Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Verhandlungen mit Griechenland Eine Frage des Formats Knut Pries, Brüssel

In der Schlussphase der Verhandlungen über einen
Griechenland-Deal ("Geld gegen Reformen") spielt eine große Rolle,
was die Diplomaten "das Format" nennen. Damit ist nicht etwa die
Kompetenz der Beteiligten gemeint, sondern die Frage, wer sich
überhaupt wo mit wem trifft. Das Gewese, dass darum gemacht wird, hat
bisweilen lächerliche Züge. So, wenn die EU-Kommission auf die Frage
nach dem Teilnehmerkreis der abendlichen Zusammenkunft zwischen ihr

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Reinhard-Mohn-Stiftung fördert Bildung in OWL Klein, aber fein Lothar Schmalen

Neben der großen Bertelsmann-Stiftung mit ihrer
millionenschweren Projektarbeit und ihrem permanenten Output von
Studien zu vielerlei Problemen der modernen Gesellschaft mutet die
ebenfalls im Umfeld des Bertelsmann-Konzerns beheimatete
Reinhard-Mohn-Stiftung eher unscheinbar an. Doch ihre Projekte haben
es in sich. Sie legen den Finger in eine offene Wunde unserer
Gesellschaft. Immer noch ist die soziale Herkunft von Kindern und
Jugendlichen ein entscheidender Faktor dafür, we

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Resistente Krankheitskeime Stall, Praxis und OP PETER STUCKHARD

So wie der Blick ins Gesetz bei der
Rechtsfindung hilft, lohnt bei der Bewertung von Studien der Blick
auf den Auftraggeber. Im vorliegenden Fall sind es die Grünen, die
sich für ihre Arbeit als Opposition mit wissenschaftlichen Daten
munitionieren wollen. So hat sich die Berliner Charité beeilt, sich
von der Auftragsarbeit ihrer Oberärztin zu distanzieren. Dabei sind
die Probleme, auf die die Untersuchung hinweist, tatsächlich
vorhanden. "Viel hilft viel&q

Lausitzer Rundschau: Geld gegen Qualität Zu drohenden höheren Zusatzbeiträgen für die Krankenversicherung

Nach einer langen Phase schier paradiesischer
Verhältnisse drohen erneut Beitragssteigerungen in der gesetzlichen
Krankenversicherung. Und das nicht nur, weil zum Beispiel die Kosten
für Arzneimittel drastisch gestiegen sind. Die Bundesregierung nutzt
die im Augenblick immer noch sehr gute Finanzlage der allermeisten
Kassen für kostenträchtige Neuregelegungen im Gesundheitswesen. Mit
dem Versorgungsstärkungsgesetz, der Krankenhausreform, dem
Präventionsgesetz

Lausitzer Rundschau: Zu kurz gedacht Platzeck erklärt das deutsch-russische Verhältnis

Wer Brandenburgs Ex-Ministerpräsidenten Matthias
Platzeck als "Putin-Versteher" abtut, macht es sich zu leicht.
Platzeck wirbt, wie am Dienstagabend in Cottbus, um mehr
Nachdenklichkeit, wenn es darum geht, das Verhältnis Deutschlands zu
Russland angesichts der Ukrainekrise neu zu justieren. Das ist
ehrenwert, angesichts der Tatsache, dass trotz
Waffenstillstandsabkommen noch immer jeden Tag an den Grenzen der
Separatistengebiete Menschen sterben. Und auch das Bem&uuml

Lausitzer Rundschau: Zu leise getreten Zum Besuch desägyptischen Präsidenten Al-Sisi in Deutschland

Kein deutsches Regierungsmitglied hätte 2011,
mitten im arabischen Frühling, Ägyptens Mubarak, Libyens Ghaddafi
oder Tunesiens Ben Ali die Hand gegeben. Warum dann jetzt Abdel
al-Sisi, dem ägyptischen Putschistengeneral, der Todesurteile in
Serie gegen die Muslimbrüder und seinen Vorgänger Mursi verhängen
lässt? Nur Parlamentspräsident Norbert Lammert hat sich widersetzt,
er ist da allerdings auch freier als die Regierung. Kanzlerin Angela
Merk

Westfalen-Blatt: Gysi erklärt sich am Sonntag zu seiner Zukunft

Linke-Fraktionsvorsitzender Gregor Gysi wird am
Sonntag definitiv erklären, ob er weitermacht oder im Herbst aufhört.
"Wie es mit mir weitergeht, werde ich beim Bundesparteitag in
Bielefeld verkünden. Die Partei wird von mir erfahren, was ich
vorhabe", sagte Gysi dem Bielefelder Westfalen-Blatt
(Donnerstagsausgabe). Gysi betonte auch, dass er seine Familie nicht
zum Parteitag eingeladen habe. Spekulationen darüber waren als
Zeichen für seinen Rückzug

Mitteldeutsche Zeitung: zu Lehrermangel/Sachsen-Anhalt

Um den Kollaps zu vermeiden, gibt es zwei Wege:
Mehr reguläre Lehrer. Das ist pädagogisch sinnvoll und teuer. Nach
2022, wenn die Schülerzahl sinkt, hat das Land dann zu viele Lehrer.
Oder, pädagogisch unsinnig und billig: Man pumpt die
Vertretungsreserve mit befristeten Seiteneinsteigern auf und
überbrückt mit noch mehr Vertretungsunterricht die Zeit, bis die
Schülerzahl sinkt.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 56

Mitteldeutsche Zeitung: zu Blatter/Fifa

Den größten Vorwurf, den man gegen die Fifa erheben
muss, ist die Umarbeitung demokratischer Prinzipien zur bloßen
Folklore. Während man vorn im Saal artig abstimmte, wurde hinter den
Kulissen ein totalitaristisches System errichtet, dessen
Funktionsweise wohl nur allzu vielen Fifa-Mitgliedern vertraut ist.
Die neu aufgeworfene Frage, ob die Weltmeisterschaften in Russland
und Katar zur Austragung gelangen können, hängt auch davon ab, ob
eine satisfaktionsf

Westdeutsche Zeitung: G7 – Gipfeltreffen von Polizei und Demonstranten

Die Ausschreitungen im Frankfurter Ostend zur
Eröffnung der EZB-Zentrale vor gut zweieinhalb Monaten sind den
meisten Menschen noch gut in Erinnerung: Brennende Barrikaden,
Polizeiautos in Flammen, vermummte Steinewerfer – am Ende des Tages
gab es 220 Verletzte. Der angekündigte bunte Protest endete in einer
Gewaltorgie und Tränengasnebel. Dieses Szenario befürchten die
Behörden auch rund um den G7-Gipfel. Mehr als 17 000 Polizeibeamte
sollen es mit dem grö&s