Berlin: SPD und Grüne einigen sich auf A100-Kompromiss

In ihrem zweiten Sondierungsgespräch haben sich SPD und Grüne auf einen Kompromiss im Streit über den Weiterbau der Stadtautobahn A100 geeinigt. Dies galt als größter Streitpunkt zwischen den beiden Parteien. Den Vorschlag wollen SPD und Grüne nun ihren Landesvorständen am Montag vorlegen. Einzelheiten über den Inhalt wurden bisher nicht bekannt gegeben. Damit deuten fünf Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin alle Zeichen auf eine rot-grü

Rheinische Post: Lehre des Zweifelns

In der Physik ist nur wenig in Stein gemeißelt,
und jede Erkenntnis gilt nur so lange, bis ein neues Ergebnis sie
widerlegt. Das gilt auch für so berühmte Ideen wie die
Relativitätstheorie, die bislang jeden Versuch, sie zu widerlegen,
überstanden hat. Nun aber könnten Physiker des europäischen
Kernforschungszentrums Cern genau das geschafft haben. Und das nicht
einmal aus Absicht, sondern rein zufällig. Ist das eine Tragödie?
Nicht wirklich. W

NRZ: Die Sensation ist ausgeblieben – Kommentar von Thomas Rünker

Da kommt der Papst aus dem Land der Reformation an
den Ort der Reformation, trifft die Kinder der Reformation – und
nichts passiert. Zumindest nichts in den Augen derer, die an das
historische Treffen hohe konkrete Erwartungen geknüpft hatten. Die
Sensation ist ausgeblieben. Keine Freigabe der Kommunion für
evangelische Ehepartner, keine Verabredung, wie man in der Diskussion
um das strittige Amtsverständnis zwischen Katholiken ("nur geweihte
Menschen sind Priester&quot

Börsen-Zeitung: Stunde der Wahrheit naht, Börsenkommentar „Marktplatz“, von Christopher Kalbhenn

Relativ zur Hektik an den Finanzmärkten und zum
Tempo, mit dem Dividendentitel in den zurückliegenden Wochen nach
unten gerauscht sind, machen die Aktienanalysten derzeit den Eindruck
eines eher ruhig veranlagten Menschenschlages. Um gerade einmal 6%
sind die Prognosen für den aggregierten Gewinn je Aktie der
Dax-Unternehmen im nächsten Jahr seit Anfang August gesunken, während
der Index 27,5% eingebüßt hat. Mit einer 723 Indexpunkten
entsprechenden Konse

Schmalzl zieht Kandidatur zum Generalbundesanwalt zurück

Der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat seine Kandidatur zum Generalbundesanwalt zurückgezogen. Ein Sprecher von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger teilte am Freitag mit, Schmalzl sei diesen Schritt gegangen, da er keine Aussicht auf eine Mehrheit im Bundesrat gehabt habe. Damit tritt Schmalzl nicht die Nachfolge von Monika Harms wird, die Ende des Monats in den Ruhestand geht. Leutheusser-Schnarrenberger bedauere diese Entscheidung, könne

Rheinische Post: Palästina auf Antrag

Die Palästinenser haben ihre Ankündigung wahr
gemacht und einen Antrag auf Anerkennung eines eigenen Staates bei
der Uno eingereicht. Man kann ihnen diesen Schritt nicht zum Vorwurf
machen. Die Palästinenser wollen Druck ausüben, das ist ihr gutes
Recht. Ob das auch klug war, daran sind indes Zweifel erlaubt. Das
ganze Geschachere im Vorfeld der Uno-Hauptversammlung hat die Fronten
im Nahen Osten erst einmal weiter verhärtet. Dabei führt an einer
Einigung mit

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Rückzug von Johannes Schmalzl

Ein Generalstaatsanwalt spricht Schmalzl die
Befähigung ab. Der verliert die Beherrschung und sendet eine Wutmail.
Sie gelangt – oh Wunder – an die Öffentlichkeit und liefert dem
Pfälzer Kurt Beck (SPD) eine gute Begründung für ein Nein. Mit
Schwarz-Gelb – das sei hinzugefügt – haben die SPD-Länder alte
Rechnungen offen.Schmalzl düpiert, die FDP um eine Niederlage
reicher, die SPD an Souveränität ärmer, ein neuer Generalbundesanwalt
nic

Rheinische Post: Der Papst und dieÖkumene

Nein, dieser Tag hat die Ökumene nicht neu
gemacht. Er erwarte von seinem Treffen mit der evangelischen Kirche
in Erfurt, an einer der Wirkungsstätten Martin Luthers, keine
Sensationen, hatte Papst Benedikt schon vergangene Woche betont.
Erfurt hat tatsächlich nicht den Durchbruch gebracht. Was bleibt, ist
vor allem Interpretationsbedarf – über den Wunsch des Papstes,
Katholiken und Protestanten möchten sich "gegenseitig helfen, tiefer
und lebendiger zu glaube

NRW-Gesundheitsministerin Steffens sieht Arbeitgeber bei Burnout in der Pflicht

Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) sieht die Arbeitgeber in der Verantwortung, um Burnout-Erkrankungen zu vermeiden. "Angebote zum Stressabbau müssen ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und passgenau auf die Abläufe im Betrieb und die Belastung der Beschäftigten abgestimmt sein", sagte sie der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Das beste Rezept gegen die Erkrankung sei eine "ges

WAZ: Intelligente Vernetzung – Kommentar von Christopher Shepherd

Wer die Energiewende will, darf sich nicht nur die
Frage stellen, wie schnell die heimischen Kernkraftwerke abgeschaltet
werden müssen. Sondern auch, wie die Energie künftig transportiert
wird, die den Atomstrom ersetzen soll.

Das Problem dabei: Die deutschen Übertragungsnetze sind veraltet
und müssen dringend modernisiert werden. Daher sind die Überlegungen
der Netzbetreiber zu begrüßen, neue Hochspannungstrassen zu bauen.
Diese sind nötig, um i