Eurogruppe erwägt Verlängerung der Notkredite

Um ein Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Länder zu verhindern, erwägt die Eurogruppe eine Verlängerung der Laufzeiten für Notkredite. Zudem sollen die Zinsen niedriger werden, teilte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Montagabend nach einem Treffen in Brüssel mit. Der EU-Rettungsschirm solle zudem "flexibler" eingesetzt werden, hieß es. Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn sei es zudem nicht ausgeschlossen, dass der EFSF-Fonds kü

Wirtschaftsweiser: Euro-Bonds für Lösung der EU-Schuldenkrise unausweichlich

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hält eine Lösung der europäische Schuldenkrise ohne gemeinsame Staatsanleihen der 16 Euro-Staaten für illusorisch. "Wir werden erst Ruhe bekommen, wenn wir die Euro-Bonds kriegen", sagte Bofinger der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). "Sie müssen verknüpft werden mit einer strikten Budgetkontrolle für die einzelnen Staaten durch die EU-Kommission und das EU-Parlament", forderte das Mitglied im

Merkel und Rösler trotz Gefährdung Italiens gegen neue EU-Rettungsmechanismen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen neue EU-Rettungsmechanismen ausgesprochen und Italien aufgefordert, zügig einen Sparhaushalt zu verabschieden. "Ich habe festes Vertrauen, dass Italien genau einen solchen Haushalt verabschieden wird", sagte sie am Montag in Berlin. Damit müsse das Land ein wichtiges Signal an die EU senden. Wie Merkel lehnt auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler es ab, wegen einer möglichen Gefährdung Italiens den Euro-

Commerzbank fordert Umschuldung Griechenlands

Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, hat sich für eine Umschuldung Griechenlands und einen Verzicht privater Gläubiger auf Rückzahlungs- und Zinsforderungen in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro ausgesprochen. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagsausgabe) schreibt Blessing, heute sei klar, "dass kein Schirm für die Rettung Spaniens oder gar Italiens je ausreichen würde". Außerdem w

EU will Steuer auf Aktienhandel einführen

EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta will erstmals in der Geschichte der EU eine Finanztransaktionssteuer einführen, deren Einnahmen dem EU-Haushalt und den nationalen Kassen zugute kommen. Die geplante Finanztransaktionssteuer solle "eine direkte und eigenständige Einnahmequelle für den europäischen Haushalt werden", sagte Semeta der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe). "Aber wir planen sie so, dass es einen gemeinsamen Nutzen für den E

Die Macht der Länderratings

Griechenland ist in den letzten Monaten von den drei großen Ratingagenturen wiederholt herabgestuft worden, was die Probleme im Land noch verschärft hat. KREFO.de erklärt in einem aktuellen Fachartikel, was ein Länderrating ist, wer darüber entscheidet und welche Auswirkungen die Herabstufung für das Land und die Menschen hat.

Frühere EU-Spitzenpolitiker fordern einen New Deal für Europa

Angesichts der dramatischen Krise in der Euro-Zone fordert eine Gruppe ehemaliger Regierungs- und Staatschefs einen "New Deal" nach amerikanischem Vorbild, um "den Fortbestand der Euro-Zone und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt sicherzustellen". Das meldet der "Spiegel". Der New Deal war einst ein US-Reformprogramm, mit dem in den dreißiger Jahren über massive Staatsinvestitionen die Wirtschaft angekurbelt wurde. Die Euro-Zone könnte ebe

Eurogruppen-Chef Juncker: Souveränität Griechenlands wird massiv eingeschränkt

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat den Griechen einen teilweisen Verlust ihrer Souveränität durch die europäischen Hilfsmaßnahmen für ihr pleitegefährdetes Land angekündigt. "Die Souveränität der Griechen wird massiv eingeschränkt", sagte der luxemburgische Ministerpräsident in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus". "Sie brauchen für die anstehende Privatisierungswelle zum Beispiel eine Lös

EU-Finanzminister geben zwölf Milliarden für Athen frei

Die Finanzminister der Euro-Länder haben am Samstagabend in einer Telefonkonferenz der Auszahlung der nächsten Kredittranche des ersten Hilfspakets in Höhe von zwölf Milliarden Euro an Griechenland zugestimmt. 8,7 Milliarden Euro kommen dabei von den Euro-Ländern, die restlichen 3,3 Milliarden werden vom Internationalen Währungsfonds (IWF) bereitgestellt. Dieser muss noch seine Zustimmung geben, damit der Betrag zum 15. Juli an Griechenland überwiesen werden ka

Daimler-Chef Zetsche hält Aufnahme der Türkei in die EU und aktive Einwanderungspolitik für dringend nötig

Daimler-Chef Dieter Zetsche hält die Aufnahme der Türkei in die EU für ebenso notwendig wie eine aktive Einwanderungspolitik in Deutschland. In einem Interview mit "Bild am Sonntag" sagte Zetsche: " Für mich ist es schlicht unverständlich, dass wir einen ‚Tigerstaat‘ wie die Türkei, der vor unserer Haustür liegt und zu uns kommen will, nicht herein lassen. Die Türkei hat alles, was wir an asiatischen oder südamerikanischen Staaten bewun