RNZ: Lobeshymnen

Die Rhein-Neckar-Zeitung kommentiert den
Eurovision Song Contest: "Der einst biedere Schlager-Grandprix ist
längst eine Riesenparty geworden, bei der vieles Platz findet: Gute
und schlechte Sänger, Neuentdeckungen und vergeigte Comebacks, viel
Mainstream, wenig Innovatives und reichlich Abseitiges. Die Musik ist
bei allem Gigantismus, der an seine Grenzen stoßen wird, fast zur
Nebensache geworden. (…) Die Ironie, mit der Raab den ESC zur
"nationalen Aufgabe&quot

Palästinenserpräsident Abbas: Blutvergießen war nicht umsonst

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, sagte am Sonntag, dass das Blutvergießen nicht umsonst gewesen sei. Am heutigen Sonntag hatten tausende Palästinenser versucht, die israelischen Grenzen mit dem Libanon und Syrien zu stürmen. Hintergrund ist der sogenannte Nakba-Tag, der Tag der Katastrophe. Dieser Begriff wird von den Palästinensern für die Staatswerdung Israels im Jahre 1948 verwendet. Bei den Demonstrationen und Protes

Rheinische Post: Jäger unter Druck

Ein Kommentar von Ulli Tückmantel:

Kein Mitglied der rot-grünen Landesregierung in NRW steht derzeit
so unter Druck wie Innenminister Ralf Jäger. Als Vorsitzender der
Duisburger SPD plagt er sich mit einer Affäre um Spenden, Gutachten
und den faktischen Verkauf von Ratsmandaten, die für ihn längst noch
nicht ausgestanden ist. Und schon droht ihm neues Ungemach: Die
Staatsanwaltschaft bestätigt nicht nur die bereits bekannten Fehler
der Polizei, die mi

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur FDP

Ist er der nette Dr. Rösler von nebenan oder
einer, der schwarze Frösche in kochendes Wasser wirft? Ist er nun von
Herkunft Asiat oder ein Kommunalpolitiker aus Bückeburg? Macht er
Herrenwitze abends an der Hotelbar, das fragte gestern der »stern«,
oder sind ihm Frau, Kinder und Oma »Klärchen« wichtiger, wie die
»Bild am Sonntag« signalisiert? Nicht jede Antwort ist wirklich
wichtig, aber: Der neue FDP-Vorsitzende und ebenso frischgeb

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Dominique Strauss-Kahn

Es ist ein Donnerschlag: Einer der mächtigsten
Männer der internationalen Wirtschaft soll ein Zimmermädchen sexuell
belästigt haben. Ob sich die Vorwürfe gegen Dominique Strauss-Kahn
bewahrheiten oder nicht – mitten in der Schuldenkrise ist ein
festgenommener IWF-Chef das letzte, was Europa gebrauchen kann. Der
Internationale Währungsfonds ist eine bedeutende Organisation. Er
fördert die internationale Zusammenarbeit in der Währungspolitik,
stabilis

Schäuble: IWF nach Festnahme von Strauss-Kahn „arbeitsfähig“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht den Internationalen Währungsfonds (IWF) trotz der Festnahme von Dominique Strauss-Kahn, geschäftsführender Direktor des IWF, als "arbeitsfähig" an. Im "Bericht aus Berlin" des ARD-Hauptstadtstudios sagte Schäuble, dass "der IWF eine große Institution" wäre und an den morgigen Sitzungen der Euro-Gruppe "ein Stellvertreter des Managing Direktors teilnehmen" werde. "Die

RNZ: Der Markenkern

Wenn der neue Parteichef die Inhalte in den
Vordergrund stellt, dann leistet er seiner Partei den größten Dienst.
Philipp Rösler wird es zwar insbesondere neben einem Fraktionschef
Brüderle schwer haben. Aber dessen Assistenz beim Thema Atomkraft
eröffnet den Liberalen andererseits die Option als einzige
Pro-Atomkraft-Partei in den Wahlkampf zu ziehen. Das mag dieser Tage
noch aberwitzig klingen, ist aber eine wesentlich reellere
Perspektive als das Mantra der

Rheinische Post: Geschmeidige Linke

Ein Kommentar von Detlev Hüwel:

Ein Jahr nach der Landtagswahl kann die rot-grüne
Minderheitsregierung erleichtert aufatmen. Die von ihr ausgerufene
"Koalition der Einladung" zeigt nachhaltig Wirkung: Die
oppositionelle Linkspartei ist eindeutig der Dritte im Bunde; an ihr
wird die Regierung von Hannelore Kraft (SPD) in dieser
Legislaturperiode, die bis zum Jahr 2015 währt, gewiss nicht
scheitern. Das ist die zentrale Botschaft, die gestern vom kleinen
Parteit

Rheinische Post: Der Absturz des IWF-Chefs

Ein Kommentar von Matthias Beermann:

Bis gestern Morgen war Dominique Strauss-Kahn als Chef des
Internationalen Währungsfonds (IWF) ein mächtiger Mann. An der Spitze
der Finanzorganisation gestaltete er Weltpolitik. Beim Kampf gegen
die Bankenkrise spielte "DSK", wie ihn die Franzosen nennen, eine
zentrale Rolle, und auch bei der Rettung des Euro redet er ein
gewichtiges Wort mit. Er war auf dem Weg zu einem Euro-Krisentreffen
mit Angela Merkel, als ihn amerikanische

Bundesregierung und EZB auf Kollisionskurs

Zwischen der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein Konflikt wegen der möglichen Griechenland-Umschuldung ausgebrochen. Wie die "Welt" aus der Zentralbank erfuhr, fühlen sich die Währungshüter von Berlin im Stich gelassen und sehen sogar ihre Unabhängigkeit in Gefahr. "Die Regierung versucht, der Notenbank das Problem vor die Tür zu kehren", heißt es in hochrangigen EZB-Kreisen. Ziel der Deutschen sei es offenba