Rheinische Post: „Rambo“ Niebel

Ein Kommentar von Gregor Mayntz:

Kann Rambo auch Recht haben? Dirk Niebel, der alte Haudegen der
FDP, ist ins Entwicklungsministerium eingeschlagen wie Sylvester
Stallone am Hindukusch. Dass er jetzt mit einem Knalleffekt aus einem
Regenwald-Projekt ausgestiegen ist, passt ins Bild von Dirk, dem
Rambo mit der Fallschirmjägerkappe. Es geht um ein Vorhaben, das
Ökofreunde fasziniert von einer besseren Welt träumen lässt: Ecuador
lässt ein Stück Regenwald unan

Rheinische Post: Sarkozys Ausfall

Ein Kommentar von Anja Ingenrieth:

Wie eine Mischung aus Napoleon und Sonnenkönig brüskiert
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Streit um die Rechtmäßigkeit
der Pariser Roma-Abschiebungen Angela Merkel und demontiert nebenher
auch noch die EU-Kommission. Er zerschlägt europapolitisches
Porzellan, und zwar zur innenpolitischen Profilierung im rechten
Wählerspektrum. Der EU-Exekutive spricht er aus dem verletztem Stolz
einer "großen Nati

Rheinische Post: Dem Terror ist nichts heilig

Ein Kommentar von Matthias Beermann:

Natürlich denkt man sofort an die Szene auf dem Petersplatz in
Rom, wo am 13. Mai 1981 der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Agca
auf Papst Johannes Paul II. schoss. Nun ist möglicherweise sein
Nachfolger einem weiteren Attentat entgangen. Noch ist es zu früh, um
über den Grad der Gefährdung zu urteilen, der von den fünf in London
verhafteten Männern ausging. Doch sollte sich bestätigen, dass sie
tats&au

Westdeutsche Zeitung: Nicolas Sarkozy gefährdet mehr als seine Karriere – Der Unberechenbare im freien Fall
Von Martin Vogler =

Vom "Super-Sarko" zum Lügenbold: Das Ansehen
von Nicolas Sarkozy rutscht mit unglaublicher Geschwindigkeit ab.
Wenn das nur das Problem eines überdrehten Selbstdarstellers wäre,
müssten wir uns nicht damit beschäftigen. Doch genaueres Hinschauen
lohnt, denn die Ausrutscher des französischen Präsidenten schaden
auch Deutschland, der Europäischen Union und dem Rest der Welt.

Doch auch für Frankreich selbst sind die Ausraster des erste

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Rücktritt von Wolfgang Drexler

Drexlers Rückzug gibt keinen Anlass zu Häme und
Schadenfreude. Er ist auch kein Indiz dafür, dass die Front der
Befürworter zu bröckeln beginnt. Dem Sozialdemokraten gebührt weit
mehr als pflichtschuldig gezollter Respekt für seinen unermüdlichen
Einsatz und seinen konsequenten Entschluss. Er hat Dank verdient. Wie
kein anderer hat der versierte Kenner des Bahnprojekts ein Jahr lang
die Pfeile der Gegner auf sich gezogen. Sie sind von ihm abgeprallt,

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Energiekonzept

»Deutschlands beste Jahre kommen noch«, hat
Norbert Röttgen 2009 bevor er Bundesumweltminister wurde, sein
jüngstes Buch überschrieben. Er zeigt darin keine Furcht vor der
Globalisierung, sieht vielmehr allen Grund, diese aktiv zu gestalten.
Sozialethisches Fundament, Erhard–sche Ordnungspolitik und neue
Technologien sind für ihn Rüstzeug für die Zukunft. Hinzu gesellt er
das Zauberwort Effizienz und schon wird Energiepolitik zum
Wachstumsmotor. S

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Krise beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Träger
vieler sozialer und kultureller Einrichtungen, steckt in seiner
bisher schlimmsten Finanzkrise. Es fehlen 320 Millionen Euro. Ähnlich
geht es dem Landschaftsverband Rheinland. Hier müssen die konkreten
roten Zahlen noch ausgerechnet werden. Auch hier wird ein großes
Defizit erwartet. In Zeiten schwerer Krisen ist es auch an der Zeit,
über das Nebeneinander von zwei Landschaftsverbänden, einem
Regionalverband Ruhr

Neue Westfälische (Bielefeld): Neue Westfälische, Bielefeld:
KOMMENTAR
Erika Steinbach und das deutsch-polnische Verhältnis
Besserung nicht in Sicht
ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Was sich die Vertriebenenpräsidentin Erika
Steinbach bisher an sogenannten missverständlichen Äußerungen
hinsichtlich des deutsch-polnischen Verhältnisses geleistet hat,
wurde von CDU-Parteifreunden stets relativiert. Im Grunde habe
Steinbach mäßigend gewirkt und die radikalen Kräfte herausgehalten.
Mag diese Argumentation einst richtig gewesen sein – sie zieht nicht
mehr. Denn Steinbach beschwichtigt nicht mehr. Sie zündelt. Besserung
ist nic