Mitteldeutsche Zeitung: zu Sicherungsverwahrung

Die mehrfache Verschärfung der Sicherungsverwahrung
seit Ende der 90er Jahre ist ein Beispiel dafür, was am Ende
herauskommen kann, wenn die Politik pauschal populistischen
Forderungen folgt – wie der nach dem "Wegsperren für immer". Dabei
wurden im Eifer des Gefechts drastische Fehler gemacht und der
Grundsatz "Keine Strafe ohne Urteil" sträflich verletzt. So ist die
Sicherungsverwahrung auch für bereits Verurteilte nachträglich
verl&au

Mitteldeutsche Zeitung: zu Image-Kampagne des Landes

Marketing – auch für ein Bundesland – ist
natürlich wichtig. Aber ein gutes Marketing funktioniert nur, wenn
das beworbene Objekt mindestens genauso gut ist wie der Werbespruch
und das Plakat. In den vergangenen Jahren hat Sachsen-Anhalt in
etlichen Bereichen der Gesellschaft aufgeholt. Das muss sich
fortsetzen. Denn solange die Arbeits- und Lebensumstände schlechter
als in anderen Bundesländern sind, helfen flotte Sprüche und
buntbemalte Werbeaufsteller nur

Mitteldeutsche Zeitung: zu Foodwatch-Studie

Denn Lebensmittelkonzerne bieten sehr zucker- und
fetthaltige Produkte ja nicht deshalb in bunten, extra für Kinder
konzipierten Verpackungen an, weil sie diese Zielgruppe von den
Produkten erst mühsam überzeugen müssten. Sie stecken so viel
Ungesundes in die bunten Joghurtbecher und lustigen
Wurstverpackungen, weil Kinder in der Regel viel lieber Fettes und
Süßes mögen, als Gemüse. Werbeverbote scheinen deshalb nur
sinnvoll, wenn Kunden gro

Mitteldeutsche Zeitung: zu Merkel/Afghanistan

Angela Merkel hat trotz der Amok-Meldung nicht kehrt
gemacht, sondern ihren unter höchster Geheimhaltung organisierten
Blitzbesuch bei den deutschen Soldaten durchgezogen. Das ist nicht
ohne Gefahr für die Bundeskanzlerin. Aber alles andere hätte ein
fatales Signal abgegeben, dass sie die Lage für nicht mehr
beherrschbar hält. Offiziell hat sie allerdings zugegeben, für wie
schwer sie es inzwischen hält, die Lage zu beherrschen.

Pressekontakt:
Mitteldeu

Mitteldeutsche Zeitung: Aufarbeitung der Vergangenheit Immer mehr junge Menschen klären Stasi-Verstrickungen toter Angehöriger

Immer mehr junge Menschen wollen mit Hilfe der
Stasi-Unterlagen-Behörde klären, ob tote Familienangehörige in die
Aktivitäten des DDR-Geheimdienstes verstrickt oder von ihnen
betroffen waren. Das teilte Behördenleiter Roland Jahn der in Halle
erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag-Ausgabe) mit. "Die
zunehmende Zahl von Anträgen auf Akteneinsicht von Verstorbenen
zeigt, dass die nächste Generation wissen will, wie ihre Eltern und

Mitteldeutsche Zeitung: zu Grünen

Wohl selten hat eine Parteichefin (wie Claudia Roth)
ihre Partei zu einem derart unglücklichen Zeitpunkt mit einer
derart planlosen Debatte beschäftigt wie Claudia Roth nun die
Ökopartei. Ihren Protest gegen eine Solo-Spitzenkandidatur von Jürgen
Trittin mag man aus parteiinterner Binnensicht noch nachvollziehen
können. Die Selbstausrufung und der anschließende offene Machtkampf
aber wirken für die Wähler draußen höchst befremdlich. W

Mitteldeutsche Zeitung: zur Stasi

Der britische Historiker Timothy Garton Ash hat über
die Deutschen kräftig gespottet. Er nannte uns "Weltmeister in
Geschichtsaufarbeitung". Der Satz fällt einem unwillkürlich ein, wenn
man hört, dass nahe Angehörige immer öfter auch Einsicht in die
Stasi-Akten Verstorbener nehmen wollen. Man könnte darüber spotten
und sagen, die Deutschen seien eben gerne gründlich – ob nun beim
Autowaschen oder beim Aktensichten. Es ist ja was d

Mitteldeutsche Zeitung: zu Wiesenhof

Abwiegeln, dementieren, herunterspielen – Wiesenhof,
Deutschlands Geflügelproduzent Nummer Eins, reagiert mit Abwehr auf
die Vorwürfe, in ihrem Schlachthof in Möckern mangele es bei der
Hygiene. Dass erst mehrere Tage nach dem Produktionsstopp bekannt
wurde, welche Mängel Wiesenhof in Möckern konkret vorgeworfen werden,
ist allerdings auch kein Ruhmesblatt für den Landkreis. Der weigerte
sich, die Beobachtungen seiner Veterinäre zu beschreiben, die so
dra

Mitteldeutsche Zeitung: Bundespräsidentschaft Schwarz-Gelb will Linkenkandidatin Klarsfeld auf Stasi-Mitarbeit prüfen lassen

Die schwarz-gelbe Koalition erwägt, die
Präsidentschaftskandidatin der Linkspartei, Beate Klarsfeld, auf
Stasi-Mitarbeit überprüfen zu lassen. Das berichtet die in Halle
erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Online-Ausgabe) unter Berufung
auf den Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für den Aufbau Ost,
Patrick Kurth. Das neue Stasi-Unterlagen-Gesetz ließe dies zu, so der
FDP-Politiker. Laut Paragraph 19 des Gesetzes könnten öffentliche
Amts

Mitteldeutsche Zeitung: zu Weill-Fest in Dessau

Dass die Bilanz der Veranstalter positiv ausfällt,
darf man bereits einen Tag vor dem Finale prophezeien. Zugleich aber
ist festzustellen, dass die Ausdehnung auf drei Wochenenden zwar
Paralleltermine vermeidet, aber das Risiko des
Aufmerksamkeitsverlustes birgt – selbst wenn dies eher
atmosphärischer als ästhetischer Natur ist. Eine weit wichtigere
Erkenntnis aber ist die Bedeutung, die das Weill-Fest und das
Anhaltische Theater füreinander haben: Ohne die gro&szl