Rheinische Post: Kommentar: Entwurf mit Augenmaß

Für den einzigen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe,
der Befürworter aus allen fünf im Bundestag vertretenen Parteien von
CSU bis zur Linken hat, zeichnet sich zu Recht bereits jetzt eine
breite Zustimmung im Parlament ab. Er ist mit Augenmaß geschrieben
und lässt Ärzten wie Angehörigen einen Spielraum, todkranke Menschen
auch mit hoch dosierten Arzneien zu versorgen, die das Leben
verkürzen können. Die vorgeschlagenen Neuregelungen werden die Hilfe

Mittelbayerische Zeitung: Joe Kaeser braucht noch Zeit – Eine evolutionäre Entwicklung wäre viel besser als immer wieder mal ein Umbruch. Von Bernhard Fleischmann

Es ist Umbauzeit bei Siemens. Mal wieder. Es
stellt sich die Frage: Wann wird bei Siemens eigentlich nicht gerade
umgebaut? Das ist das eigentlich Bedenkliche. Um richtig verstanden
zu werden: In einem Großkonzern mit mehr als 340 000 Mitarbeitern
rund um den Globus gibt es jederzeit Handlungsbedarf.
Geschäftsprozesse müssen überdacht, Strategien angepasst und die
besten Produkte hergestellt werden. Idealerweise passiert das alles
in einem evolutionären Fluss. St

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Militärisches Denkmal Dirk-Ulrich Brüggemann

Jetzt hat sich auch Verteidigungsministerin
Ursula von der Leyen ein militärisches Denkmal gesetzt. Rund acht
Milliarden Euro werden ihre ersten großen Rüstungsprojekte
verschlingen. Vier Milliarden Euro sind kalkuliert für ein neues
Raketenabwehrsystem und weitere 3,9 Milliarden Euro werden für vier
moderne Kampfschiffe aus der Steuerschatulle zu bezahlen sein.
Schade, dass die Ministerin die Indienststellung der Schiffe und des
Abwehrsystems nicht mehr im Amt e

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Kampeter wechselt in die Wirtschaft Sauber abgewickelt Carsten Heil

Schade. Auch wenn es Steffen Kampeter persönlich
zu gönnen ist, dass er im kommenden Jahr an die Spitze der
Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) wechselt und
mehr Geld verdient, ist dieser Wechsel ein Verlust für die Politik.
Auch für die Politik in OWL, denn Kampeter ist das einzige
Schwergewicht aus der Region im Berliner Regierungsbetrieb. Bis die
jungen OWL-Abgeordneten soweit sind, wird es noch ein paar Jahre
dauern. Nun wird Kampeter also Lob

WAZ: Die Angst vor dem Sterben – Kommentar von Petra Koruhn

Das Vertrauen, die Welt am Endes des Lebens in Würde
und ohne Schmerzen verlassen zu können, ist bei vielen nicht mehr
gegeben. Im Gegenteil: Sie haben Sorge, dass sie auf dem OP-Tisch
landen, weil das Geld in die Kassen spült. Dass sie an
Beatmungsapparate angeschlossen werden – als gute Einnahmequelle,
obwohl es Zeit zu sterben ist. Am Leben erhalten, gegen den eigenen
Willen, das ist verboten. Aber es ist Alltag.

Angehörige von Todkranken erleben es Tag für T

Weser-Kurier: Kommentar von Mirjam Moll zu Griechenland

Was sich gestern in Brüssel abspielte, erinnert an
die Endlosschleife eines telefonischen Kundenservices. "Ihr Anruf ist
uns wichtig. Bitte warten Sie" – gleiches trifft auch auf den ewigen
Streit mit Griechenland zu. Wieder einmal hat die Athener Regierung
am Dienstag eine neue Reformliste an die EU-Kommission übermittelt.
Die hält noch immer daran fest, die Griechen in der Eurozone und
damit auch in der Union zu halten. Eine Gewissheit, mit der die Union
Athen imm

Börsen-Zeitung: Pie in the Sky, Kommentar zur Großbank HSBC von Andreas Hippin

Was hat es für einen Sinn, das Geld seiner
Kunden so anzulegen, dass sie sich am Ende nur in einer Stadt wie
Gotham City zur Ruhe setzen können? Saker Nusseibeh, der Chef des
Londoner Vermögensverwalters Hermes, hat ganz offenbar eine andere
Vorstellung vom Investieren als die Großaktionäre der HSBC, die dem
britischen Institut den Umzug nach Hongkong nahelegten – in eine
chinesische Sonderverwaltungszone, die Batmans Wohnort gut aussehen
lässt. Nachhaltigke

Weser-Kurier: Kommentar von Kristina Läsker zur Deutschen Bank

Eine Razzia kommt nie passend, für die Deutsche
Bank kam sie am Dienstag zur Unzeit. Mit Rollkoffern zogen Fahnder
durch die Zwillingstürme in Frankfurt und sammelten mal wieder
Unterlagen ein. Es sind rufschädigende Bilder, dabei möchte der
Aufsichtsrat nichts mehr als endlich Ruhe. Deshalb hat die Bank am
Sonntag die Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen abgesetzt.
Mit dem Investmentbanker John Cryan sollte gleichsam ein neuer Typ
Chef gezeigt werden. Ein

Schwäbische Zeitung: Auf ins Ungewisse – Kommentar zu Ursula von der Leyens Entscheidung für „MEADS“

Augen zu und durch": Das wird jetzt die Devise
der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sein. Sie hat
sich für den Kauf des neuen, milliardenschweren Flugabwehrsystems
Meads festgelegt. Es ist ein großes Wagnis.

Niemand kann heute sicher sein, dass die Wunderwaffe, die noch
entwickelt werden muss, den Schutz liefern wird, den die Hersteller
versprechen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass das komplexe Projekt
den Zeitrahmen sprengt und zum Milliardengr

Mitteldeutsche Zeitung: zu Hochschulen/ausländische Studierende

Der demografische Wandel bestimmt die Nachfrage.
Deutsche Unis machen es sich aber nicht zur Aufgabe, sie zu
bedienen. Die chronisch unterfinanzierten Hochschulen sparen an dem,
was im akademischen Ausland oft besser funktioniert: am Service. Zu
selten werden qualifizierte Bewerber an Unternehmen weiter
vermittelt. Das muss sich ändern. Deutschland ist auf Fachkräfte
angewiesen. Was liegt also näher, als sie dort anzuwerben, wo sie
ausgebildet wurden?

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