Mitteldeutsche Zeitung: zum Arzneimittelreport

Man muss kein Fachmann sein, um zu wissen, dass
suchtkranken Menschen süchtig machende Medikamente nicht verordnet
werden sollten. Man braucht keine medizinischen Kenntnisse, um eine
Anti-Baby-Pille mit geringen Nebenwirkungen einem risikoträchtigeren
Konkurrenzprodukt vorzuziehen. Auch Pflege-Laien ahnen, dass
Wirkstoffe zur Ruhigstellung von Demenzkranken, die die Sterbezahlen
erhöhen, nicht der Weisheit letzter Schluss sein können. Der
Personalmangel in Pflegeheimen

Mitteldeutsche Zeitung: zu Cyber-Abwehr

Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum ist ein Versuch,
mit den Gefahren der Digitalisierung irgendwie Schritt zu halten. Auf
den ersten Blick wirkt dieser Versuch geradezu niedlich. Zehn Bonner
Davids stemmen sich gegen den digitalen Goliath. Was soll das werden,
wenn–s fertig ist? Doch damit tut man dem Staat diesmal bitter
unrecht. Es ist vielmehr so, dass die Digitalisierung unser Leben in
ungeheurer Geschwindigkeit verändert – quantitativ wie qualitativ.
Das Motto lautet: Tempo, Tempo

Mitteldeutsche Zeitung: zu Querelen in der SPD-Sachsen-Anhalts

Katrin Budde die Führungsqualität abzusprechen – es
gibt kaum Vorwürfe unter Spritzenpolitikern, die schwerer wiegen.
Bullerjahn hat sie zudem attackiert, obwohl Budde – peinlich genug –
bereit war, den Stein des Anstoßes als "Übermittlungsfehler"
öffentlich abzuräumen. Will er nach 2009 einen neuen Titanenkampf in
der Landes-SPD eröffnen? Es ist nicht die einzige offene Frage. Eine
andere: Warum stellt sich Bullerjahn mit dem Vorschlag ei

Rheinische Post: Profit mit der Pille

Ein Kommentar von Eva Quadbeck:

Auf dem Arzneimittelmarkt liegen Fluch und Segen nah beieinander.
Die richtigen Wirkstoffe heilen Krankheiten, schenken Lebensjahre und
erhöhen die Lebensqualität. Erst die Anti-Baby-Pille hat es den
Frauen ermöglicht, ihr Leben frei und selbstbestimmt zu planen. Wenn
nun aus Profitgier, wie es der Arzneimittelreport nahe legt, jungen
Frauen riskante Verhütungsmittel verschrieben werden, dann gehört
diese Praxis an den Pranger. Di

Rheinische Post: Schulfrieden in NRW ist möglich

Ein Kommentar von Detlev Hüwel:

Für ihr Lieblingsprojekt Gemeinschaftsschule braucht die
NRW-Regierung ein Schulgesetz. Das hat ihr das Oberverwaltungsgericht
Münster kürzlich ins Stammbuch geschrieben. Der Trick, die neue
Schulform als "Modellversuch" zu deklarieren, ist im Fall Finnentrop
gründlich misslungen. Eine flächendeckende Ausweitung der
Gemeinschaftsschule, wie von Rot-Grün angestrebt, ginge allerdings
überwiegend zulasten der

Freie Presse (Chemnitz): Milbradt: Griechenland muss sich vom Euro verabschieden

Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Georg
Milbradt (CDU) fordert eine rasche Rückkehr Griechenlands zur
Drachme. "Das muss schnell ohne Ansage erfolgen", sagte er im
Gespräch mit der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse"
(Donnerstagausgabe). Milbradt räumte ein, dass dies nicht
schmerzlos und ohne Risiko sei. "Allerdings sind die anderen
Alternativen noch schmerzhafter und wenig erfolgversprechend." Europa
müsse den Euro-Austri

Koch-Mehrin kündigt Überprüfung der Doktortitel-Aberkennung an

Die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Aberkennung ihres Doktortitels prüfen zu lassen. Die Mängel ihrer Dissertation seien ihren damaligen Gutachtern bekannt gewesen, der Promotionsausschuss habe ihr im Jahr 2000 in voller Kenntnis aller Schwächen der Arbeit den Doktortitel verliehen, erklärte die FDP-Politikerin am Mittwoch nach Bekanntwerden der Entscheidung der Uni Heidelberg. Die FDP im EU-Parlament ist unterdess