Papst Franziskus hat seine historische Rede vor
dem US-Kongress genutzt, den Abgeordneten der Supermacht ins Gewissen
zu reden. Wer viel hat, der trägt auch mehr Verantwortung in der
Welt, lautet die Botschaft, die Franziskus mit großem
Fingerspitzengespür vortrug. Franziskus trat nicht wie ein
Strafprediger auf, sondern wie ein Mahner. Er sieht die Welt in einer
tiefen Krise, die von Kriegen, klaffenden Unterschieden zwischen Arm
und Reich sowie einer Bedrohung der Umwelt du
Vielleicht haben die EU-Staats- und
Regierungschefs bei ihrem Brüsseler Treffen wirklich damit begonnen,
die europäische Selbstblockade zu beenden. Sie haben ein
Maßnahmepaket geschnürt, das zwar längst noch nicht vollkommen ist.
Doch es setzt an den richtigen Stellschrauben an. Die EU wird mehr
tun, damit syrische Flüchtlinge, die in Nachbarländern in Lagern
leben, besser versorgt werden. Dass ausgerechnet in dieser Zeit das
UN-Welternährungsprogr
Wer viel hat, der trägt auch mehr Verantwortung in
der Welt, lautet die Botschaft, die Franziskus mit großem
Fingerspitzengespür auf dem Capitol Hill vortrug. Der Papst trat
nicht wie ein Strafprediger auf, sondern wie ein gütiger Mahner.
Seine Mission vor dem Kongress bestand darin, Senatoren und
Repräsentanten zu motivieren, die scharfe Polarisierung zu überwinden
und ihre Energie stattdessen für das Gemeinwohl einzusetzen. Dabei
ließ es Franzisk
Dass sie giftige Abgase produzieren, ist sowohl der
Handels- als auch der Kreuzfahrtschifffahrt bewusst. Klar ist auch,
dass beide Branchen von sich aus keine großen Anstrengungen
unternehmen werden, dass sich das ändern wird – allein schon ihre
Argumentation lässt diesen Schluss zu: So ist unbestreitbar der
Warentransport auf Schiffen auf Tonnen-Kilometer gerechnet die
umweltfreundlichste Variante. Und Kreuzfahrtschiffe machen nur einen
Minimalanteil von 0,52 Prozent an de
Trotz Sondergipfel ist die EU einer festen
Quotenverteilung der Flüchtlinge nicht näher gekommen. Unter dem
Druck des Ansturms ist nun aber sogar die Kanzlerin bereit, mit dem
bisher verfemten syrischen Diktator Assad zu reden. Eine Forderung,
die Alexander Graf Lambsdorff, Vize-Präsident des Europäischen
Parlaments, unterstützt: "Die einzigen effektiven Bodentruppen, um
den Islamischen Staat zu bekämpfen, stellt im Moment Damaskus."
Auf den ersten Blick ist es verstörend: Die
EU-Kommission eröffnet wegen der Asylpolitik ein Verfahren gegen ein
Drittel der Mitgliedstaaten, auch Deutschland. "Tun wir denn nicht
schon viel mehr als die meisten anderen?", mag man sich empört
fragen. Dabei ist dieser Zug von EU-Kommissionspräsident Juncker
unmittelbar vor dem Flüchtlingsgipfel clever – und im deutschen
Interesse. So lässt die Kommission ihre Vorwürfe nach außen bewusst
va
Ob die USA "wichtiger" oder "wichtigster"
Partner Deutschlands sind, eines ist unstrittig: Es geht nur
miteinander. Es gibt zu viele Herausforderungen, für deren
Bewältigung die transatlantische Partnerschaft unabdingbar ist: Dazu
gehören die Kriege und Krisenherde, die in diesen Monaten Millionen
Menschen vor Europas Toren in die Flucht treiben – aber auch der
dringend nötige ökologische Umbau der Weltwirtschaft oder
nachhaltiger Kampf gegen i
Lehrer und Schüler an Rhein und Ruhr stehen mal
wieder vor neuen Herausforderungen. 40 000 schulpflichtige
Flüchtlingskinder müssen in den kommenden Monaten in den Schulen des
Landes integriert werden. Nicht unwahrscheinlich, dass diese Zahl
schon sehr bald nach oben korrigiert werden muss. Denn ein Ende des
Zuzugs der Menschen aus den Krisengebieten nach Deutschland ist nicht
abzusehen.
Es wird also an der einen oder anderen Stelle voller werden in
unseren Sch