Amazon steht am Pranger. Nicht zum ersten Mal – und
sicher nicht zu Unrecht. Doch die öffentliche Empörung darüber, wie
der US-Konzern mit seinen eigenen und mit geliehenen Mitarbeitern
umgeht, ist zu einem Großteil scheinheilig. Jedenfalls dann, wenn
beim nächsten Online-Einkauf wieder nur der Preis zählt und nicht die
Menschen, die die Ware zusammenpacken. Der aktuelle Aufschrei der
wahlkämpfenden Politiker – geschenkt. Nun muss sich zeigen, ob der
Pro
Das Schöne am Wahlkampf ist, dass er mühsam
versteckten Konflikten unter dicken Freunden die Kuscheldecke
wegzieht. Bislang durfte sich Rot-Grün über das Erscheinungsbild
einer harmonischen Partnerschaft freuen, auch weil sich die
schwarz-gelbe Bundesregierung im Wochentakt zankte. Das dürfte sich
nun ändern. Nicht, weil sich FDP und Union nicht weiter stritten,
sondern weil die Energie- und Strompreisdebatte das Zeug zum
Großthema im Wahlkampf hat – un
Das Milliardenprojekt Stuttgart 21 stößt auch bei
der Verkehrsgewerkschaft EVG zunehmend auf Skepsis. Die Deutsche Bahn
müsse eine realistische Einschätzung der Restrisiken abgeben, heißt
es nach Tagesspiegel-Informationen (Montagausgabe) in einem Brief des
EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner an Bahn-Vorstandschef Rüdiger
Grube und Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht. Zudem verlangt er
Informationen über die Bauzeitverzögerung durch noch offene
Pl
Im Streit um die geplante Schlichtungsstelle für
Flugpassagiere fordert die Luftverkehrsbranche weitere Zugeständnisse
von der Politik. So wollen die Fluggesellschaften mehr Zeit bekommen,
um den Streit mit ihren Kunden allein zu regeln, heißt es in einer
Stellungnahme des Bundesverbandes der Deutschen
Luftverkehrswirtschaft (BDL) und des Auslandsairline-Verbandes Barig,
die dem Tagesspiegel (Montagausgabe) vorliegt. An diesem Mittwoch
findet vor dem Bundestags-Rechtsausschus
Marcel Fratzscher, der neue Präsident des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sieht einen feste
Lohnuntergrenze skeptisch. "Ich wäre vorsichtig mit einem
einheitlichen Mindestlohn", sagte er dem Tagesspiegel
(Montagausgabe). "Wenn man ihn zu niedrig ansetzt, bringt er kaum
etwas. Setzt man setzt ihn zu hoch an, kostet er Jobs, vor allem der
Arbeitnehmer, die man eigentlich schützen wollte." Der Lohn eines
Arbeitnehmers solle seine Pro
Handwerkspräsident Otto Kentzler fordert rasche
Schritte zur Begrenzung des Strompreises. "Wir können nicht warten,
bis der Wahlkampf beendet ist", sagte Kentzler den Zeitungen der
Essener WAZ-Gruppe (Samstagausgabe). "Die steigenden Strompreise
belasten viele Handwerksbetriebe. Ich denke insbesondere an
Textilreiniger und Bäckereien, die viel Energie verbrauchen." Bund
und Länder verhandeln derzeit über eine Strompreisbremse.
Umweltminister Pe
Seit nunmehr vier Jahren versucht Commerzbank-Chef Martin
Blessing, sein Kreditinstitut zu stabilisieren. Weitgehend erfolglos.
Die Lage der Bank bleibt besorgniserregend, da hilft auch kein
Verweis auf vereinzelte Lichtblicke. Sicher, das Bankensystem
insgesamt erholt sich. Auch konnte die Commerzbank 2012 Kunden
hinzugewinnen. Ihre Geschäftszahlen aber enttäuschen auch weiterhin.
Es ist unklar, wie sich Deutschlands zweitgrößte Privatbank im hart
um
Die Statistik spricht eine klare Sprache: Neben
dem Banken- und dem Finanzdienstleistungssektor sind es insbesondere
die zyklischen Branchen, die in den ersten sieben Wochen an Europas
Aktienmärkten gefragt gewesen sind. Der Stoxx-Index für
Technologieunternehmen ist seit Jahresbeginn bereits um rund 8%
geklettert, der Sektor Reise & Freizeit um 7,5%, und selbst der
Autosektor, der mit der schwachen Nachfrage aus den Euro-Ländern zu
kämpfen hat, schaffte einen Anst
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble
will bei der Tagung der G-20-Finanzminister in Moskau vor allem über
die marode Haushaltslage in vielen Industrieländern reden. Daran
zeigen Schäubles Kollegen wenig Interesse. Zu besichtigen ist eine
laxe Haltung, die vielerorts um sich greift. So wird Frankreich
entgegen der eigenen Zusage wohl das Ziel verfehlen, die Defizitquote
2013 unter die Grenze von drei Prozent des Sozialprodukts zu drücken.
Auch die Vereinigte
Die Renault-Niederlassungen in den westeuropäischen
Ländern wollten den Billigheimer aus Rumänien zum Start am liebsten
nicht in ihre schönen Showrooms lassen und das hässliche Entlein
namens Dacia Logan auf den Hinterhöfen ihrer Händler verstecken.
Keine zehn Jahre später ist fast jeder dritte beim Renault-Händler
verkaufte Pkw ein Discountangebot von Dacia. Daran gemessen kommt die
Einführung eines Billig-Volkswagen spät. Der spä