Schwäbische Zeitung: Richtiger Plan – Kommentar

Eine Aufspaltung der Großbanken – das galt bis
vor Kurzem als radikale linke Idee. Jetzt raten sogar EU-Experten
dazu. Europas Finanzkonzerne haben Milliarden verzockt und den
Kontinent in die Wirtschaftskrise gestürzt. Sie wurden mit dem Geld
der Steuerzahler gerettet, um den Kollaps des Finanzsystems
abzuwenden.

Die EU-Reform zielt zu Recht darauf ab, aus Banken normale
Unternehmen zu machen: Wer sich verkalkuliert, geht eben pleite.
Sollten die Vorschläge umgesetzt

WAZ: Reparaturbetrieb für die Schule – Kommentar von Stefan Schulte

Aus dem Lehrstellenmangel ist ein akuter
Azubi-Mangel geworden. Auf einmal sortieren die Betriebe die
Hauptschüler nicht mehr aus, sogar Jugendliche ohne Abschluss
erhalten eine Chance. Mit Gutmenschentum hat das nichts zu tun,
sondern mit blankem Nachwuchsmangel. In der Metallindustrie gibt es
seit Jahren ein Programm für lernschwache Jugendliche. Sie werden ein
Jahr lang fit für die Ausbildung gemacht. Ähnliches macht nun die
Bahn. Damit werden die Unternehmen unfreiw

Börsen-Zeitung: Da tut sich was, Kommentar zum Börsengang des Versicherers Talanx, von Walther Becker.

Es ist vollbracht: Der größte Börsengang in
Deutschland seit zweieinhalb Jahren ist nach einem nie da gewesenen
Zickzackkurs doch noch über die Bühne gegangen. Die Aktie von Talanx,
der Nummer 3 der deutschen Assekuranz, ist mit 19,05 Euro gestartet –
das sind 4% über dem Ausgabepreis, der am unteren Ende der
Angebotsspanne lag. Angesichts der kolportierten Überzeichnung ein
durchwachsenes Debüt.

Dem IPO-Markt hat das Prozedere alles andere als ge

Börsen-Zeitung: Die tun was, Kommentar zur Verschmelzung der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom auf den kleineren US-Rivalen MetroPCS, von Andreas Hippin.

Irgendetwas musste René Obermann mit T-Mobile
USA ja machen, wollte der Telekom-Chef nicht fortan als "Lame Duck"
gelten. Seitdem der Verkauf an AT&T, der 39 Mrd. Dollar einspielen
sollte, Ende vergangenen Jahres geplatzt ist, brennt der Dachstuhl.
Dass der Telekom-Veteran Philipp Humm seinen Job als Chef von
T-Mobile USA hinschmiss, um beim Rivalen Vodafone anzuheuern, spricht
Bände. Dass die Bonner Telefongesellschaft noch einen Käufer für ihr
US-Mobil

Kölner Stadt-Anzeiger: Zustimmung zu Banken-Plänen aus Brüssel

Köln. Die Vorschläge des finnischen Notenbankchefs
Erkki Liikanen Investmentsparte und Kundensparte einer Großbank zu
trennen sind überwiegend positiv aufgenommen. "Der kleine Sparer muss
künftig vor den Folgen von Zocker und Risikogeschäften von Banken
geschützt werden. Wir brauchen eine hohe Brandmauer zwischen dem
Investmentbank- und dem klassischen Kundengeschäft", sagte der
CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber dem "Kölner Stad

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur EU-Bankenreform

Was macht der Spekulant, dem ein großer Verlust
droht, wenn er aus seinem Investment nicht einfach aussteigen kann?
Er versucht, andere ins Boot zu holen, um so seinen Verlust zu
verringern. Und was macht der Spekulant danach – wenn er bereits viel
Geld verloren hat? Er versucht, den Verlust durch Gewinne an anderer
Stelle auszugleichen. In beiden Fällen geraten Kunden einer
Universalbank in Gefahr, dass ihr Geld für den Ausgleich schlechter
Investmentgeschäfte herange

WAZ: RWE passt sich den Bedingungen an – Kommentar von Thomas Wels

So ein Unternehmen wie RWE ist zuweilen eine
ziemlich rationale Veranstaltung, selbst, wenn ein Viertel der
Anteile den Kommunen gehört und damit politischem Einfluss
unterliegt. Die Neugründung einer internationalen Gesellschaft für
Kraftwerke mit dem Namen Generation ist ein weit reichender Schritt
für das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk, wie RWE mal hieß.
Der neue Name ist Programm: Generation weist darauf hin, welche Rolle
RWE der Erzeugung

Westfalen-Blatt: Neue Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn bei Google schickt Reisende auf lange Umwege

Die Kooperation zwischen dem amerikanischen
Suchmaschinenkonzern Google und der Deutschen Bahn (DB) bei
Fahrplanauskünften stößt auf Kritik des Fahrgastverbandes Pro Bahn.
Da die Internet-Suchmaschine nicht alle Züge kennt, würden Reisende
auf lange Umwege geschickt, sagte ein Pro Bahn-Sprecher dem
Bielefelder Westfalen-Blatt (Mittwochs-Ausgabe). Der Grund: Der neue
Service auf Google Maps, Google Transit, kennt nur Zugverbindungen
der DB, so dass sich kuriose Au

Deutsche Kreditwirtschaft: Trennbanken kein geeigneter Weg zur Erhöhung der Finanzstabilität in Deutschland – Wirtschaftsstandort würde geschwächt

Die Deutsche Kreditwirtschaft sieht Gefahren für
die Stabilität des Finanzstandorts Deutschland, wenn die Europäische
Kommission die Vorschläge der EU-Expertengruppe unter Leitung des
finnischen Notenbankchef Erkki Liikanen aufgreifen würde. Eine
organisatorische Abtrennung aller Handelsaktivitäten von
Universalbanken beschränkt nach Meinung der Deutschen
Kreditwirtschaft die Möglichkeiten der bankinternen Risikostreuung.
Der Vorschlag der Liikanen-

Industrielle Arbeitskosten – Deutschland legt um 3,5 Prozent zu

Die Arbeitsstunde in der deutschen Industrie hat sich 2011 um 3,5
Prozent verteuert. Die Kosten eines Arbeitnehmers, also der Lohn plus
Personalzusatzkosten wie Sozialbeiträge, betrugen damit
durchschnittlich 35,66 Euro pro Stunde. Nur in sechs Ländern zahlt
das Verarbeitende Gewerbe mehr für sein Personal. Die skandinavischen
Staaten Norwegen, Schweden und Dänemark rangieren ebenso vor
Deutschland wie die Nachbarländer Schweiz, Belgien und Frankreich. In
ganz an