Kaiserslautern. „Das ist alternativlos." Mit diesem Satz enden Diskussionen in politischen Debatten ebenso wie in mittelständischen Unternehmen und Verwaltungen. Für den Kaiserslauterer Berater für Führung und Entscheidungsfähigkeit, Rolf Dindorf, beginnt an genau dieser Stelle jedoch die eigentliche Führungsfrage.
Ein neuer Geschäftsführer übernimmt ein mittelständisches Unternehmen. Er gilt als erfahren, entscheidungsfreudig und durchsetzungsstark. Trotzdem fällt nach wenigen Monaten auf: Wichtige Entscheidungen werden mehrfach abgesichert, Besprechungen ziehen sich in die Länge und dieselben Themen landen immer wieder auf dem Tisch.
„Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn.“ Diesen Satz hört der Kaiserslauterer Unternehmensberater Rolf Dindorf regelmäßig, wenn Führungskräfte über Entscheidungen in Unternehmen oder Verwaltungen sprechen. Eine Stelle wird nicht nachbesetzt, ein erfolgreich gestartetes Projekt gestoppt oder eine fachlich überzeugende Lösung verschwindet plötzlich wieder von der Tagesordnung. Für Außenstehende wirken solche Entscheidungen h
Der Fachkräftemangel beschäftigt Unternehmen und Verwaltungen gleichermaßen. Über Mitarbeiterbindung wird deshalb intensiv diskutiert. Häufig geht es dabei um Unternehmenskultur, flexible Arbeitsmodelle oder Arbeitgeberattraktivität. Deutlich seltener steht eine andere Frage im Mittelpunkt: Können Menschen in ihrer Organisation überhaupt wirksam sein?
Mittelständische Unternehmen in Rheinland-Pfalz gelten als pragmatisch, schnell und umsetzungsstark. Doch hinter vielen formal funktionierenden Strukturen zeigt sich ein anderes Bild: Entscheidungsfähigkeit wird zunehmend fragil.
Mittelständische Unternehmen leiden derzeit nicht unter Bewegungsmangel. „Sie leiden unter einem Mangel an tragfähiger Statik“ warnt Rolf Dindorf, Berater für Mitarbeiterbindung und moderne Führung.
Der öffentliche Sektor steht vor monumentalen Herausforderungen: Fachkräftemangel, rasante Digitalisierung, stetig neue Aufgaben und der demografische Wandel fordern Mitarbeitende und Führungskräfte bis an ihre Grenzen. Die Folgen sind oft Demotivation, Reibungsverluste und ein schwindender Teamzusammenhalt. Doch gerade in diesen Zeiten brauchen öffentliche Organisationen mehr als bloße Strukturen – sie benötigen funktionierende, motivierte Teams.
Während die Schlagzeilen voll von Fachkräftemangel sind, erkennen clevere Verwaltungsspitzen in Kommunalverwaltungen: Mitarbeiterbindung ist kein nice-to-have, sondern ein Muss.
Das Arbeiten in den eigenen vier Wänden und damit Führung auf Distanz verlangt von Führungskräften in der öffentlichen Verwaltung eine veränderte Haltung. ?Damit alle am selben Strang ziehen wird sich zwangsläufig Kommunikation in der Abteilung verändern müssen?, erklärt Dindorf. Neben der technischen Abstimmung zur Nutzung digitaler Tools wie beispielsweise Zoom oder MS Teams steht die […]