Neues Deutschland: US-Ökonom Richard D. Wolff: Deutscher Erfolg auf „gefährlichem Fundament“

Der namhafte US-Ökonom Richard D. Wolff erwartet
angesichts der Krise in Europa ein baldiges und dauerhaftes Ende des
Wirtschaftsbooms in der Bundesrepublik. "Der deutsche Aufschwung in
einer Zeit fortschreitender Desintegration in Süd- und Osteuropa wird
in einen Abschwung umschlagen und die Profitabilität der deutschen
Ökonomie unterminieren", sagte der emeritierte Professor für
Wirtschaftswissenschaften an der University of Massachusetts der
Tageszeitu

Neue OZ: Kommentar zu Russland / Putin

Mehr als Getöse

Wer Wladimir Putin wählt, der wählt ein militärisch starkes und
selbstbewusstes Russland. Einen Staat, der sich weder einschüchtern
noch bedrohen lässt und auf Kriegseinsätze stets vorbereitet ist.
Diese Botschaft steckt vordergründig hinter den vollmundigen
Versprechungen des russischen Regierungschefs, mehr als eine halbe
Billion Euro in die Modernisierung der Verteidigung zu investieren.

Kurz vor den Präsidentschaftswah

Neue OZ: Kommentar zu Griechenland

Der griechische Patient

Noch einmal 130 Milliarden Euro Hilfe: Was nach großem Fortschritt
klingt, ist nicht mehr als eine Notoperation, die dem griechischen
Patienten kurzfristig Luft verschafft. Trotzdem kann er noch
ersticken.

So besteht die Gefahr, dass die Not leidende griechische
Wirtschaft stranguliert wird. Denn die Finanzhilfen sind an extrem
strenge Sparmaßnahmen geknüpft: die Ausdünnung des Staatsdienstes,
Entlassungen, Lohn- und Rentenkürzungen

Neue OZ: Kommentar zu Iran

Nervöses Regime

Der Iran schickt Kriegsschiffe ins Mittelmeer; er dreht
Großbritannien und Frankreich das Öl ab. Dann wiederum signalisiert
das Regime Gesprächsbereitschaft in der Atompolitik. Das alles
innerhalb weniger Tage. Es geht drunter und drüber in Teheran. Ein
Grund mehr für den Westen, ruhig zu bleiben.

Die Vielzahl iranischer Provokationen könnte auch Ausdruck von
Schwäche sein. Das Regime ist nervös. Immer härter wird di

Neue OZ: Kommentar zu Lettland

Junge Generation lässt hoffen

Nein, man kann es den Letten nicht verdenken, dass sie sich in
einer Volksbefragung mit großer Mehrheit gegen Russisch als zweite
Amtssprache ausgesprochen haben. Schließlich verbindet das baltische
Volk mit der Sprache des mächtigen Nachbarn auch mehr als 20 Jahre
nach seiner Unabhängigkeit noch traumatische Erlebnisse:
jahrzehntelange Unterdrückung der eigenen Kultur durch das
Sowjet-Regime sowie eine gezielte Ansiedlung v

Neue OZ: Kommentar zu Iran

Nervöses Regime

Der Iran schickt Kriegsschiffe ins Mittelmeer; er dreht
Großbritannien und Frankreich das Öl ab. Dann wiederum signalisiert
das Regime Gesprächsbereitschaft in der Atompolitik. Das alles
innerhalb weniger Tage. Es geht drunter und drüber in Teheran. Ein
Grund mehr für den Westen, ruhig zu bleiben.

Die Vielzahl iranischer Provokationen könnte auch Ausdruck von
Schwäche sein. Das Regime ist nervös. Immer härter wird di

Neues Deutschland: UNO-Resolution: Gegen Syrien

Merkel begrüßt UN-Resolution gegen Syrien«,
überschreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ihre Meldung. »Gegen
Syrien«? Das ist mehrdeutig. Das Ergebnis der Abstimmung in der
Vollversammlung der Vereinten Nationen war freilich eindeutig: Mit
137 gegen 12 Stimmen wurde die Gewalt des Assad-Regimes verurteilt.
Ein »unüberhörbarer Appell der Weltgemeinschaft«, ließ die
Bundeskanzlerin ihren Sprecher verkünden. So traurig das

WAZ: Religiöser Irrsinn. Kommentar von Matthias Korfmann

Steinzeit-Islam trifft auf Facebook-Generation, und
das Ergebnis ist schrecklich. Aus der Perspektive von aufgeklärten
Menschen sogar der helle Irrsinn. Hamsa Kaschgari, ein junger Mann
aus Saudi-Arabien, "twittert" ein paar harmlose Zeilen über den
Propheten und muss nun das Schlimmste fürchten. Zigtausende wünschen
ihm den Tod. Das ist das hässlichste Gesicht, das Religion zeigen
kann. Verblendung spricht daraus, Menschenfeindlichkeit, bizarrer
Hass. D

WAZ: Verzerrte Klischees. Kommentar von Frank Preuß

Schwarz-rot-goldene Flaggen werden in Europa nicht
alle Tage verbrannt. Und selbst, wenn es sich um Einzelfälle handelt:
Die Spannungen zwischen Griechenland und Deutschland haben sich von
der politischen Spitze längst auf die Straße verlagert. Ein trauriges
Bild, wie aus einer fernen Zeit. Bei Geld mag die Freundschaft
aufhören. Aber dass die Griechen, deren Kultur wir achten, deren
Inseln wir lieben und die uns gute Nachbarn im eigenen Lande sind,
plötzlich verze

Neues Deutschland: EU und Griechenland: Wenn Wahlen stören

Griechenland wird in diesen Wochen gleich mehrfach
in die Zange genommen: Die Europäische Union mit Deutschland und
Frankreich an der Spitze drückt dem Krisenstaat ein Sparpakt nach dem
anderen auf und hält es finanziell an der kurzen Leine. Und nun kommt
massive politische Einmischung dazu. Es ist schon eine erhebliche
Dreistigkeit, mit der der Westen den Griechen vorzuschreiben
versucht, was sie tun und lassen sollen. Der brutale Sparkurs, der
vor allem die kleinen Leute au