Weser-Kurier: Zum Fall Bergdahl schreibt Thomas Spang:

War es richtig, dass US-Präsident Barack Obama mit
Terroristen über die Freilassung eines Mannes verhandelte, dem die
Army nun Fahnenflucht und Feigheit vorhält? Die Anklage gegen den in
Afghanistan ausgetauschten Feldwebel Bowe Bergdahl befeuert einen
leidenschaftlichen Streit. Für einige Republikaner ist der 28-jährige
schon vor Prozessbeginn jetzt ein Deserteur, der seine Kameraden
verraten hat. Sie halten Obama vor, er habe nicht nur die Sicherheit
anderer US-B

neues deutschland: Zur militärischen Intervention in Jemen

Auch wenn wieder verharmlosend von »Luftschlägen«
und »Militäroffensive« die Rede ist – was das regionalmächtig
ambitionierte Saudi-Arabien gegenüber seinem Nachbarn Jemen aufzieht,
ist ein veritabler Angriffskrieg, im Schlepptau alle arabischen
Monarchien und der von Riads Generosität abhängige Präsidentengeneral
in Kairo. Der Verweis auf die bürgerkriegsähnlichen
Auseinandersetzungen in Jemen rechtfertigt die militär

neues deutschland: Andrej Nikolaidis, Schriftsteller aus Montenegro: Lieber eine westliche Kolonie als eine russische

Das Projekt der Europäischen Union sei "unter
anderem auch ein imperiales", erklärt der monenegrinische
Schriftsteller Andrej Nikolaidis in einem Interview mit der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe). "Die
Länder an der Peripherie sollen gehorsam sein – und Montenegro ist
gehorsam. Dennoch ist das besser, als einen Krieg gegen den Westen zu
führen, wie in den Zeiten Milosevics." Nikolaidis verweist auf ein

Vietnams Minister für Öffentliche Sicherheit Tran Dai Quang besucht die USA und Kuba

Im Rahmen einer zweiwöchigen Reise (14. bis 27.
März) besucht Vietnams Minister für Öffentliche Sicherheit und
Mitglied des Politbüros Tran Dai Quang die USA und Kuba. Obwohl Kuba
traditionell ein enger sozialistischer Partner ist, dürfte diesmal
die US-Visite (14. bis 20. März) im Mittelpunkt stehen.

Überhaupt war es der erste USA-Besuch eines für Sicherheit
zuständigen Ministers, der auch als Vorbereitung für den nächsten
U

Kölnische Rundschau: Kommentar zum Airbus-Absturz in Südfrankreich

Schwer erträglich

SANDRO SCHMIDT

zur Ursachensuche nach dem Airbusabsturz

Fassungslosigkeit, Verzweiflung, Entsetzen, Trauer, teils
anhaltende Sprachlosigkeit: Der Schock über den Absturz des
Germanwings-Airbus sitzt bei Familien, Freunden und Bekannten der
Opfer, bei Verantwortlichen und Angestellten der Airlines, aber auch
bei nicht unmittelbar betroffenen Bürgern einen Tag nach der
Katastrophe von Seyne-les-Alpes unvermindert tief. "Das war mit
Abstand da

stern-Umfrage: Breite Mehrheit für Anerkennung des Staates Palästina

Fast drei Viertel aller Bundesbürger, nämlich 71
Prozent, sprechen sich dafür aus, dass Deutschland den Staat
Palästina offiziell anerkennen sollte. Nach einer Forsa-Umfrage für
das Hamburger Magazin stern lehnen 15 Prozent die staatliche
Anerkennung Palästinas ab, 14 Prozent können oder wollen zu dieser
Frage keine Angaben machen.

135 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben den
palästinensischen Staat bereits anerkannt, die Parlamente in

Weser-Kurier: Zur Todesstrafe in den USA schreibt Thomas Spang:

Gemessen an den grausamen Menschen-Experimenten mit
unerprobten Giftcocktails an Todeskandidaten, macht das Argument der
Gesetzgeber in Utah Sinn. Erschießungs-Kommandos vermeiden unnötig
lange Qualen. Sie befördern Delinquenten ein wenig martialischer,
aber ziemlich verlässlich ins Jenseits. Darin eine "humane"
Alternative zur Giftnadel zu sehen, beruht dennoch auf einem
gedanklichen Kurzschluss. Er vergisst, den an sich barbarischen Akt
der Todesstrafe infr

neues deutschland: Zur Entscheidung des US-Repräsentantenhauses für Waffenlieferungen an die Ukraine

Dem Soziologen Paul Watzlawick verdanken wir den
klugen Satz: »Wenn Du nur einen Hammer in der Hand hast, sieht jedes
Pro᠆blem wie ein Nagel aus.« Er passt zur Weltsicht der
US-Republikaner, auch mit Blick auf die Ukraine. Die Konservativen
haben ihre von Moskau bestrittenen Vorwürfe, Russland würde die
Separatisten im Donbass mit Waffen und Soldaten massiv unterstützen,
immer mit der Forderung an Barack Obama verknüpft, endlich selbst
Kriegsger&a