Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Konsum
illegaler Drogen die öffentliche Hand jährlich fünf bis sechs
Milliarden Euro kostet. Das ergibt sich nach einem Bericht der in
Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) aus
der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage
der Linksfraktion. Dort heißt es mit Bezug auf eine 2010
veröffentlichte Studie "Schätzung der Ausgaben der öffentlichen Hand
Sicher ist es gut gemeint vom Vorsitzenden der
deutschen Sozialdemokraten, dass er die Regierungsparteien in Wien
dazu aufruft, bei der Stichwahl am 22. Mai gemeinsam für den
Kandidaten der Grünen als neuen österreichischen Präsidenten
einzutreten. Gemeinsam könnte so der Kandidat der
rechtspopulistischen FPÖ Norbert Hofer vielleicht noch aufgehalten
werden. Frankreich etwa hat Erfahrungen damit, wie Rechtspopulisten
im Spitzenamt des Landes durch gemeinsame
Angesichts der Bedeutung der Kernenergie könne
die Welt einen Unfall vom Ausmaß Tschernobyls pro Jahr ertragen. So
sprach Hans Blix, der frühere Generaldirektor der Internationalen
Atomenergiebehörde, nach der Reaktorkatastrophe vor 30 Jahren. Ein
nuklearer GAU alle zwölf Monate schadet also nicht – dieser Zynismus
ist angesichts des Leids der Tschernobyl-Opfer aus heutiger Sicht
schwer zu überbieten. Dass Blix später Berater beim schwedischen
Energieko
Der Vorwurf, Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen
Fitschen und vier frühere Spitzenmanager des Instituts hätten im
Verfahren um Kirch ihre Aussagen aufeinander abgestimmt, um die Bank
vor Schadenersatzforderungen zu bewahren, ließ sich nicht erhärten.
In einem solchen Fall greift am Ende die Unschuldsvermutung des
Rechtsstaats. Das gilt auch für die Ankläger, die alles getan haben,
eine Schuld nachzuweisen, aber keinen einzigen Belastungszeugen
aufbieten konn
Die Bundespräsidentenwahl in Österreich ist ein
Armutszeugnis für die SPÖ-ÖVP-Dauerherrschaft und eine schlechte
Botschaft für alle Europäer, die für Ausgleich, Toleranz und
Menschenwürde eintreten – selbst wenn FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit
seinen 35 Prozent in der Stichwahl vom zweitplatzierten
Ex-Grünen-Chef Alexander von der Bellen noch ausgebremst wird. Ein
Teil ist hausgemacht: Sozialdemokraten und Konservative haben es sich
in d
Tschernobyl gehört zu den Ereignissen, die bei
Zeitzeugen im Gedächtnis verankert sind. Es waren sonnige Tage Ende
April 1986. Frühling wie aus dem Bilderbuch – doch überall Angst vor
den unsichtbaren Strahlen. Auch in Deutschland, obwohl der
Unglücksreaktor 1500 Kilometer entfernt war. Wieviele Menschen nach
dem Super-Gau gestorben sind, ist bis heute umstritten. Zwischen 10
000 und mehr als 100 000 heißt es, je nach Sichtweise. Anderes Leid
kommt hinz
Als Barack Obama im Sommer 2008 an der Berliner
Siegessäule sprach, feierten 200 000 Menschen den Kandidaten für das
wichtigste Amt der Welt. Damals wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel
den umjubelten Hoffnungsträger nicht sehen. Acht Jahre später hat
sich die Dynamik fast umgekehrt. Die Kanzlerin rollte dem
US-Präsidenten auf seiner Farewell-Tour in Hannover den roten Teppich
aus. Die Deutschen mögen ihn immer noch, aber mit Vorbehalten. Der
NSA-Lauschangriff
So fremd Barack Obama und Angela Merkel sich
einst waren, so nah sind sie, die sozialdemokratisierte Kanzlerin und
der liberale Demokrat, heute beieinander: in Flüchtlings- und
Europapolitik wie bei TTIP. Aus gutem Grund werben sie für das
Freihandelsabkommen. Gegner unterschätzen den Wert offener Grenzen.
Fallen Zölle und Vorschriften, hilft das jedem Exporteur. Keiner hat
so vom EU-Binnenmarkt profitiert wie Deutschland, transatlantischer
Freihandel brächte neuen
Tarifverhandlungen folgten zuletzt oft der
gleichen Choreografie: Die Gewerkschaft legte mit einer extrem hohen
Forderung los, die Arbeitgeber bügelten diese als völlig
unverhältnismäßig ab. Es kam zu Warnstreiks, am Ende einigte man sich
Pi mal Daumen in der Mitte. Diesmal ist die Ausgangslage verzwickter:
Verdi und Co. verweisen auf die sprudelnden Staatseinnahmen. Zudem
verlangen sie, der öffentliche Dienst müsse beim Lohn endlich zu
anderen Branchen a
Die Idee einer Elefantenhochzeit in der
Pharmabranche zu Basel stand von Beginn an unter einem schlechten
Stern. Der einst fast übermächtig scheinende Schweizer Finanzinvestor
Martin Ebner glaubte, die stolzen Erben der Roche-Gründer aus dem
Konzept bringen zu können, als er in den neunziger Jahren, in einer
Schwächephase des Pharmakonzerns, mit dem Aufkauf eines großen
Paketes von stimmberechtigten Inhaberaktien begann. Die
Mehrheitsaktionäre zeigten si