Wissenschaftler denken in anderen Dimensionen. Für
Versicherungsmathematiker etwa ist die Altersarmut, die viele
künftige Rentner treffen kann, auch ein temporäres Problem:
Ausgerechnet die geburtenstarken Jahrgänge bekommen immer weniger
Kinder. Ein Problem daher, das sich in einigen Jahrzehnten zum Teil
von selbst lösen wird. Das hilft den betroffenen Generationen jedoch
wenig. Machen wir uns nichts vor: Weil viele Menschen keine Kinder
haben, wird das beitragsf
Wir leben in einer Empfehlungsökonomie. Umsätze steigen nicht länger proportional zum Werbedruck, sondern mit der Güte der Reputation, der Wertigkeit der Mundpropaganda und der Zahl der aufrichtigen Weiterempfehlungen. Werbung, auf die zu achten es sich lohnt, kommt nun vornehmlich aus dem Kreis engagierter Verbraucher. Und kaufbestimmend ist, was das eigene Netzwerk sagt.
Nach 35 Jahren Vollzeitarbeit bei einem Verdienst
von 2 500 Euro würde es 688 Euro geben, gerade mal so viel wie die
Grundsicherung. Ein drastische Darstellung. Aber von der Leyen ist
nicht zwischendurch aus dem Arbeitsministerium zur Gewerkschaft
gewechselt. Sie will die Zuschussrente durchsetzen, auch wenn sie von
allen Seiten kritisiert wird. Auch wenn sie nur dazu führt, dass eine
karge Rente etwas weniger karg wird. Es ist also wenigstens ein
bisschen sozial.
Die Grünen befinden sich mit dieser bei ihnen schon
in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts populären Idee auf der
Höhe der Zeit. Als einzige der etablierten Parteien. Überall wird
über mehr Bürgerbeteiligung, Transparenz und direkte Demokratie
geredet, nur die großen Parteien wollen nichts davon wissen – die
SPD vornweg. Nicht etwa ihre Mitglieder dürfen entscheiden, wer
gegen Angela Merkel antreten soll. Das wird vom engsten Klüngel
Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg. Die negative
Form der altbekannten Lebensweisheit trifft meistens noch
verlässlicher zu als ihre Positiv-Variante. Bezogen auf das
Steuerabkommen, das Deutschland mit der Schweiz abschließen wollte,
heißt das: Es ist mindestens bis zur nächsten Bundestagswahl
politisch tot. Zu groß erscheint der SPD der Nutzen ihrer
Blockadehaltung im Bundesrat, als dass sie diese aufgeben würde. Die
Oppositionsunkultur des ehemaligen
Keine Fans? Falsch. Diese Krawallmacher verstehen
sich selbst ausdrücklich als Fans, als Vorzeige-Fans sogar, weil sie
– aus ihrer kruden Weltsicht heraus – glauben, Dinge in die Hand zu
nehmen. Und ganz viele dieser Krawallmacher geben offen zu, dass
ihnen Gewalt zu Anerkennung in der Szene verhilft. All das zeigt
nur: Die Diskussion um Gewalt im Fußball mag so intensiv wie nie
geführt sein, aber sie ist nach wie vor geprägt von immenser
Heuchelei.
Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hat sich gegen die Erteilung einer Banklizenz für den europäischen Rettungsmechanismus (ESM) ausgesprochen. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagausgabe) bedauerte Zeil gleichzeitig, dass sich auch "mein Parteifreund Wolfgang Kubicki" den Apologeten der "Bazooka-Theorie" angeschlossen habe. Wer glaube, die Finanzmärkte würden die Zinsen allein aufgrund des Versp
Die Grünen wollen ihre Spitzenkandidaten für die kommende Bundestagswahl durch eine Urwahl bestimmen lassen. Nachdem bereits vor einigen Monaten ein Mitgliedervotum vorgeschlagen worden war, stimmte am Sonntag ein kleiner Parteitag mit rund 80 Delegierten diesem Antrag des Parteivorstands fast einstimmig zu. Das Ergebnis der Urwahl soll laut der Partei bis spätestens 9. November feststehen. Zur Wahl stehen bislang Katrin Göring-Eckardt, Renate Künast, Claudia Roth, Franz
Köln. Martin Walser bezeichnet es als "katastrophal",
müsste Griechenland den "Euro-Raum" verlassen. Es zeige sich jetzt,
sagt der Schriftsteller im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Montag-Ausgabe), dass man diese große politische Situation nicht den
Wirtschaftsexperten alleine überlassen dürfe. Wenn Europa eine
Realität sein wolle, müsse die Rettung Griechenlands gelingen.
Die Ministerin hat gezündelt. Besonders
verantwortungsvoll handelt Ursula von der Leyen nicht. Sie schockt
Durchschnittsverdiener, wenn sie für diese Mini-Renten
prognostiziert. Sie streut sozialen Zündstoff, der das Zeug hat, den
bürgerlichen Mittelstand zu radikalisieren.
Besonders bedenklich an diesem riskanten Weg ist das Motiv der
Ministerin. Denn sie handelt aus taktischen Gründen, will ihre
persönliche Position in Sachen Zuschussrente verbessern, &u