Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Nordkorea

Nordkoreas Drohungen wirken bombastisch, sind
bei genauem Hinhören allerdings mit einem "wenn" verbunden. Man werde
zuschlagen, tönt es laut aus Pjöngjang, und etwas leiser: wenn der
Feind weiter provoziere. Für Südkorea und die USA heißt dies: es ist
von dramatischer Wichtigkeit, alles zu vermeiden, was eine
militärische Reaktion provozieren könnte. Das allein reicht
allerdings nicht mehr aus. Die Was-wäre-wenn-Frage muss so intensiv

neues deutschland: Steueroasen sind gewollt

Die Empörung geht immer bis ganz nach oben: Ob im
Fall des Steuerhinterziehers und Ex-Postchefs Klaus Zumwinkel oder
nun im Fall von Offshore-Leaks: Parteiübergreifend wird der Verfall
der Steuermoral und die Unterhöhlung der Steuerbasis beklagt –
angefangen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Doch so
begründet diese Klagen inhaltlich sind, so wenig überzeugend ist es,
wenn sie von den herrschenden Politikern im Munde geführt werden.
Keine einzig

neues deutschland: Offshore-Leaks: DGB-Vorstandsmitglied Matecki fordert hartes Durchgreifen der Behörden gegen »kriminelle Energie« der Steuerhinterzieher

Nach dem Bekanntwerden der sogenannten
Offshore-Leaks hat DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki ein hartes
Durchgreifen der Behörden gefordert. Der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung »neues deutschland« (Freitagausgabe) sagte der
Gewerkschafter, »es ist ein Skandal, dass Vermögende und Super-Reiche
mit krimineller Energie Milliarden an Euro sowohl in Deutschland als
auch in anderen Ländern am Fiskus vorbei in sogenannte Steueroasen in
Asien, Lateinamerika od

Jörg Armbruster in Aleppo: „Weltspiegel“ im Ersten zeigt am Sonntag, 7. April, seinen Bericht über die „Kinder des Krieges“

Bevor Jörg Armbruster am Karfreitag in Aleppo
angeschossen wurde, konnte er zusammen mit dem Kameramann Dragomir
Radosavljevic den Kriegsalltag der Kinder dokumentieren. Ihr
Schicksal und ihre Perspektive für die Zukunft sind ihm besonders
wichtig für die ARD-Dokumentation "Zwischen Krieg und Frieden – Der
neue Nahe Osten", einer Koproduktion zwischen BR und SWR. Sie war
ursprünglich für den 10. Juni geplant. Der Weltspiegel des BR zeigt
nun am Sonntag,

neues deutschland: LINKE-Schatzmeister Sharma fordert EU-weites Verbot von Unternehmensspenden an Parteien

Spenden von Unternehmen an Parteien stehen seit
Längerem im Verdacht der Beeinflussung politischen Handelns. Der
Bundestagsabgeordnete und Schatzmeister der Linkspartei, Raju Sharma,
fordert deshalb, Zuwendungen aus der Wirtschaft an Parteien zu
verbieten – auch auf europäischer Ebene. Dies geht aus einem Papier
von Sharma hervor, das er mit dem LINKE-Vorstandsmitglied Dominic
Heilig erarbeitet hat. Der Tageszeitung "neues deutschland" liegt es
exklusiv vor. "Ein U

Stuttgarter Zeitung: Rüstungsexperte sieht in UN-Waffenhandelsabkommen viele Schlupflöcher

Der Rüstungsexperte Jan Grebe vom Bonner
Konversionszentrum BICC zeigt sich skeptisch, dass das UN-Abkommen
zur Regulierung des weltweiten Waffenhandels künftig alle kritischen
Exporte unterbindet. "Es gibt in dem Vertrag zu viele Schlupflöcher",
sagte er im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung"
(Donnerstagausgabe). "Mit diesem Vertrag wird sich der Waffenhandel
nicht von heute auf morgen grundlegend ändern." Für den deutschen
R&uu

„Offshore Leaks“: Geheime Geschäfte in Steueroasen enttarnt

Das größte Datenleck in der Geschichte bringt
etliche Steueroasen in Turbulenzen. Bislang vertrauliche Dateien, die
von einer anonymen Quelle besorgt und weltweit Medien zur Verfügung
gestellt wurden – in Deutschland exklusiv der Süddeutschen Zeitung
und dem Norddeutschen Rundfunk – belegen, auf welchen geheimen Wegen
Reiche und Kriminelle Briefkastenfirmen und sogenannte Trusts nutzen,
um große Vermögen zu verstecken und zweifelhafte Geschäfte zu
versch

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Nordkorea: Die Menschen verlieren – von Christian Kucznierz

Die Eskalation auf der koreanischen Halbinsel
als Theaterdonnern abzutun, ist eine leichtsinnige Schlussfolgerung.
Aus mehreren Gründen. Zwar hat Nordkorea seinen südlichen Nachbarn
auch schon in der Vergangenheit immer wieder provoziert. Aber dieses
Mal ist vieles anders. Der mäßigende Einfluss des großen Verbündeten
China ist geschwunden; Peking hat für weitere Sanktionen gegen
Nordkorea im Sicherheitsrat gestimmt, ein deutlich sichtbares
Zeichen, da

Weser-Kurier: Zum Korea-Konflikt schreibt der Bremer WESER-KURIER:

Jetzt scheint Nordkoreas Diktator Kim Jong Un
völlig durchzudrehen. Das seit den 1950er-Jahren geltende
Waffenstillstandsabkommen mit Südkorea hat er bereits vor Wochen
aufgekündigt. Am Wochenende erklärte sein Regime den Kriegszustand,
am Dienstag, dass es seine Plutoniumproduktion wieder aufnimmt,
gestern hat es die südkoreanischen Nachbarn ausgesperrt. Und
wiederholt hat Kim den USA mit dem nuklearen Erstschlag gedroht –
ausgerechnet der am stärksten hochg

Stuttgarter Zeitung: Verpflichtung ohne Sanktionen / Leitartikel zu Rüstungsexport-Abkommen

Gewiss ist alles, was die gewaltsame
Kriegführung eindämmt, uneingeschränkt zu begrüßen. Doch Euphorie ist
fehl am Platz: Die Wirkung des UN-Vertrags wird zunächst kaum zu
spüren sein. Er kann lediglich ein Anfang sein – mehr nicht. Die
Regelungen sind so weich formuliert, dass Waffenausfuhren auch in
Krisenregionen künftig kein großes Problem darstellen. Deutsche
Panzer für Saudi-Arabien? Sind demnach weiterhin möglich. Somit
handel