Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel von Martin Anton zum VW-Skandal

Es war ein starker Satz: "Wir werden alle
Kosten übernehmen." Gesagt hat ihn nicht etwa ein Volkswagenvorstand,
sondern er stammt aus einer Mitteilung des Ölkonzerns BP im Frühjahr
2010, nachdem die Explosion der Bohrplattform Deepwater Horizon
drohte, den gesamten Golf von Mexiko zu vergiften. Es war ein Zeichen
des Unternehmens an die Öffentlichkeit, dass man die Verantwortung
für die Katastrophe übernehmen wollte. Dass BP tatsächlich "alle

Westfalen-Blatt: zur Abgas-Affäre

Also doch! Nicht nur Volkswagen hat bei den
Abgaswerten getrickst, auch andere deutsche und ausländische
Hersteller haben bei ihren Dieselautos Spielräume weidlich genutzt.
Sie waren nur offenbar nicht ganz so dreist wie die Wolfsburger,
sondern bewegten sich noch innerhalb einer großen Grauzone.
Wirklich überraschen kann das Ergebnis der Nachmessungen kaum. Denn
wer die Augen vor der Realität nicht verschlossen hat, dem ist seit
langem klar, dass zwischen d

Westfalen-Blatt: zu Volkswagen

Europäische Besitzer manipulierter
VW-Dieselfahrzeuge haben von heute an möglicherweise eine veränderte
Sicht auf den US-Verbraucherschutz. Während die Leidensgenossen dort
wählen können, ob sie ihr Auto zurückgeben und sich auszahlen lassen
oder 5000 Dollar – umgerechnet 4400 Euro – Entschädigung annehmen,
steht eine Regelung hier in weiter Ferne. Die Wolfsburger haben
schon klar gemacht, dass sie die jetzt in den USA gefundene Lösung
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