Mitteldeutsche Zeitung: zu Arbeitslosengeld aus der Supermarktkasse

Der zweite Grund, der für den Weg der Arbeitsagenturen spricht, heißt wirtschaftliche Vernunft. Wenn 3,2 Millionen Euro Kosten allein für die vergleichsweise geringe Zahl von 400 000 Barauszahlungen im Jahr an den Kassenautomaten anfallen, ist das kein Pappenstiel. Das ist einerseits Geld, das von den Versicherten aufgebracht werden muss. Andererseits stehen diese Mittel nicht für […]

Mitteldeutsche Zeitung: zu Me-too-Kampagne

Denn hier geht es nicht um Privatprobleme, sondern um das gesellschaftliche Klima und gegenseitiges Vertrauen. Beides ist durch die Handlungen Einzelner schwer beschädigt worden. Und dies womöglich in der unterbewussten, früh geprägten Gewissheit seitens der Täter, das Man(n) ein Recht dazu hätte. Dem ist aber nicht so. Nach dem Gesetz sowieso nicht, aber auch in […]

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik Sachsen-Anhalt: Flüchtlinge ohne Job

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalts dauert laut Arbeitsagentur deutlich länger als erwartet. „Bisher hat etwa erst jeder zehnte Migrant aus Asylherkunftsländern einen festen Arbeitsplatz“, sagte der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Samstagausgabe). Im August 2017 waren danach 13 585 arbeitssuchende Geflüchtete gemeldet, dem gegenüber standen 1 […]

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik Fachkräftemangel: Innenminister fordert Einwanderungesetz

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) hält angesichts des Mangels an Fachkräften im Land ein Einwanderungsgesetz für nötig. „Wir sind in einer Situation, in der wir einen erheblichen Fachkräftemangel haben. Und wir brauchen eben nicht nur Fachkräfte aus der EU, sondern auch aus Drittstaaten.“ Grundlage einer solchen Einwanderung müssten laut Stahlknecht Deutschkenntnisse sein – „das ist […]

Mitteldeutsche Zeitung: zu Frauen in Vorständen/Bahn

Bis 2020 soll ein Viertel der Belegschaft weiblich sein und jede fünfte Führungsposition von einer Frau besetzt werden. Bisher liegt der Frauenanteil in Führungspositionen bei der Bahn bei 18,3 Prozent. Es wird schwer sein, die Privatwirtschaft zu überzeugen, Quoten einzuhalten, wenn selbst Unternehmen mit Beteiligung vom Bund sich schwertun, Frauen in den Vorstand zu holen. […]

Mitteldeutsche Zeitung: zu Nato und Panzerstraßen

Die Vorstellung, die Europäische Union wieder so aufzurüsten, dass sie militärischen Anforderungen genügt, dürfte zumindest in den westlichen Ländern kaum populär sein. Doch die Bedrohungsanalysen der Allianz, aber auch vieler östlicher EU-Staaten untermauert das Bild möglicher Aggression aus dem Osten. Und so werden die Länder, die sich am Montag zu einer europäischen Verteidigungsunion zusammenschließen, dieses […]

Mitteldeutsche Zeitung: zu Linke und Höhne

Je mehr Kipping und Riexinger durch das mindestens robuste Agieren Wagenknechts in die Defensive gerieten, desto mehr erwarteten sie von dem 42-Jährigen uneingeschränkte Solidarität. So fiel Höhn zwischen die Mühlsteine einer teils neurotischen Vierecks-Beziehung. Ob die Linke den Abgang verschmerzt, ist ungewiss. Wer wie Harald Wolf mal Senator war, der dürfte jedoch auch eine Partei […]

Mitteldeutsche Zeitung: zu Opel

Opel bewegt sich mit seinen Klein- und Kompaktwagen in einem Marktsegment, wo die Konkurrenz groß ist. Das Erobern von Marktanteilen ist extrem schwer, besonders gegenüber VW und Toyota. Deshalb liegt im Feld der Elektromobilität für Opel eine große Chance. Entscheidend wird hier aber Geduld sein. Mit E-Autos wird ein Autobauer in den nächsten zehn Jahren […]

Mitteldeutsche Zeitung: zur Steuerschätzung

Grundsätzlich kann eine Regierung mit Geld in der Kasse entweder die Ausgaben erhöhen oder die Steuern senken – oder beides. Die Jamaika-Parteien ringen um ihre Prioritäten, was verständlich ist. Schließlich hat die Bundestagswahl eine bunte, wenige homogene Truppe mit ganz unterschiedlichen Programmen zusammengewürfelt. Anders als vor vier Jahren mit Defiziten im Haushalt und einer SPD […]

Mitteldeutsche Zeitung: Flug-Affäre Büroleiterin des Finanzministers soll offenbar ihren Posten räumen

Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder (CDU) will sich nach MZ-Informationen von seiner Büroleiterin trennen. Er reagiert damit auf den schwindenden Rückhalt innerhalb seiner Partei. Die MZ hatte in der vergangenen Woche aufgedeckt, dass die Beamtin Schröder im Oktober bei einer Dienstreise nach Washington begleitet hatte. Dabei flog sie in der Business-Class, was der Landesrechnungshof für unzulässig […]