Rheinische Post: 1.Stunde: Ausschlafen Kommentar Von Florian Rinke

Bislang gilt in der Schule die Volksweisheit:
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Also schleppen sich Tag für Tag
unausgeschlafene Jugendliche frühmorgens in die Schule, obwohl die
Sache wissenschaftlich eigentlich klar ist. Forscher mahnen seit
Jahren, dass ein späterer Schulbeginn eher dem Biorhythmus der
Schüler entspräche, Leistungen bei ausgeschlafenen Schülern oft
besser seien. Ein späterer Beginn wäre zum Wohle der Kinder. Dass
dieser

Rheinische Post: Die FDP braucht mehr Köpfe neben Lindner Kommentar Von Thomas Reisener

Christian Lindner ist der Superstar der FDP,
und genau das ist das größte Problem der Partei. Die 98-prozentige
Zustimmung, mit der die Delegierten den 37-Jährigen am Samstag in
Bielefeld als Landeschef wiedergewählt haben, sind kein Zufall. 2013
flog die FDP aus dem Bundestag, Ende 2014 war sie an keiner einzigen
Landesregierung mehr beteiligt. Lindner übernahm mit dem
Bundesvorsitz Ende 2013 einen Sanierungsfall. Er fegte Langeweiler
und Opportunisten aus den P

Mittelbayerische Zeitung: Der Banker der Zukunft / Die Branche befindet sich in einem Umbruch. Das hat massive Folgen für Kunden und Mitarbeiter. Leitartikel von Christine Hochreiter

Über das wechselhafte Ansehen des Bankiers in
der Öffentlichkeit mokierte sich Jean de la Bruyère schon im 17.
Jahrhundert. Liefen die Geschäfte schlecht, gelte er als Nichts und
als Flegel, laufe es gut, bitte ihn jedermann um die Hand seiner
Tochter. Ginge es nach dem französischen Moralisten, würden
heutzutage wohl nicht so viele Ehen mit Bankern geschlossen. In einem
Ranking der unbeliebtesten Berufe liegt der Bankkaufmann auf Rang
acht – nicht so weit e

Mittelbayerische Zeitung: Doppelte Moral / Kommentar zu den Panama Papers

Warum ein teures Flugticket nach Panama kaufen,
wenn es mit einer kurzen Zugfahrt nach Delaware viel unkomplizierter
geht? Der Bundesstaat ist ein Magnet für reiche Amerikaner, die etwas
zu verbergen haben. Delaware rollt aber auch den roten Teppich für
Ausländer aus, die aus demselben Grund nach Panama gehen. Heerscharen
von Anwälten und Finanzdienstleistern helfen wohlhabenden Kunden
gerne dabei, eine schöne neue Scheinfirma zu gründen, die sich für
alle

Schwäbische Zeitung: Stunde der Brückenbauer – Leitartikel über die Grünen und Jürgen Trittin

Was für eine Spaßbremse! Kaum feiern die Grünen
ihren erfolgreichen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, da
warnt Jürgen Trittin seine Partei vor zu viel Euphorie. Schließlich
habe man in anderen Ländern gekämpft, die fünf Prozent zu erreichen.

Ja, es stimmt: Die Grünen sind keine Volkspartei und Politiker wie
Jürgen Trittin werden auch weiterhin für jede Lösung ein Problem
finden. Jede Wette: Der linke Flügel de

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: FDP Nordrhein-Westfalen In der Zwickmühle Florian Pfitzner

Christian Lindner hat sich auf dem Bielefelder
Parteitag der NRW-FDP mit einiger Berechtigung als Erneuerer feiern
lassen. Der Vorsitzende des mit Abstand größten Landesverbandes der
Partei ist maßgeblich für das aufpolierte Bild der Liberalen
verantwortlich. Er führte sie aus dem tiefen Tal heraus, in dem sie
nach der historischen Wahlniederlage im Bund erstarrt schienen. In
ihrer schmachvollen Zeit in der außerparlamentarischen Opposition
entpuppte sich

Südwest Presse: KOMMENTAR · SATIRE BOEHMERMANN

Gnade für den Grenzverletzer

Man muss Jan Böhmermanns Erdogan-Dichterei nicht unbedingt lustig
finden. Genauso gut kann man sie für geschmacklos, rassistisch und
komplett missglückt halten. Doch Debatten um die Grenzen des guten
Geschmacks helfen nicht weiter, wenn es um das Grundrecht der
Meinungsfreiheit geht. Böhmermann hatte, was häufig weggelassen wird,
seine Schmähkritik mit der Ansage eingeleitet, er wolle zeigen, was
Satire in Deutschland eben

WAZ: Sparen in Zeiten der Zinsflaute – Kommentar von Michael Kohlstadt zum Sparverhalten

Die Deutschen sind und bleiben Aktienmuffel, scheuen
das Risiko und zeigen nahezu allen Formen der Geldanlage jenseits des
klassischen Sparbuchs gegenüber ein tiefsitzendes Misstrauen, selbst
wenn dort angesichts des historischen Zinstiefs die Guthaben faktisch
schrumpfen. Soweit die aktuelle Postbank-Studie zum Sparverhalten der
Bundesbürger. Nicht einmal jeder fünfte Sparer legt sein Geld in
Aktien oder Fonds an. Paradoxerweise wähnen etwa genau so viele
Menschen ihren N

neues deutschland: Zur Lage in Idomeni und die Forderung aus der Union nach mehr Abschiebungen

Ein Europa hinter Mauern. Ein
»Rückführungsabkommen« mit einem türkischen Diktator. Und an der
mazedonischen Grenze wieder ein Tränengaseinsatz gegen verzweifelte
Flüchtlinge, der die »harten Bilder« lieferte, die man laut
Empfehlung des Bundesinnenministers Thomas de Maizière aus der
letzten Woche aushalten müsse. Müssen wir? Angesichts der
Machtverhältnisse ja. Aber wenigstens ein paar harte Worte kann man
erwidern –