Börsen-Zeitung: Anker in Sicht, Kommentar zu Daimler von Isabel Gomez

Es gibt gute und sehr gute Zeitpunkte. Das
staatliche chinesische Autokonglomerat BAIC hat sich für seinen
geplanten Einstieg beim schwäbischen Autokonzern Daimler ohne Zweifel
den perfekten Zeitpunkt ausgesucht. Wegen der Marktturbulenzen im
Zusammenhang mit den Sorgen um die chinesische Konjunktur und der
Kursverluste bei Aktien von Autoherstellern sind die Daimler-Scheine
derzeit günstig zu haben. Doch auch ganz abgesehen von der Höhe oder
dem Preis einer Beteiligung

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Flüchtlingstragödie in Österreich Schluss mit der Rechnerei Anna Steinmeier

Bis zu 50 Menschen sind in Österreich in einem
Kühltransporter erstickt bei ihrer Flucht durch Europa. Auch diese
Nachricht ist nur ein Tropfen in der Nachrichtenflut, die derzeit
über uns hereinbricht. Wie viele einzelne Flüchtlinge derzeit
ertrinken, verhungern, an Erschöpfung sterben, mag man sich nicht
ausmalen. Was uns erreicht, sind Zahlen. Und so behandelt die
Regierung das Problem auch. Ein Zahlenproblem. Wie viele Flüchtlinge
kann Deutschland ertrage

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Gerangel um Standorte für Kinderpsychiatriebetten Qualität auch für kranke Kinder PETER STUCKHARD

Die 2013 festgelegten qualitativen und
quantitativen Ziele des NRW-Krankenhausplans sollten bis Ende 2015
umgesetzt sein. So die Landesregierung. Bei den dringend benötigten
und vom Land auch zugebilligten zusätzlichen Betten für die Kinder-
und Jugendpsychiatrie wird das nicht klappen. Bis jetzt gibt es kein
tragfähiges Konzept für die Mitte und den Norden OWLs. Wundern muss
man sich darüber nicht. Zu sehr gehen die Interessen hier
auseinander. Da sind die K

Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holstüber die Balkan-Konferenz

Der prächtige Rahmen in der Wiener Hofburg konnte
nicht darüber hinwegtäuschen, wie hilflos Europa im Flüchtlingsdrama
agiert. Die EU hat sich auch auf der Balkan-Konferenz auf keinen Plan
einigen können, wie sie die Route der Flüchtlinge über die Türkei,
Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn blockieren kann.
Immerhin: Gute Ideen wurden ausgetauscht. Es soll keine neuen
Grenzzäune wie in Ungarn geben. Auch Asylzentren an den
EU-Auße

Weser-Kurier: Kommentar von Maren Benekeüber die Ryanair-Strategie

Mit Ryanair ist nicht zu spaßen. Das hat man in der
Vergangenheit auch in Bremen zu spüren bekommen: Weil die
Luftverkehrssteuer eingeführt werden sollte, hat die Billig-Airline
mal eben acht Ziele aus dem Flugplan gestrichen – ohne Rücksicht auf
Verluste. Dieses aggressive Vorgehen ist genau das, was die irische
Fluggesellschaft bis heute ausmacht. Wenn Ryanair-Chef O–Leary sich
etwas in den Kopf gesetzt hat, passiert das in den meisten Fällen
auch. Er will den

Rheinische Post: Hoffen auf Tsipras Kommentar Von Birgit Marschall

Griechenlands zurückgetretener
Ministerpräsident Tsipras setzt auf die absolute Mehrheit bei der
Neuwahl am 20. September. Dass er sie gewinnt, ist eher
unwahrscheinlich. Seiner Partei ist der linke Flügel
verlorengegangen, der immerhin ein Viertel der Abgeordneten stellte.
Zudem gehen seine Umfragewerte zurück. Er wird auf einen
Koalitionspartner angewiesen sein. Zu hoffen ist, dass er seine
Ankündigung schnell wieder vergisst, dann nicht mit einer der
gemä

Rheinische Post: Jägers Polizei-Risiko Kommentar Von Thomas Reisener

Bislang macht NRW-Innenminister Ralf Jäger
(SPD) bei der Aufarbeitung des Ritual-Skandals und der
Hubschrauber-Affäre im Kölner Polizeipräsidium fast alles richtig.
Auch, dass er sich von der Einstellung eines Teils der
staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht irritieren lässt. Denn
für hauptberufliche Ordnungshüter liegt die Messlatte höher. Nur weil
der Staatsanwalt keine Handhabe sieht, darf Jäger Ekel-Rituale und
Hubschrauber-Lustflü

Rheinische Post: In der Flüchtlingsfrage nach vorne blicken Kommentar Von Eva Quadbeck

Deutschland kann sich dem Andrang von
Flüchtlingen aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt nicht
entziehen. Wir können nur das Beste daraus machen. Dazu gehört, die
eigenen Gesetze streng umzusetzen, um sich nicht selbst zu
überfordern. Für all jene, die zu Recht bei uns Asyl suchen, braucht
es einen Willkommensgruß, der Eigennutz beinhalten darf. Die
Botschaft an die anerkannten Flüchtlinge muss lauten: Herzlich
willkommen in unserer alternden G

NRZ: Korrektur: Verheerend für die Gesellschaft – ein Kommentar von JAN JESSEN

Die Mittelschicht schrumpft, die Quote derjenigen,
die als armutsgefährdet gelten ist auf einem anhaltend hohen Niveau.
Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Politik, die als
wichtigstes Ziel die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Wirtschaft hatte und dafür den Ausbau des Niedriglohnsektors genauso
in Kauf nahm wie die Zunahme befristeter Beschäftigungsverhältnisse.
Das Ziel ist erreicht worden, Deutschlands Wirtschaft brummt. Die
volks