Badische Zeitung: Krim-Krise / Putins Schwäche Kommentar von Dietmar Ostermann

Putins Traum von der Eurasischen Union ist ohne
Kiew eine Seifenblase, sein Hegemonialanspruch auf Weißrussland und
die zentralasiatische Steppe begrenzt. Was für eine Schmach für den
stolzen Kremlherrscher. Manches spricht dafür, dass Putin die Nerven
verloren hat: Er hätte abwarten können, bis die Prowestler in Kiew
sich selbst entzaubern, wie sie es nach der Orangenen Revolution von
2004 schon einmal getan haben. Stattdessen greift er militärisch nach

Neue OZ: Kommentar zu russischem Erdgas

Hoher Preis

Russlands aggressive Reaktion auf den Machtwechsel in der Ukraine
ist nicht nur eine große politische Gefahr. Neben einer
diplomatischen Eiszeit droht auch großer Schaden für die
Weltwirtschaft. Rund um den Globus sind die Börsen bereits auf
Talfahrt gegangen, weil die Krise immer größere Kreise zieht. Und das
war womöglich erst der Anfang. Vor allem Russland selbst zahlt einen
hohen Preis für seine Kraftspiele. So ist der Rubel unt

Stuttgarter Nachrichten: Ukraine

Mehr als ein Drittel des deutschen Gasimports,
rund 36 Prozent der deutschen Öleinfuhr werden aus Russland gedeckt.
Das macht abhängig, macht verwundbar. Macht es auch gefügig? Putin
könnte angesichts zahlreicher Sanktionsdrohungen aus Washington und
Brüssel versucht sein, genau das zu testen. Denn er muss gewiss nicht
davon ausgehen, dass die Deutschen um der Unabhängigkeit der Ukrainer
willen Produktionseinbrüche in Kauf nehmen oder gar frieren werden.

Weser-Kurier: Kommentar von Daniel Killy zu Obamas Krisen-Politik

Jetzt will Obama offenbar Klartext reden – aber
nicht etwa mit dem Schlächter von Damaskus oder dem russischen
Präsidenten; nein: Israels Premier Benjamin Netanjahu soll der
Adressat der präsidialen Kritik sein. Für die schleppenden
Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern, die von
den beiden Terror-Parteien Fatah und Hamas regiert werden, wird von
der US-Regierung ausgerechnet die einzige Demokratie in Nahost
verantwortlich gemacht. Dieser Wert

Schwäbische Zeitung: Kommentar: Mangelwirtschaft auf freiem Markt

Der Kapitalismus erlebt eine Mangelwirtschaft.
Die Pharmabranche ist mittlerweile dermaßen stark auf Effizienz und
Kostenmanagement getrimmt, dass es immer häufiger zu Lieferengpässen
kommt. Das ist in den meisten Fällen zwar nicht dramatisch, weil es
viele alternative Angebote gibt. Doch immer häufiger sind auch
Präparate nicht lieferbar, auf die zum Beispiel Krebspatienten
dringend angewiesen sind und die nicht durch andere ersetzt werden
können. Auch

Börsen-Zeitung: Die Schuldigen des Chaos, Kommentar zur Krim-Krise von Eduard Steiner

Über Theorien von gestern heute noch zu
diskutieren, wirkt etwas überholt. Kremlchef Wladimir Putin nämlich
hat inzwischen auf der ukrainischen Halbinsel Krim Fakten geschaffen.
Die Krim sei de facto in russischer Hand und der Konflikt zwischen
der Ukraine und Russland sei "sicherlich die größte Krise in Europa
im 21. Jahrhundert", sagt der britische Außenminister William Hague.

Vielschichtige Motive

Gerade deshalb scheint es aber doch n&uuml

Rheinische Post: Immunität reformieren = Von Gregor Mayntz

Hätten die Staatsanwälte den Behauptungen und
Beschuldigungen gegen Christian Wulff in aller Stille nachgehen
können, ohne spektakulär die Aufhebung seiner Immunität beantragen zu
müssen, wären sie wohl nie unter einen derart gewaltigen
Rechtfertigungszwang geraten und hätten vielleicht nie eine Anklage
erhoben. In diesem Szenario steckt viel "hätte", "wenn" und "aber".
Denn die Dinge sind im Fall Wulff kompliziert.

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Mitgliederschwund beim ADAC Reform dringend geboten MATTHIAS BUNGEROTH

Der Skandal um manipulierte Zahlen bei der Wahl
des Lieblingsautos der Deutschen hinterlässt beim ADAC tiefere Spuren
als zunächst gedacht. Der mit knapp 19 Millionen Mitgliedern
zweitgrößte Automobilclub der Welt verlor nach eigenen Angaben
insgesamt rund 200.000 Mitglieder durch die Turbulenzen. Anfang
Februar hatte der ADAC noch eine Zahl von 15.000 Kündigungen
vermeldet. Wie tief der Ärger bei vielen Mitgliedern wirklich ist,
zeigt dieser Vergleich: Im ge

Rheinische Post: Die Nato greift nicht ein = Von Godehard Uhlemann

Die Nato wird in den Konflikt in der Ukraine
militärisch nicht eingreifen. Das Land ist kein Bündnismitglied. Eine
Beistandspflicht lässt sich daher auch nicht aus dem Nato-Vertrag
ableiten. Kein Nato-Land wird daher Soldaten schicken. Das heißt aber
nicht, dass es vor allem auf der Krim nicht doch zu kriegerischen
Aktionen kommen kann. Russland ist den Ukrainern militärisch
überlegen. Moralisch sieht das anders aus. Moskau sollte auf
politisch-diplomatische E