Mitteldeutsche Zeitung: zu Bundeswehr/Rüstung

Die deutsche Verteidigungsministerin zeigt ihren
Willen, auf die eigenen Kräfte zu setzen. Aus der Erfahrung mit dem
zunächst gescheiterten Drohnen-Projekt Eurohawk zieht sie den
Schluss, sich nicht bedingungslos auf den Bündnispartner USA zu
verlassen. Auch in Meads steckt US-Technologie. Aber Deutschland ist
an der Entwicklung direkt beteiligt. Die Ministerin macht so auch
Industriepolitik. Der Auftrag für das neue Star-Schiff der Marine
wird europaweit ausgeschrieb

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gartenreich Dessau-Wörlitz

Die Verwaltungsleiterin geht aus eigenem Entschluss.
Der Schritt ist weder ein Verdienst des Kultusministers, der dem
Kuratorium vorsteht, noch des Stiftungsdirektors – im Gegenteil.
Beide versuchten zuletzt, die Krise mit einem Mediator zu
beschwichtigen und mit Macht nach innen zu administrieren. Aber dass
84 Prozent einer Belegschaft sich aufraffen, um zu protestieren, ist
ein Alarmzeichen. Es deutet auf schwere Defizite hin, die bei einer
Welterbe-Stiftung keinesfalls "interne&qu

RNZ: Merkel und die Familie Bush mögen sich

Es gibt im Englischen eine nette Redewendung,
die sich in etwa so übersetzen lässt: Du kannst niemals den ersten
Eindruck korrigieren. Und der erste Eindruck, den Angela Merkel in
der US-Politik hinterließ, war der, dass sie Republikaner mag und
Demokraten etwas weniger. In Bildern ausgedrückt veranstaltete Merkel
im Juli 2006 mit George W. Bush, dem in Deutschland unbeliebten
US-Präsidenten auf Stralsund die teuerste Grillparty der Welt. Und im
Juli 2008 verweiger

WAZ: Ein fatales Signal an die Jugend – Kommentar von Michael Kohlstadt zu Siemens

Siemens-Chef Joe Kaeser ist ein Mann der Zahlen.
Sieben Jahre lang war der bodenständige Bayer Finanzvorstand des
Münchner Weltkonzerns. Der schreibt gerade keine Erfolgsstory, liegt
im Ergebnis hinter den Erwartungen der Kapitalmärkte, verdient
allerdings dennoch ordentlich Geld. Kaeser folgt also der kühlen
Logik von Finanzinvestoren, wenn er, wie neulich geschehen, den
geplanten Personalabbau im angeschlagenen Großturbinengeschäft für
alternativlos e

Südwest Presse: KOMMENTAR · POST-STREIK

In der Falle

Verdi-Verhandlungschefin Andrea Kocsis steuert einen gefährlichen
Kurs im Tarifstreit mit der Post. Von den bisherigen Warnstreiks
haben die Bürger nur wenig mitbekommen. Das dürfte sich auch bei den
jetzt ausgeweiteten, unbefristeten Streiks nur wenig ändern. Der
Post-Konzern tut alles, damit Briefe und Pakete pünktlich ankommen.
Zudem beteiligten sich von den 140 000 Zustellern bisher gerade
einmal 8000 am Arbeitskampf. Nicht beteiligt sind ohneh

Schwäbische Zeitung: Uniklinik für Augsburg: Hoher Einsatz, hohe Erwartung – Kommentar

Große Titel sind oft mit Entbehrungen
verbunden. Schon seit Jahrzehnten gibt es in Augsburg den Wunsch,
dass aus dem Zentralklinikum eine "Uniklinik" wird.

Um für die Übernahme durch den Freistaat fit zu sein, zielte die
Klinikleitung auf eine schwarze Null, die Folge war ein rigider
Sparkurs. Immer wieder kam es deshalb in den vergangenen Jahren zu
Kritik: Patienten würden mangelhaft versorgt, Mitarbeiter seien
überlastet, die Stimmung im Haus auf d

neues deutschland: Zum Streit Athens mit Brüssel über ein Abkommen

Kaum war die Eilmeldung, Griechenland habe ein
neues Papier mit Reformvorschlägen an seine internationalen Gläubiger
geschickt, in der Welt, hieß es aus dieser Tage gern zitierten
Kreisen, diese würden nicht ausreichen. Wirklich ungenügend ist
jedoch nur eine derartige Berichterstattung. Denn sie wird weder den
Bemühungen der griechischen Regierung noch der komplexen
Interessenlage der Gläubiger und schon gar nicht der Lage der
Menschen in Hellas gerecht