Ramelow
geht der Wahlkampf weiter, um Günstlinge aus Grünen und SPD. Nach
den aktuellen Erklärungen der Grünen wird es für die CDU schwer, die
Truppe von Frontfrau Anja Siegesmund einzufangen. In einer Koalition
aus CDU,

Mitteldeutsche Zeitung: zu Muslimen-Demo

Es ist gut, wenn die Verbände des organisierten
Islam in Deutschland ein Gegenstück zu dem veranstalten, was
"Aufstand der Anständigen" gegen Antisemitismus und
Rechtsradikalismus genannt wird. Ob Aiman Mazyek, der Vorsitzendes
des Zentralrats der Muslime, sich einen Gefallen getan hat, als er
sagte, man wolle keine "Distanzierungs-orgie", muss er selber wissen.
Eins schafft er nicht: Die Medien davon abzuhalten, von
"islamistischem Terror" zu s

Rheinische Post: Dummheit des Westens

Der Westen, angeführt von den USA, begeht in
der Ukraine eine Riesendummheit. Glaubt jemand ernsthaft, man könne –
the same procedure as every year – in einem osteuropäischen
Bürgerkriegsland wie gehabt ein großes Militärmanöver von
Nato-Mitgliedern abhalten, ohne dass Russland dieses Waffengeklirr
missversteht? In glimmendes Feuer Öl zu gießen, ist immer töricht.
Wer so etwas vor dem Hintergrund einer zerbrechlichen Waffenruhe in
der Ost

Mitteldeutsche Zeitung: zu Taxi und Uber

Uber ist in Deutschland bisher nur in wenigen
Großstädten vertreten. Das Ziel von Firmenchef Travis Kalanick st
klar benannt: Er will das Taxi-Monopol aufbrechen und den Markt
großteils übernehmen. Dafür stehen Milliarden Dollar von Investoren
wie Goldman Sachs und Google bereit. Die Arbeit erledigen die
"selbstständigen" Fahrer. Die Taxi-Branche kann dem wenig
entgegensetzen. Die Höhe der Fahrpreise wird von den Kommunen
vorgegeben, ab 2015

Rheinische Post: Laschets Scheu

Anfang Dezember findet in Köln der
CDU-Bundesparteitag statt, bei dem Landeschef Armin Laschet die
Gastgeberrolle zufallen wird. Bis dahin sollte die Union entschieden
haben, wen sie im nächsten Jahr ins Rennen um das Amt des Kölner
Oberbürgermeisters schickt. Nach dem herben Verlust des OB-Postens in
Düsseldorf muss die CDU alles daran setzen, das Rathaus in
Nordrhein-Westfalens einziger Millionenstadt zurückzuerobern. Doch
nach außen hin hält sich

Rheinische Post: Dispozinsen: Der Kunde hat es selbst in der Hand

Wenn Politiker feste Obergrenzen für die
Gebühren der Banken verlangen, ist das natürlich populär, weil Volkes
Seele angesichts der Preispolitik der Geldwirtschaft regelmäßig
kocht. Aber die Argumentation kann nicht im Sinne des Kunden sein,
weil eine solche Limitierung jene Institute sogar zu Preisanhebungen
verleiten könnte, die bisher unter einer solchen Obergrenze geblieben
sind. Ein Gesetz würde jenen, die es schützen soll, womöglich
s

Mitteldeutsche Zeitung: zu Netflix

Schon seit Jahren verändern sich mit den Lebens-
auch die Sehgewohnheiten namentlich der jüngeren Zuschauer. Und die
sind es ja, auf die man in der Branche setzt. Die Zeiten, da man sich
mehrheitlich um 20 Uhr vor dem Fernseher versammelte, werden über
kurz oder lang vorbei sein. Viele Menschen greifen schon heute auf
die Dienste von Amazon, Maxdome oder Sky zurück, bei denen sie
selber bestimmen, was läuft. Und wann. Das ist nicht unerschwinglich,
zudem dü

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Abschaffung der Altersbegrenzung bei Bürgermeistern und Oberbürgermeistern

Aha!, werden helle Köpfe nun rufen und
kombinieren: Haben die Grünen also einen Weg gefunden, um dem
Stuttgarter OB Fritz Kuhn eine zweite Amtszeit zu ermöglichen! Ja,
diese Chance hätte er, wenn Gemeindeordnung und Beamtenrecht geändert
würden. Auch der Ulmer OB Ivo Gönner (SPD), derzeit 62 und ein
allseits beliebter Rathauschef, könnte 2015 noch einmal für eine
volle Amtszeit antreten. Doch ob Kuhn und Gönner das beabsichtigen,
wissen sie

Allg. Zeitung Mainz: Die letzte Karte / Kommentar zur Ukraine

Jetzt wird es brandgefährlich: Petro Poroschenko
setzt das ohnehin bereits arg strapazierte Staatsgefüge der Ukraine
einer maximalen Belastungsprobe aus. Auf der einen Seite sendet er
ein starkes Signal der Bereitschaft zum Ausgleich: Autonomie,
Amnestie, gesonderte Wirtschaftsbeziehungen – exakt das, was die
prorussischen Separatisten im Osten immer gewollt haben. Auf der
anderen Seite zeigen Kiew und die EU mit der zeitgleichen Annahme des
Partnerschaftsabkommens, dass das Entg

Westdeutsche Zeitung: Banken müssen transparenter werden = von Peter Kurz

Wann immer die hohen Zinsen für Dispokredite
ins Scheinwerferlicht geraten – wie jetzt wieder durch die
Untersuchung der Stiftung Warentest – sind die Banken nicht um
Erklärungen verlegen. Erklärungen, warum sie ihren Kunden so tief in
die Tasche greifen "müssen". Der Dispo, so heißt es dann, sei für die
Bank ein teures Instrument, denn sie müsse das Geld permanent
vorhalten, um schnell und flexibel reagieren zu können. Der Dispo sei
das Ta