Nein, auf die Mainzelmännchen und Onkel Otto wollen
wir nicht verzichten. Das ist aber noch lange kein Grund, die
öffentlich-rechtlichen Sender nicht von der Werbung zu befreien und
so endlich zu einer klaren Rundfunkordnung zu kommen. Es gibt in
dieser uralten Debatte ein einmaliges historisches Fenster, das es zu
nutzen gilt. Zum Nutzen einer sauberen dualen Rundfunkordnung. Und
zum Nutzen von ARD und ZDF, die im Zeitalter der medialen Verflachung
endlich einen Anlass fände
Ein gewinnendes Lächeln, ein unschuldiger Blick und
eine recht zierliche Statur – Mary Barra wirkt wie das nette Mädchen
von Nebenan. Doch machen wir uns nichts vor: Wer es an die Spitze von
GM schafft, muss mit allen Wassern gewaschen und knallhart sein. Sie
strahlt Ruhe und Souveränität aus. Doch dieser Souveränität müssen
mit Blick auf Opel bald auch entsprechend souveräne und vor allem
konkrete Entscheidungen folgen. Wie genau hält es Barra m
Nichts zeigt die Verkennung eines Themas deutlicher
als die Art und Weise, wie die ARD mit dem Interview mit Edward
Snowden umgegangen ist. Das seit Langem einzige Gespräch mit dem
Mann, der eine der größten außenpolitischen Erschütterungen der
letzten Jahre ausgelöst hat, wird im Spätprogramm versteckt. Waren da
schon wieder dunkle Mächte am Werk? Nein, das wohl nicht. Es zeigt
einfach nur, wie wenig politisches Kapital vermeintlich aus dem Thema
z
Die meisten Telekom-Kunden haben es wahrscheinlich
gar nicht gemerkt. Wie immer erhalten sie ihre Rechnung als PDF-Datei
per E-Mail und wie immer steht darauf, dass der Betrag X vom Konto
abgebucht wird. Doch durch die Umstellung auf das europaweit
einheitliche Zahlungssystem Sepa findet sich dieses Mal noch einiges
mehr auf der Rechnung – nämlich die komplette neue
Sepa-Kontoverbindung mit vollständiger Iban und BIC. Das ist kein
Problem, wenn die Kunden dem Rat der Verbrauchers
Auf fatale Weise erinnert der Gang der Dinge, mit
denen der ADAC derzeit die Republik in Atem hält, an die Affäre
Christian Wulff. Etwas kommt ans Tageslicht, schlägt Wellen, weil es
womöglich illegal ist oder zumindest schräg, es folgt eine
Entschuldigung. Dann kommt das nächste, und vielleicht noch etwas,
und urplötzlich hat der staunende Betrachter den Eindruck, vor einem
stinkenden Fisch zu stehen. Der Fisch stinkt vom Kopf. Viel Unheil
richten Mensc
Auf Dauer lässt sich der Wunsch eines Volkes nach
einer besseren Zukunft nicht niederknüppeln, vor allem wenn die
Chance dazu so greifbar ist wie im Fall der Ukraine. Das weiß
Wladimir Putin nur allzu gut. Und dennoch hat er den Menschen seinen
Willen aufzwingen lassen. Jetzt sind zwei Menschen erschossen worden.
Wer auf den Abzug gedrückt hat, ist noch nicht klar. Ob es je geklärt
werden wird, bleibt ungewiss. Gewiss hingegen ist, dass eine Grenze
überschritt
Oberflächlich betrachtet mag der Wulff-Prozess
wirken wie eine Farce, er ist aber keine. Für Christian Wulff geht es
nach wie vor schlicht und ergreifend um alles;und ein Freispruch, der
doch schon so nahe zu sein scheint, kann innerhalb von Sekunden ins
Wanken geraten. Es geht um Wahrheitsfindung. Die ist oft enorm
mühsam. Zeugen, die sich nicht erinnern können oder wollen, sind in
Strafprozessen das Normalste der Welt. Da ist Olaf Glaeseker zwar ein
besonders versiert
Im Internet gibt es nichts umsonst. Wer das glaubt,
glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann. Wir bezahlen auf
alle Fälle, nämlich mit unseren Daten. Dieser Verlust an Privatsphäre
ist – solange nicht NSA und andere ihre Finger im Spiel haben – erst
einmal gewollt und mit ein wenig Vorbereitung auch leidlich
kalkulierbar. Aber leider reicht die Gefahr des Verlustes immer öfter
tiefer, nämlich dann, wenn wie im neuesten Fall Kriminelle das Netz
für ihre
Verfassungswidrig! Eine wirkungsvollere Keule gibt
es nicht, um unliebsame Positionen abzuräumen. So verhält es sich
auch mit der Stellungnahme der Bundestagsverwaltung zu möglichen
Ausnahmen vom geplanten Mindestlohn. "Ganz oder gar nicht", ist eine
wunderbare Position, die sich immer leicht vertreten lässt. Wer die
Stellungnahme liest, muss allerdings feststellen, dass der
wissenschaftliche Dienst nur einen Fingerzeig gibt und keinesfalls
selbst diese apodi
Die Einladung des Uno-Generalsekretärs an den Iran,
ebenfalls an der geplanten Syrienkonferenz teilzunehmen, zeigt zwar,
dass der Mann verstanden hat, dass ohne Teheran im Nahen Osten nichts
mehr geht. Doch der Alleingang ist diplomatisch eine Katastrophe, die
zum Scheitern des Treffens führen kann, ehe es überhaupt begonnen
hat. Denn die Einbindung des Iran ohne Absprache mit den anderen
Teilnehmern, vor allem den USA und Saudi-Arabien wird vor allem bei
Letzteren als ein ni