Allg. Zeitung Mainz: Das Zauberwort / Kommentar zu Obamas Rede

Sollen die USA auch künftig die unangefochtene
Nummer eins auf diesem Planeten bleiben – und welcher US-Präsident
hat sich je getraut, das infrage zu stellen – dann wird Barack Obama
starke Partner brauchen. Dabei geht es ihm allerdings nicht mehr
allein um militärische Stärke, sondern um eine durchgreifende
Sanierung des Landes. Dazu braucht man sehr viel Geld, das nur dann
vorhanden ist, wenn es der Wirtschaft dauerhaft gut geht. Den
Schlüssel dazu sieht der ger

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Nordkorea: Die neue Atommacht – von Christian Kucznierz

Der erneute Test einer Atomwaffe in Nordkorea
zeigt: Das Land ist auf dem Weg zur Atommacht. So sehr der
UN-Sicherheitsrat dies verurteilen mag, so sehr muss sich der Westen
dennoch darauf einstellen, dass er nichts mehr an dieser Tatsache
ändern kann. Und dennoch wäre es falsch, den Druck auf das Regime in
Pjöngjang nicht weiter hoch zu halten. Denn erstens bleibt der
internationalen Staatengemeinschaft nichts anderes übrig. Einen
militärischen Sturz der Füh

Stuttgarter Zeitung: Etappensieg / Kommentar zum Ja der französischen Nationalversammlung zur Homo-Ehe

Es ist nicht einzusehen, weshalb Schwule oder
Lesben zwar im Amtsgericht eine eingetragene Lebensgemeinschaft
eingehen dürfen, nicht aber im Rathaus die Ehe. Genauso wenig
leuchtet ein, dass der gleichgeschlechtliche Partner eines Vaters
oder einer Mutter de facto eine Elternrolle einnimmt, von Rechts
wegen aber als Erzieher nicht existent ist. Gesellschaftlicher
Frieden wird in Frankreich freilich noch lange nicht einkehren. Die
heikelsten Fragen sind noch offen. Sollen Lesben die

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zum nordkoreanischen Atomtest

Erstaunlicherweise ist es gerade Nordkorea,
welches bewirken könnte, dass die zerstrittenen Nachbarn in Asien und
die USA zusammenrücken. Washington und Tokio, Seoul und auch Peking
stimmen weitgehend darin überein, dass ein Status quo in der Region
das Beste für alle Beteiligten wäre – mit einem Nordkorea ohne
Atomwaffen. In diesem Sinne gilt es gemeinsam voranzugehen.
Nordkoreas engster Verbündeter China hat in jüngster Vergangenheit
viel von seiner Z

RNZ: Nordkorea/Atomtest: Gestörte Ruhe

Von Sebastian Riemer

So grotesk das Regime in Nordkorea wirkt, so entrückt der junge
Diktator an der Spitze des bettelarmen Landes auch erscheinen mag:
Man muss sich Kim Jong Un als radikalen Pragmatiker vorstellen. Er
sichert eiskalt seine Macht, nach innen und nach außen. Diesem Ziel
wird auch der jüngste Atomtest gerecht – zumindest auf den ersten
Blick. Gegenüber den eigenen Militärs demonstriert der Machthaber
damit Stärke. "Nicht einmal vor Chi

Westfalenpost: Atomtest / Nordkorea

Auch der nächste Kim lässt also die Säbel rasseln.
Mit den provokanten Nukleartests stellt sich der neue Machthaber Kim
Jong Un in die Tradition seines Vaters und Großvaters. Die harte
Linie hat sich bewährt: Die Staatengemeinschaft reagiert wie üblich
hilflos, droht mit schärferen Sanktionen. Davon allerdings haben sich
die Kims an der Spitze des international fast völlig isolierten
Landes noch nie beeindrucken lassen. Der Atomtest ist einerseits ei

neues deutschland: Atomtest in Nordkorea: Der Knüppel versagt

Vielleicht ist es das freundlichste, was man über
die Führung in Pjöngjang sagen kann: Unberechenbar – wie oft
unterstellt – ist sie nicht. Der Atomwaffentest in Punggye-ri durfte
niemanden überraschen, zumal er lauthals angekündigt worden war. Kim
Jong Un hat von seinem Vater nicht nur die Macht geerbt, sondern auch
die Erfahrung, dass atomare Abschreckung die beste Versicherung gegen
jeden von außen inszenierten »Regimewechsel« ist. Die Groß

neues deutschland: Europäische Linkspolitiker solidarisieren sich mit Anti-Nazi-Protesten in Dresden

Anlässlich des Jahrestages der Bombardierung
Dresdens Ende Februar 1945 warnen führende linke Politiker in Europa
vor dem Erstarken rechtsextremer Kräfte. In der Tageszeitung »neues
deutschland« (Mittwochausgabe) erklären u.a. Pierre Laurent aus
Frankreich und Nichi Vendola aus Italien ihre Solidarität mit den
Protesten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. »Es gibt einen
gefährlichen Schub neonazistischer Gedanken, Äußerungen und Ak

neues deutschland: Friedensbewegung fürchtet Rot-Grün / Zehn Jahre nach Massenprotesten gegen Irakkrieg auch Selbstkritik: „Wir haben noch nie einen Krieg verhindert“

Zehn Jahre nach den Massendemonstrationen gegen den
Irakkrieg fürchtet die deutsche Friedensbewegung, dass eine rot-grüne
Bundesregierung schneller in Kriege eingreifen könnte als die jetzige
konservative. »Unter dem Druck von Kriegsbefürwortern geben sich
Sozialdemokraten und Grüne gern immer noch ein bisschen
staatstreuer«, sagte Reiner Braun, Geschäftsführer der
Friedensorganisation IALANA, in einem Gespräch mit der Tageszeitung
»n

Mittelbayerische Zeitung: Respekt, Benedetto! Der Papst aus Bayern schreibt mit seinem Rücktritt Geschichte und stellt das Amt über sich selbst. Von Christine Schröpf

Mit dem ersten Rücktritt eines Papstes in der
Neuzeit drückt Benedikt XVI. seinem Pontifikat einen Stempel auf: In
weltweit höchst schwierigen Zeiten für die katholische Kirche, macht
er für einen Nachfolger Platz. Er stellt das Amt über sich selbst und
beweist die Größe und Bescheidenheit, die er während seines gesamten
Pontifikats gezeigt hat. Im Internet, das vermeintlich stets vor
Religionshäme trieft, wurde in einem Leserkommentar auf