Natürlich wäre Frank-Walter Steinmeier ein guter
Bundespräsident – mit seiner ruhigen, diplomatischen Art hat sich der
Außenminister weit über die Grenzen der SPD hinaus Respekt
verschafft. Für den Weg ins Schloss Bellevue allerdings gilt, was
auch schon für seine gescheiterte Kanzlerkandidatur 2009 galt: Ein
solches Amt auszufüllen, ist für einen Mann wie ihn nicht das
Problem. Das Problem ist, es überhaupt zu bekommen.
Dieser bemerkenswerte Wille zur Veränderung
hinterlässt Spuren, auch in Bremen. Die Pläne zur Versorgung und zur
Unterbringung der in großer Zahl nach Deutschland strömenden Menschen
drohte zeitweise ins Chaos abzurutschen. Doch dies hat die Helfer nur
noch mehr motiviert, eine Lösung zu finden. "Hand in Hand, so geht
das – auch wenn–s anstrengend ist", sagte ein Polizist und erfand
damit ein Muster für den Einsatz der vielen Engagierten. Kaum e
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat
menschlich und pragmatisch gehandelt, als sie die Flüchtlinge aus
Ungarn einreisen ließ. Die Zustände am Budapester Ostbahnhof und in
den Aufnahmelagern waren unhaltbar geworden. Vor allem die
hygienischen Verhältnisse spotteten jeder Beschreibung. Es musste
etwas passieren – und Merkel handelte.
Ob ihre Entscheidung politisch klug war, steht auf einem ganz
anderen Blatt. Sie war es eher nicht, denn sie lieferte dem
ungaris
Überraschung! Nachdem die Quote, die die
Produktion begrenzte, fallen gelassen wurde, produzieren die
Landwirte mehr Milch. Und weitere Überraschung! Das Überangebot
sorgt für fallende Preise.
Vergrößert wird das Problem, weil zugleich Russland seine
landwirtschaftlichen Importe aus der EU beschränkt und in China und
anderen Staaten die Nachfrage gerade zurückgeht. Da viele Landwirte
ständig an der Rentabilitätsgrenze produzieren, is
In Syrien ist Russland gleichermaßen Teil des
Problems und Teil der Lösung. Präsident Putin wird so lange an
Diktator Assad festhalten, wie dieser das Küstengebiet um die Stadt
Tartus kontrollieren kann. Dort befindet sich der einzige russische
Marinestützpunkt im Mittelmeer.
Die geostrategische Bedeutung dieser Militärbasis kann nicht hoch
genug eingeschätzt werden. Dass Russland seine Präsenz in Syrien
auszuweiten überlegt, spricht daf&
Seit diesem Wochenende hat die viel beschworene
Willkommenskultur in Deutschland eine neues Gesicht, vor allem aber
eine neue Qualität bekommen. Das Beispiel vom Münchner Hauptbahnhof,
wo die Flüchtlinge winkend, klatschend und mit Geschenken empfangen
worden sind, hat gleich darauf in Dortmund und anderswo Schule
gemacht. Ja, auch ein paar rechtsradikale Randalierer haben sich zu
Wort gemeldet, doch es ist ihnen nicht gelungenen, sich physisch und
psychisch auch nur ann&au
Das Ausland beneidet uns um das duale
Ausbildungssystem in Betrieb und Berufskolleg. Der dauerhafte
Fehlbedarf an Lehrern in gewerblich-technischen Fächern aber
gefährdet den langfristigen Erfolg bei der Ausbildung qualifizierter
Fachkräfte.
Was sind die Ursachen? Seit Jahren fällt an den Schulen zu häufig
der Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern aus. Außerdem
leisten wir uns den "Luxus", dass NRW schon in der verpflichtenden
Stun
Arbeitsmigration hat in der Bundesrepublik eine
lange Geschichte, mit allerdings sehr unterschiedlichen Vorzeichen.
So wurden die Gastarbeiter der 1950er und 1960er Jahre in großem Stil
gezielt angeworben, weil im Wirtschaftswunderland Arbeitskräfte
fehlten. Heute diskutiert Deutschland über die
"Wirtschaftsflüchtlinge", die bei uns das Paradies wähnen. Der
Ausdruck offenbart das ganze Dilemma: Wir verfügen über kein
entsprechendes Instrumentar
Seehofer schimpft auf die Kanzlerin, weil er sich
einredet, dass er sich das in seiner Eigenschaft als bayerischer Mann
und Ministerpräsident schuldig sei. Aber im Grunde ist das völlig
unwichtig. Die SPD überlegt krampfhaft, wie sie nicht nur Flüchtlinge
retten, sondern damit auch ein paar Wähler hinzugewinnen könnte. Ob
Letzteres auf diese Weise gelingt, sei dahingestellt. Die Kanzlerin,
und damit faktisch fast die CDU als Ganzes, hat in der
Flüchtlingsf
Vor zwei Jahren musste ThyssenKrupp noch den
dritten Milliardenverlust in Folge verdauen. Inzwischen kündigt der
Industrie-Gigant wieder Milliardengewinne an, und der
Konzernbetriebsrat weckt sogar Hoffnungen auf neue Jobs. Hat
ThyssenKrupp die Wende geschafft?
Noch lange nicht. Die Sanierung wurde mit einer Rosskur erkauft.
Konzernchef Hiesinger hat ein Viertel des Konzerns abgestoßen –
darunter die komplette Edelstahlsparte. Der Rest war vor allem
eisernes Sparen. So hat