Solvency II: Versicherer sparen sich internes Risikomodell

Deutsche Versicherer riskieren bei der Umsetzung
von Solvency II, künftig mehr Eigenkapital als nötig vorhalten zu
müssen. Der Grund: Um Kosten zu sparen, setzen die Assekuranzen beim
Risikomanagement zunächst auf das weniger aufwändige Standardmodell
der Finanzaufsicht BaFin. Die Zahl der Unternehmen, die ein eigenes
internes Risikomodell einführen wollen, hat sich dagegen zwischen
2008 und 2010 mehr als halbiert – Tendenz sinkend. Das Vorgehen
erweist sich

Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft/Chemie Momentive schließt Chemiewerk in Leuna

Der Chemiekonzern Momentive will Ende Juni sein
Werk in Leuna schließen. Betroffen sind 80 Mitarbeiter, teilte
Momentive der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Dienstagausgabe) mit. Momentive produziert am Standort Leuna
Formaldehyd und Harze, die zur Herstellung von Holzwerkstoffen wie
Spanplatten verwendet werden. Das Geschäft der Holzverarbeiter stockt
derzeit wegen hoher Holzpreise und schwacher Nachfrage in Europa.
Dies trifft auch die Zulieferer aus der C

Rheinische Post: Henkel will Sonderprämie zahlen

Der Düsseldorfer Dax-Konzern Henkel will allen
seinen 47.000 Mitarbeitern weltweit eine Prämie zahlen, wenn dieses
Jahr die angepeilte operative Gewinnmarge von 14 Prozent erreicht
wird. Dies berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post"
(Dienstagausgabe) unter Berufung auf Firmenkreisen. Die Höhe der
Prämie werde intern noch diskutiert, doch werde es eine Rückstellung
dafür geben, so die Zeitung. Der Vorstand und das Management habe

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar: Aussichtslos

Die Pläne einer Reihe von Europa-Politikern für
ein "Gegengewicht zum amerikanischen Rating-Oligopol" sind zunächst
einmal vom Tisch. Was viele Finanz-Experten von vornherein als
aussichtslos sahen, wurde nun erstmals zur Gewissheit: Das Konzept
einer "EU-Ratingagentur" scheiterte bereits an der ersten Hürde jedes
Finanzgeschäfts – an der Nachfrage. Denn abgesehen von den Rufen
meist aus klammen Euro-Ländern ist die Frage nach dem Bedarf f&uu

Neue OZ: Kommentar zu Europa / Finanzkrise / Ratingagentur

Ramsch bleibt Ramsch

Da gönnt sich Europa eine doppelte Peinlichkeit. Erst fordert ein
Chor deutscher Politiker eine eigene europäische Ratingagentur, um
die angeblich böswilligen Urteile von Moody–s, Standard & Poor–s und
Fitch über die Kreditwürdigkeit der EU-Staaten aus der Welt zu
schaffen. Und nun stehen sich die Europäer offensichtlich selbst im
Weg, um den US-Firmen tatsächlich einen eigenen Bonitätsprüfer
entgegenzusetzen.

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Ratingagentur

Ratingagenturen müssen sein. Sie bewerten die
Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen. Investoren sind auf ihr
Urteil angewiesen. Im Idealfall erhalten sie eine Aussage darüber,
wie hoch die Chance ist, dass sie ihr Geld wiederbekommen. Im
Idealfall! Leider hat die Praxis ein anderes Bild der großen
Agenturen Moody–s, Fitch und S&P offenbart. Sie hatten die
Finanzkrise 2008 nicht ansatzweise kommen sehen. Eine Katastrophe,
die den Steuerzahler bis heute teuer

WAZ: RWE-Aufsichtsrat will Uwe Tigges als neuen Personalchef bestellen

Der Essener RWE-Konzern bekommt im April 2013 einen
neuen Personalchef, wie üblich bei dem Energieversorger aus dem
Arbeitnehmerlager: Nach Informationen der Zeitungen der WAZ-Gruppe
(Dienstagausgaben) will der Aufsichtsrat auf seiner turnusgemäßen
Sitzung am Donnerstag Uwe Tigges, den Konzernbetriebsratschef der RWE
AG, zum Nachfolger von Personalvorstand Alwin Fitting bestellen. Das
bestätigten Aufsichtsratskreise den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Ein
RWE-Sprecher wollte

WAZ: Staatsfinanzen weiter sanieren – Kommentar von Rolf Obertreis

Die Ratingagenturen gelten als böse Buben in der
Finanz- und in der europäischen Schuldenkrise. Erst haben sie
US-Hypothekenpapiere faktisch falsch bewertet und damit 2008 das Übel
angeblich mit heraufbeschworen. Dann haben sie zuvor kaum kritisierte
Euro-Krisenstaaten für viele übertrieben herabgestuft. Gleichzeitig
waren die "Ratingexperten" mit Blick auf die kritische Lage der
US-Staatsfinanzen lange zurückhaltend, was viele Kritiker wenig
verwunde

Börsen-Zeitung: Auf Kilometerstand null, Kommentar zur Verschuldungssituation Spaniens, von Angelika Engler.

Spanien bläst derzeit der härteste Wind seit
November 2011 entgegen. Die Zweifel am krisengeschüttelten Land
ließen am Montag die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen auf
6,16% steigen. Dies ist ein Niveau, das als untragbar gilt und eine
"Rettung" oder gar einen Ausstieg aus dem Euro nahelegt.

Die einzig gute Nachricht vor der heutigen Auktion kurzfristiger
Staatstitel: Das Schatzamt hat bereits 50% der 2012 fälligen
Verbindlichkeiten a

Weser-Kurier: Kommentar zu den Plänen für eine europäische Ratingagentur

Bekanntlich ist nicht immer alles, was im Grunde
wünschenswert ist, auch tatsächlich sinnvoll. Das beste Beispiel
dafür ist der Plan, eine europäische Ratingagentur aufzubauen. Als
Gegengewicht und Korrektiv zu den Platzhirschen aus Amerika. Standard
& Poor–s, Moody–s sowie Fitch beherrschen nämlich 90 Prozent des
Marktes. Ihre Ratings sind quasi Gesetz. Ihre Bewertungen über
Unternehmen, ja ganze Staaten, gleichen dem Daumen-Urteil römischer
C&auml