Schaut man sich an, unter welchem Druck türkische
Mädchen stehen (türkische Jungen auch, aber das ist ein anderes
Thema), wundert es nicht, dass sie so häufig daran verzweifeln. Man
muss schon ein gesundes Selbstvertrauen und reichlich Optimismus
haben, um in einem Leben zwischen zwei Kulturen nicht unterzugehen.
Viele schaffen es; die Töchter aus Migrantenfamilien sind
erfolgreicher als ihre Brüder. Andere bleiben auf der Strecke. Weil
Lehrer, Ärzte und
Das Verbot allein wird das große Zocken nicht
beenden, zumal mit London der größte europäische Finanzplatz außen
vorbleibt. Aber die Politik hat endlich mal ein Zeichen gesetzt, dass
sie noch lebt, dass sie zum gemeinsamen Handeln fähig ist und sich
der obskuren Macht der Finanzmärkte nicht kampflos ergibt – einer
dunklen und demokratisch illegitimen Macht, die sich anmaßt, über das
Schicksal ganzer Nationen und Völker zu bestimmen. Um da
Das Lied der DDR-Grenztruppen ist zynisch. Und es
enthält eine bedeutende Falschaussage. Vom bevorstehenden Mauerbau
haben 1961 viele gewusst. Im Westen haben ihn die Geheimdienste bis
auf die Woche vorausgesagt, nahmen ihn Regierungen bewusst hin. Eine
Mauer sei letztlich besser als der Atomkrieg, hat John F. Kennedy
aufgeatmet. Ihr Bau signalisierte: Jede der bis zum Overkill
hochgerüsteten Weltmächte darf auf ihrer Seite machen, was sie will.
Sie darf nur nicht der ander
Die spanische Jugend hat einen Lauf. Gerade erst trug sie ihren
Unmut gegen die Wirtschaftspolitik des Landes auf die Straße, da
kündigt sich der nächste Vertreter einer als reklamationswürdig
empfundenen Institution an: Papst Benedikt XVI. soll beim
Weltjugendtag ab Donnerstag in Madrid mit öffentlichen Kuss-Orgien an
die unzeitgemäße Sexualmoral der katholischen Kirche erinnert werden.
Der Protest der Jugend i
Der liebe Gott freut sich über jedes Kind. So
kommentierte Franz Beckenbauer vor Jahren das Ergebnis eines
Seitensprungs. Und damit war die öffentliche Debatte für ihn beendet.
Das ist gut so. Denn wer mit wem warum wie viele Kinder bekommt oder
nicht – das ist etwas sehr Privates. Der Staat hat nur die
Rahmenbedingungen für eine kinder- und familienfreundliche
Gesellschaft zu schaffen. Ob die Eltern miteinander verheiratet sind
oder nicht, ist nebensächlich. Auch
Im Schatten der Turbulenzen an den Aktienmärkten und der
europäischen Schuldenkrise findet die humanitäre Katastrophe in
Ostafrika viel zu wenig Beachtung. Der Hungersnot in Somalia sind
nach US-Angaben in nur drei Monaten allein knapp 30 000 Kinder zum
Opfer gefallen, Zehntausende Menschen sind insgesamt gestorben. Die
perfiden Angriffe somalischer Milizen auf Flüchtlingskonvois
erschweren Hilfslieferungen, Berichte von masse
Ohne Rumänien, Polen und Tschechien wäre auch
die deutsche Revolution nicht vorstellbar gewesen. Heute sind wir mit
diesen Ländern in der Europäischen Union vereint. Die Glücksgefühle
halten sich darüber in Grenzen, und das ist kein gutes Zeichen. Doch
im Kern ist die EU keine Währungs-, sondern eine
Freiheitsgemeinschaft – das Gegenteil des mauergeteilten
Ost-West-Zustands.
Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefo
Das Verbot hochspekulativer Leerverkäufe an den Börsen durch vier
Staaten ist ein Beispiel untauglicher Placebo-Politik im Kampf gegen
den grenzenlosen Börsenkapitalismus. Weder Frankreich noch Italien
oder gar Spanien und Belgien sind für die Finanzwelt von
unaustauschbarer Bedeutung. Das von ihnen ausgesprochene Verbot ist
leicht zu umgehen und entwickelt nur symbolische Kraft. Es ist
Ausdruck eines national geprägten Poli
Kaum sind ein paar Milliarden mehr in Aussicht,
da flammt der schwarz-gelbe Streit um die Steuern abermals auf.
Bürger entlasten!, ruft die FDP. Schulden senken!, kontert die CDU.
Dabei ist die Dauerdebatte aus zwei Gründen schädlich und unsinnig.
Erstens: Bevor das Fell zerteilt wird, muss der Bär erst noch erlegt
werden. Ob das Steuerabkommen in dieser Form tatsächlich von den
Parlamenten beider Länder abgesegnet wird, ist noch nicht ausgemacht.
Auch die H&o
Die Grünensprecherin für Medienpolitik, Tabea Rößner, hat die vorläufige, positive Bewertung der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) zu einem Internet-Jugendschutzprogramm begrüßt. "Damit wird Eltern endlich ein freiwilliges Instrument an die Hand gegeben, um das Risiko zu minimieren, dass der minderjährige Nachwuchs beim Surfen auf Seiten mit kinder- und jugendgefährdenden Inhalten stößt", erk