70 Jahre nach Kriegsende erscheinen Forderungen
nach Reparationen absurd. Irgendwann muss mal Schluss sein mit der
Abrechnung, sonst würden wegen Napoleon noch heute in Europa
Schuldtitel hin- und hergeschickt. Aber Vorsicht. Zeit allein ist
kein Gegenargument im Fall Griechenland. Auch die Zwangsarbeiter
werden erst seit dem Jahr 2000 entschädigt. Berlins lakonisches Nein
zu den Forderungen aus Athen ist auf seine Art so schrill wie
Tsipras– Reden. Mag Deutschland auch rechtli
Die Digitalisierung des Einzelhandels lässt sich
nicht aufhalten. Der Wunsch der Verbraucher, unabhängig von Wochentag
und Uhrzeit zu shoppen, ist zum Anspruch geworden. Das gilt für die
ständige Verfügbarkeit der Produkte ebenso wie für den Preis, der im
stationären Handel möglichst nicht höher liegen sollte als im
Internet. Das hat zu der abstrusen Situation geführt, dass Kunden
gern Beratung und Service der Läden in Anspruch nehmen,
Man muss der noch jungen griechischen Regierungen
ein paar Dinge zugute halten: Sie ist nicht für die Fehlentwicklungen
der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich. Die grundsätzlichen
Zweifel am Konzept des Extremsparens in der Rezession werden weltweit
von vielen Wirtschaftsexperten geteilt. Die einseitige Belastung der
Armen war ein großer Fehler des Troika-Regimes. Und große Erfolge des
gesamten sogenannten Rettungsplans sind nicht zu verzeichnen.
Ministerpräside
Für Sonntag um 11.40 Uhr empfehlen wir einen
Besuch in Halle 4.1, A4. Dort werden Maiglöckchengedichte
vorgetragen. »Musikalisch untermalt von Eichendorff, der in seinem
Grabe jault.« (Programmheft) Sie merken: Leipzig hat Humor. Den kann
sich die Stadt auch leisten. Anders als die aufs Geschäftliche
fixierten Frankfurter, die im Herbst, wenn in Mainhattan Bücherschau
gehalten wird, das Dollarzeichen in die Pupille eingravieren, so dass
Messegäste bei j
Vier Jahre nach dem Gau von Fukushima schlittern
deutsche Energieriesen wie Eon und RWE immer tiefer in die roten
Zahlen. Die Konzernbosse sind sauer. Wiederholt haben sie die Schuld
für den wirtschaftlichen Niedergang der Politik gegeben – weil sie
den Atomausstieg beschlossen hat. Doch das war der Wunsch der
Mehrheit der Bürger. Die Energiekonzerne haben lange Zeit auf eine
Laufzeitverlängerung ihrer Kernkraftwerke spekuliert – und sich dabei
verzockt. Mitleid ist daher nic
Das erfreut uns sehr", sagt Frank Appel, "wir
freuen uns" und "ich bin hoch erfreut" über eine "erfreuliche
Entwicklung": Der Vorstandschef hat sich bei der Präsentation der
Ergebnisse der Deutschen Post DHL, die künftig noch "Group" an den
Namen hängt, überaus happy gegeben – bis hin zu seiner Freude über
"den Beitrag für unseren Planeten, den wir leisten". Investoren sind
hingegen weniger beglü
Die Nazis verübten in Griechenland schreckliche
Verbrechen und töteten Tausende von unschuldigen Menschen – Männer,
Frauen, Greise und Kinder. Wer einmal als Deutscher Distomo, den Ort
des SS-Massakers von 1944, besucht hat, empfindet große Scham und
Demut angesichts der deutschen Untaten. Wir dürfen das niemals
vergessen und müssen die Griechen um Vergebung bitten. Doch die neue
Regierung in Athen versündigt sich an den Opfern, wenn sie diese
instrument
Die Bürger in NRW bekommen ab heute zu spüren,
was es heißt, wenn Gewerkschaften und Arbeitgeber zu ambitioniert in
Verhandlungen starten. Die "Wünsch dir was"-Listen sind in dieser
Tarifrunde der Länder lang: Da wäre die Lohnforderung, die angesichts
einer Inflation von nahezu null mehr als ambitioniert ist. Hinzu
kommt die zu Recht seit Langem geforderte Eingruppierung für die
angestellten Lehrer. Dann noch die Übernahmeregelung für
Der Ausbau der Kindertagesstätten für
Unter-Dreijährige ist eine Erfolgsgeschichte. 155 000 Plätze sind
inzwischen landesweit geschaffen worden. Gut so! Es gibt jedoch zu
dieser Zahl drei Wahrheiten, und die muss man nennen: Manche Familien
melden ihr Kind nur deshalb so früh an, weil sie eine
Kitaplatz-Garantie wünschen. Das ist fatal. Wer sein Kind bis zum
Alter von drei Jahren zu Hause betreuen will, der muss eine echte
Wahl-Freiheit haben. Es braucht also
Ja, das neue Gesetz ist unbequem. Alte
Waschmaschinen, Fernsehgeräte oder Smartphones müssen
Elektronikmärkte künftig zurücknehmen. In manchen Fällen sind sie
sogar verpflichtet, ausrangierte Produkte zu akzeptieren, die nicht
bei ihnen gekauft wurden. So steht es im Elektrogerätegesetz von
Umweltministerin Barbara Hendricks. Die Firmen müssen dafür
Lagerplatz schaffen. Sie sind gehalten, sich um den Transport zu den
Verwertern kümmern. Da