Rheinische Post: Kommentar / NRW muss seinen Kunstschatz versilbern = Von Horst Thoren

Jetzt ist doch an die Öffentlichkeit gelangt,
was das Land partout geheim halten wollte: Der Kunstschatz der
früheren WestLB ist umfangreicher als gedacht und könnte gut und
gerne bis zu 150 Millionen Euro einbringen. Eine gute Nachricht für
den Steuerzahler. Denn die bislang geheime Liste zeigt auf, mit
welchen Erlösen die Landeskasse bei einem Verkauf rechnen könnte. Und
das Geld wird dringend gebraucht, um zumindest einen kleinen Teil der
Milliardenlasten de

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Nordkorea-Satire „The Interview“ Skandälchen Dirk Hautkapp, Washington

Wo die Grenzen zwischen Politik, Terrorangst,
Internet-Gaunereien, Kunstfreiheit und Marketing bewusst verwischt
werden, hält man sich am besten ans Wesentliche. Die zutiefst
amerikanische Nordkorea-Posse "The Interview" hat die von
US-Präsident Barack Obama persönlich befeuerte Aufregung – Zeigen
oder Nichtzeigen, Meinungsfreiheit oder Duckmäusern – erwartungsgemäß
nicht verdient. Das erstaunlichste Kinoskandälchen des Jahres ist
kein zweiter

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Parlamentswahl in Griechenland

Die vorgezogene Parlamentswahl am
25. Januar wird zu einer Richtungsentscheidung für den weiteren
Weg Griechenlands – nicht nur in der Euro-Zone. Die Neuwahl ändert
nichts an den vorhandenen Schulden. Auch eine griechische ultralinke
Regierung wird sich an die Verträge halten müssen, die ihre Vorgänger
unterschrieben haben – und die bedingungslosen Spar-Zusagen nicht
einfach ignorieren können. Bis Februar läuft noch das aktuelle
Hilfsprogramm, ob

Lausitzer Rundschau: Eiskalt veräppelt Unter dem Hashtag #schneegida wird Pegida ad absurdum geführt

Der Widerstand gegen Pegida wächst – und nimmt
dank des Wintereinzugs allmählich witzige Züge an. Denn eine
wachsende Zahl von Twitter-Nutzern haut unter dem Hashtag #schneegida
den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes"
(Pegida) deren eigene verquere Argumente eiskalt um die Ohren.
Beispiele gefällig? Gern: "Wie viel Schnee kommt denn da noch, bevor
man beginnt ihn (ab)zu schieben?", fragt ein Nutzer. Oder: "Sollen

Lausitzer Rundschau: Eine Stütze, die spaltet Zu zehn Jahre Arbeitsmarktreform Hartz IV

Wohl kaum eine Sozialgesetzgebung hat die
Volksseele so zum Kochen gebracht wie die vor zehn Jahren eingeführte
Arbeitsmarktreform unter der Chiffre Hartz IV. Sie spaltet bis heute:
Für ihre Kritiker handelt es sich um "Armut per Gesetz", während die
Anhänger auf die überaus positive Entwicklung am Arbeitsmarkt
verweisen. Beide Bilanzen sind nicht falsch. Die Wahrheit liegt
irgendwo dazwischen. Ohne die ökonomische Krise kurz nach der
Jahrtausendwende

Allgemeine Zeitung Mainz: Abgehängt / Kommentar zum Fachkräftemangel

Rund 900000 Arbeitslose über 50 Jahre freuen sich
auf den prognostizierten Fachkräftemangel, dann müssen die
Unternehmen endlich die Qualifikationen der Älteren anerkennen und
sie einstellen. Zumindest entsteht dieser Eindruck bei Aussagen der
Experten, die den Fachkräftemangel seit Jahren erwarten, befürchten,
herbeischreiben. Doch auf was freut sich die Gruppe der Älteren, die
keine Qualifikationen vorzuweisen hat? Bis zum Jahr 2020 soll laut
Institut

Märkische Oderzeitung: schreibt zur missglückten griechischen Präsidentenwahl:

Der Plan ist gründlich schief gegangen.
Dreimal stellte sich Stavros Dimas in Athen zur Abstimmung, dreimal
ist der Kandidat der Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras
bei der Präsidentenwahl durchgefallen. Was für den griechischen
Regierungschef eine schmerzhafte Schlappe ist, bedeutet für den Chef
des Linksbündnisses Syriza, Alex Tsipras, einen großen Erfolg. Mit
den nun anstehenden Neuwahlen kommt der Linkspopulist seinem Ziel
einer Macht&uu

Märkische Oderzeitung: schreibt zur erneuten Abschaltung eines ukrainischen Atomreaktors:

Einfache Lösungen gibt es nicht. Die Hälfte
der ukrainischen Elektrizität stammt aus Kernkraftwerken. Und der
viele Strom, den Deutschland dank Sonne und Wind exportiert, lässt
sich angesichts der heutigen Stromnetze auch nicht so einfach
ostwärts verfrachten. Mehr Sicherheit wird es nur schrittweise geben
können. Das dürfte eine Menge Geld kosten – sicher auch aus
EU-Töpfen. Und ein mulmiges Gefühl wird bleiben.

Pressekontakt:
Märkische

WAZ: Der Preis der Marktwirtschaft – Kommentar von Wilfried Goebels

Zehn Jahre wurde erbittert gestritten, jetzt kommt
der gesetzliche Mindestlohn. Die Neuregelung ist nicht
unproblematisch, aber sie ist überfällig. Es ist unerträglich, wenn
Arbeitnehmer trotz Vollzeit zum Aufstocken ihres Gehalts ins Amt
rennen müssen. Wer ordentlich arbeitet, muss auch ordentlich bezahlt
werden. Das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft hat nicht nur einen
Wert, sondern auch einen Preis. Das Geschäftsmodell, dass der Staat
Billigarbeit mit Zusch&