Kehrt jetzt die Sachlichkeit in die Gespräche
zwischen Athen und Berlin zurück? Wird statt übereinander herzufallen
endlich wieder miteinander geredet? Der Auftakt des Treffens zwischen
Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem griechischen Regierungschef
Alexis Tsipras jedenfalls verlief vorsichtig hoffnungsvoll. Auch wenn
die gemeinsame Pressekonferenz im Berliner Kanzleramt schnell
klarmachte, wie tief der Graben zwischen beiden Ländern ist: Sowohl
Merkel als auch Tsipras
Bündnis90/Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat sich
dafür ausgesprochen, dass Deutschland eine moralische Verantwortung
für deutsches Besatzungsunrecht in Griechenland übernimmt. "Diese
Frage kann man nicht juristisch, sondern nur politisch lösen. Es muss
so etwas wie eine Stiftung oder einen Fonds geben. Damit kann man
individuell erlittenes Leid anerkennen und lindern", erklärte Trittin
in der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender phoeni
Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion,
Klaus Ernst, hat die Bundesregierung vor dem Antrittsbesuch des
griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras aufgefordert,
gegenüber dem Land nachgiebiger zu sein. "Ich erwarte von dem
Gespräch, dass Tsipras der Kanzlerin deutlich die Lage in seinem Land
schildert", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe).
"Man kann die Leute nicht unendlich quälen." Ernst fügte
Al-Kaida war zu ihren Hochzeiten ein
dezentrales Netzwerk, hierarchisch geführt und wie sich zeigte
hocheffizient. Aber im Vergleich zum "Islamischen Staat" hat Al-Kaida
einen Nachteil: Sie ist überall und nirgends. Der IS existiert zwar
nur in Syrien und im Irak – aber seine Existenz macht seine
Attraktivität aus. Er bietet eine reale Heimat für Radikalislamisten,
die dort ihre Vorstellung leben können. Für diese Vorstellung lohnt
es sich offenbar zu
Deutschland dürfe nicht die Rolle des Mannes
spielen, der, kürzlich zu Geld gekommen, auf die Taler in seiner
Tasche pocht und jedermann anrempelt, meinte Otto von Bismarck am
Ende seines bewegten Lebens. Dem "eisernen Kanzler" schwante lange
vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, zu welchen Verwerfungen und
Kriegen es kommen könnte, wenn Deutschland seine Rolle als
Mittelmacht in Europa nicht klug und beherrscht ausübt. Heute Abend
besucht der umstrittene lin
Wie jeder Urnengang in Frankreich seit Jahren
wurden auch die Departementswahlen am Sonntag zu Marine Le Pens
Erfolg, wenn auch nicht so stark wie erwartet – oder von vielen
befürchtet. Die von Meinungsforschern vorhergesagten 33 Prozent hat
ihr Front National nicht erreicht, der als zweite politische Kraft
klar hinter den Konservativen liegt. Wenn es einen Etappensieger
gibt, dann heißt er Nicolas Sarkozy. Doch immerhin etwa jeder vierte
Wähler stimmte für die Partei
Es ist eine bittere Erkenntnis – nach Paris, nach
Kopenhagen, nach Tunis: Die Gefahr islamistischer Mordanschläge in
Europa und an Touristenorten in Nordafrika hat dramatisch zugenommen.
Und sie wird weiter zunehmen. Das ist die Kehrseite der ersten
Erfolge in der Bekämpfung des sogenannten Islamischen Staates im Irak
und in Syrien. Je stärker der IS dort in militärische Bedrängnis
gerät, umso mehr wird er sich darum bemühen, durch Terroranschläge
Ang
Europa ist bereit, die griechische Wirtschaftskrise
anzupacken – sagte Athens Premier Tsipras nach dem EU-Gipfel vorige
Woche. Griechenland ist bereit, die vereinbarten Reformen anzugehen –
sagten Merkel und Co. Der gemeinsame Fortschritt bestand im guten
Willen, den Unterschied zu ignorieren.
Nun kommt es in Berlin zum mit Spannung erwarteten Treffen
Tsipras-Merkel. In der Sache hat der Grieche so gut wie nichts
vorzuweisen – vor der Auszahlung der verzweifelt benötigten Gelder
s