Rheinische Post: Eine Mali-Mission? = Von Gregor Mayntz

Ist den Deutschen Afrika wirklich so nah, dass
die Bundeswehr nun einen Marschbefehl nach Mali bekommen muss, damit
die dortige Regierung die Lage wieder in den Griff bekommen kann?
Spätestens, wenn Deutsche einem verheerenden Al-Qaida-Anschlag zum
Opfer fallen und die Spuren dann in das afrikanische Land führen,
wäre die Frage auf erschreckende Weise beantwortet. Jahrelang hat der
Westen vor 2001 zugesehen, wie Afghanistan zum Aufmarschgebiet für
die Zerstörung ge

Rheinische Post: Sanfter Steinbrück = Von Michael Bröcker

Als witzig, klug und verlässlich hat Peer
Steinbrück vor 2009 Bundeskanzlerin Merkel beschrieben. Nun muss der
SPD-Politiker als Kanzlerkandidat gegen seine frühere Chefin wettern.
Dieser Positionswechsel ist nicht ganz einfach, wie gestern im
Bundestag zu erleben war. Peer Steinbrück kritisierte und mäkelte
gegen die Regierungschefin. Doch eine richtige Attacke konnte und
wollte der Ex-Finanzminister nicht reiten. Die SPD-Strategen hatten
davor auch gewarnt. Einen

WAZ: Der Kampf um den Drogerie-Kuchen – Kommentar von Frank Meßing

Handelsexperten gehen davon aus, dass es in
Deutschland 25 Prozent zu viel Verkaufsfläche gibt. Discounter und
Shopping Center sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Der Kuchen,
den sie untereinander verteilen können, wurde aber nicht größer. Mit
der Mega-Pleite der Drogeriekette Schlecker wittert der Handel
plötzlich wieder Morgenluft. Die vier Milliarden Euro Umsatz, die
seit dem Sommer sozusagen auf der Straße liegen, gilt es zu
verteilen. Davon kann d

Rheinische Post: Mittel für Straßen gerecht verteilen = Von Gerhard Voogt

Die Warnung vor einem Verkehrsinfarkt auf den
Straßen in NRW ist nicht ganz neu. In regelmäßigen Abständen weisen
Studien auf die Auswirkungen des zunehmenden Schwerlastverkehrs hin.
Etliche Bauwerke, die in den 50er und 60er Jahren gebaut worden sind,
halten der Belastung nicht mehr stand. Vielen Autofahrern graut es
schon jetzt bei dem Gedanken an das drohende Chaos im Großraum Köln,
wenn im Zuge der A 1 bei Leverkusen die Autobahnbrücke über dem

WAZ:Ökolust und Strompreisfrust – Kommentar von Ulf Meinke

Und wieder ein kleiner Strompreis-Schock: Nicht nur
die Förderung für Sonnen- oder Windkraftwerke, sondern auch der
Ausbau der Stromnetze treibt die Kosten für Verbraucher in die Höhe.
Dass die Energiewende nicht zum Nulltarif erhältlich ist, liegt auf
der Hand. Doch so manchen Bürger beschleicht mittlerweile der
Verdacht, er alleine trage die Lasten des Atomausstiegs.
Windpark-Investoren oder Netzbetreibern winken auskömmliche Renditen,
Bauern profitiere

Westdeutsche Zeitung: Das neue Wahlrecht kommt den Bürger teuer zu stehen = Von Frank Uferkamp

Es ist ein seltenes Bild, dafür umso
bemerkenswerter: Volker Kauder, Frank-Walter Steinmeier, Renate
Künast und Rainer Brüderle – sie alle klopfen sich nun auf die
Schulter. Denn sie haben geradezu Historisches zustande gebracht: Sie
haben sich nach fünf Jahren auf die Grundzüge eines Wahlrechts
geeinigt, das endlich den Vorgaben des Verfassungsgerichts genügt –
wahrscheinlich jedenfalls.

Doch Ironie beiseite, es ist die blanke Selbstverständlichkeit,

Zeitung: Regierung kritisiert Fusionsstrategie von EADS-Chef

Die Bundesregierung wehrt sich gegen den Vorwurf des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, die Megafusion mit BAE Systems sei am Widerstand Berlins gescheitert und kritisiert in einem vertraulichen Papier des Bundeswirtschaftsministeriums ihrerseits die Fusionsstrategie von EADS-Chef Tom Enders. "In der Gesamtschau bleibt festzuhalten, dass wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg des Vorhabens nicht vorlagen", heißt es in dem Bericht, der dem "Handelsblatt"

Berliner Zeitung: Zu Chinas Wirtschaftsentwicklung:

Chinas Wirtschaft kühlt sich ab. Nur noch 7,4
Prozent wuchs das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal. Nur noch?
Hierzulande träumt man von solchen Zahlen. Allerdings lassen sich die
Konjunkturdaten aus Schwellenländern nicht mit denen entwickelter
Industrienationen vergleichen. Chinas Wachstum beruhte drei
Jahrzehnte lang maßgeblich auf dem Export billiger Waren und den
Investitionen in Infrastruktur und Städtebau. Inzwischen jedoch
fordern Chinas Arbeiter h&ou

Frankfurter Rundschau: Zum Fall Schavan und einer neuen Kultur der Transparenz:

Der unerbittlich nach Schwachstellen abgetastete
Abgeordnete aber ist letztlich auch ein in seiner politischen
Freiheit beschränkter Abgeordneter. Der Fanatismus der Transparenz,
der Plagiatejäger ebenso beseelt wie jene, die einen in allen
Lebensbereichen einsehbaren politischen Repräsentanten wollen, ist
schließlich auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Schadensfalls,
dessen ganze Dimension noch gar nicht erfasst scheint.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Kira