Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Hoeneß:

"Der Prozess bleibt unbefriedigend, man hätte
sich eine genauere Aufklärung des Sachverhalts gewünscht. Mit dem
hastigen Verfahren macht sich das Gericht angreifbar, und so kann es
durchaus sein, dass der Bundesgerichtshof das Urteil kippt."

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Schwäbische Zeitung: Zum Hoeneß-Urteil: Der Aufsichtsrat muss reagieren

Das Urteil über Uli Hoeneß ist gesprochen. Die
einen mögen es begrüßen, die anderen als falsch ansehen. Juristen und
Steuerexperten waren bei diesem prominenten Fall von
Steuerhinterziehung so uneins wie selten. Bei den Fußballfans
gewannen die Emotionen die Oberhand, schließlich mussten die Anhänger
des FC Bayern die Reihen schließen und die Gegner hatten die
Gelegenheit, endlich mal den sportlich übermächtigen Kickern aus

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Uli Hoeneß

Nach vier Verhandlungstagen soll Uli Hoeneß nun
also wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro dreieinhalb
Jahre ins Gefängnis. So tragisch dieses Urteil für den Menschen Uli
Hoeneß auch sein mag, so folgerichtig ist diese Bestrafung in einem
besonders denkwürdigen Fall von Steuerkriminalität. Ganz unabhängig
von juristischen Feinheiten, vom Sinn oder Unsinn der Selbstanzeigen
und vom Ausgang des Revisionsverfahrens: Die meisten Bundesbürge

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Madeleine Schickedanz

Es ist schwer, ein Vermögen aufzubauen. Das weiß
jeder, der davon geträumt oder es vielleicht in Ansätzen versucht
hat. Kaum hat man ein bisschen zur Seite gelegt, da fressen schon der
tägliche Bedarf, Freunde, Verwandtschaft, ein unerwartetes Ereignis,
die Preissteigerung oder – besonders verhasst – die Steuer den
kleinen Profit auf. Spätestens jetzt sind viele für den goldenen Tipp
empfänglich. Mal ist es die Wunderaktie, mal der Immobilienfonds oder

Schwäbische Zeitung: Zur Regierungserklärung: Ratloses Europa

Wenige Tage vor der zu erwartenden Eskalation
der Krim-Krise hat der Bundestag über die deutsche Rolle debattiert.
Dass die Bundeskanzlerin vor dem Referndum am Sonntag militärische
Anworten ablehnte und Wirtschaftssanktionen gegen Russland nicht
ausschloss, war nichts wirklich Neues.

Immerhin folgte eine Debatte, in der an Gorbatschows Traum vom
gemeinsamen europäischen Haus erinnert wurde und an die enttäuschten
Erwartungen der Russen nach dem Zusammenbruch der So

Börsen-Zeitung: Absteiger des Jahrzehnts, Kommentar zu Hoeneß von Bernd Wittkowski

Wann ist ein Urteil gerecht? Darüber gehen die
Meinungen in den meisten Fällen auseinander. Uli Hoeneß und die
während des viertägigen Strafprozesses im Angesicht von Zockereien
und Steuerhinterziehung jeweils in Fantastillionenhöhe anscheinend
schon etwas geschrumpfte Zahl seiner Fans mögen die Verurteilung zu
dreieinhalb Jahren Haft für ungerecht oder das Strafmaß, so
Staranwalt Hanns Feigen, "in der Oktave für völlig verfehlt

Lausitzer Rundschau: Kein neuer kalter Krieg Zur Krim-Debatte im Bundestag

Das deutsche Parlament ist, das zeigte sich
gestern in der Debatte über Angela Merkels Regierungserklärung zur
Krim-Krise, in seiner großen Mehrheit auf striktem Deeskalationskurs.
Oder, wie die Kanzlerin sagte: Man muss heutige Konflikte mit den
Mitteln des 21. Jahrhunderts lösen, nicht mit denen des 19. oder 20.
Heißsporne gibt es, wenn überhaupt, nur bei den Grünen, die sehr
emotional die Toten des Maidan und die Rechtsverletzungen auf der
Krim bekla

Lausitzer Rundschau: Was nun, Herr Hoeneß? Zum Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München

Kein Freispruch, keine Bewährung – drei Jahre und
sechs Monate Gefängnis für Uli Hoeneß. Angesichts der Summe, die der
Bayern-Präsident hinterzogen hat, ist diese Strafe nicht
verwunderlich. Eine Verurteilung auf Bewährung oder gar ein
Freispruch wäre einer Verhöhnung der ehrlichen Steuerzahler
gleichgekommen. Der Rechtsstaat hat im Fall Hoeneß also funktioniert.
Gleichwohl ist Hoeneß kein typischer Steuerhinterzieher, wie sie noch
immer

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Merkel/Regierungserklärung/Krim

Die Kanzlerin spielt in diesem Konflikt eine
Schlüsselrolle: Es geht vorrangig um europäische Belange, und sie hat
das größte Gewicht in diesem Machtpoker. Niemand kennt Putin länger
und besser als sie. Kein anderes Land ist stärker mit der russischen
Wirtschaft verwoben – und mehr von russischen Rohstoffen abhängig.
Merkels Kapital war bisher ihr Erfolg als Krisenmanagerin. Die Bürger
honorierten bei der letzten Wahl ihr Geschick als Deutschlands
Sc