Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Streik am Flughafen Frankfurt

In dem großen Getriebe eines Flughafens bilden
die Beschäftigten des Vorfelds nur ein kleines Zahnrad – jedoch eines
mit großer Wirkung. Denn was passiert, wenn an dieser empfindlichen
Stelle die Drehzahl gedrosselt wird, erfahren derzeit tausende
Fluggäste leidvoll: Weniger als 200 der insgesamt etwa 20 000
Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens legen den halben Flugverkehr
lahm. Unverantwortlich, sagen Kritiker des Ausstands. Doch das
Streikrecht gilt für s&aum

WAZ: Die Abhängigkeit bleibt noch lange. Kommentar von Christopher Shepherd

Wieder treibt ein politischer Konflikt den Ölpreis
auf die Spitze: So wie etwa der Jom-Kippur-Krieg 1973 zwischen
Israel, Ägypten und Syrien, der die erste Ölkrise auslöste, oder 2011
der Aufstand in Libyen. Nun sorgt die nächste Unwägbarkeit – ein
möglicher Angriff Israels auf den Iran – für Preisexplosionen. Vom
politischen Sprengstoff eines solchen Konflikts mal abgesehen:
Deutschland käme auch ohne iranisches Öl zurecht. Selbst wenn der

Berliner Zeitung: Kommentar zum Benzinpreis-Rekord

Ist denn irgendwann einmal Schluss mit den ewigen
Benzinpreis-Steigerungen? Die Antwort lautet leider: Nein. Es wird
immer teurer und aufwendiger, das Erdöl zu fördern. Zugleich
wächst der Bedarf von Schwellenländern wie China, Indien und
Brasilien. Mit jedem Preisrekord wird deutlicher, wie begrenzt
fossile Brennstoffe sind. Deshalb gilt es, rechtzeitig die richtigen
Schritte zu tun, um unseren Wohlstand zu sichern. Wann es damit
losgehen muss? Jetzt

Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / General Motors / Opel

Eine Wende sieht anders aus

Es gab Zeiten, da war Opel obenauf. Die Rüsselsheimer verkauften
deutlich mehr Autos in Deutschland als ihre Erzrivalen in Wolfsburg.
Aber das ist 40 Jahre her, eine Ewigkeit im harten und schnelllebigen
Autogeschäft. Seit Jahren kommen Hiobsbotschaften vom Autobauer mit
dem Blitz im Firmenemblem, die General-Motors-Tochter macht ihrer
Mutter in Detroit Sorgen. Zwar war das Minus in der Kasse Ende 2011
längst nicht mehr so groß wie ein Ja

Börsen-Zeitung: Zeter und Mordio, Kommentar zur Finanztransaktionssteuer von Bernd Wittkowski

Das Finanzgewerbe läuft Sturm gegen die geplante
Finanztransaktionssteuer. Nicht zuletzt die Fondsbranche ruft Zeter
und Mordio und geriert sich dabei als Anwalt der Investmentsparer, so
zum Beispiel am Donnerstag die genossenschaftliche Union Investment.
Das Lamento ist berechtigt, es kommt auch nicht von der falschen
Seite. Die Anlagegesellschaften verwalten schließlich fremdes Geld,
und die Transaktionen, für die der Fiskus einen Obolus verlangen
will, finden im Sonderver

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Euro-Rettung

Es war ein griechischer Philosoph, der gesagt
hat: »Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken heißt, einen Flecken
durch ein Loch zu ersetzen.« Wie recht Aristoteles hat, zeigt sich
aktuell an der Behandlung der Griechenland-Krise. Zwischen Athen und
Brüssel haben Unwahrheiten ein Loch gerissen, das auch mit Hunderten
Milliarden kaum noch zugestopft werden kann.

Dabei waren alle anfangs guten Willens: die Regierung in Athen,
weil sie den Lebensstandard der B

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Opel

Missmanagement in Detroit! Anders kann man die
erschreckend schlechten Zahlen für Opel nicht bewerten. Die GM-Spitze
in den USA hat es nicht geschafft, seine Tochter mit dem Blitz-Symbol
wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Dabei baut Opel durchaus
gute Autos und kann auch preislich mit der Konkurrenz mithalten. Wo
also liegt das Problem? GM fährt bei Opel einen gefährlichen
Schlingerkurs. So lassen die Amerikaner etwa nicht zu, dass Opel im
boomenden China Autos ve

Mittelbayerische Zeitung: Erpressung

Von Christine Hochreiter

Sie sind klein, haben aber dennoch ganz schön viel Macht.
Spartengewerkschaften wie die GdF vertreten Berufsbilder, die durch
das Einstellen ihrer Tätigkeit wichtige Bereiche der Wirtschaft
lahmlegen können. Gerade sorgen 200 Vorfeld-Lotsen am Frankfurter
Flughafen dafür, dass Tausende ihre geplanten Reisen nicht oder erst
mit Verspätung antreten können. So etwas ist möglich, seitdem das
Bundesarbeitsgericht vom Grundsatz der

WAZ: Der Mangel hat begonnen. Kommentar von Stefan Schulte

Wer vor einem Fachkräftemangel warnt, wird zurecht
auf noch immer drei Millionen Arbeitslose hingewiesen. Nach wie vor
gibt es den arbeitslosen Ingenieur, der verzweifelt einen neuen
Arbeitsplatz sucht. Und es gibt den Elektriker, dessen Firma pleite
gegangen ist und der nach drei Jahrzehnten bester Arbeit plötzlich 55
und schwer vermittelbar ist. Dennoch: Arbeitslosigkeit und
Fachkräftemangel schließen sich nicht aus. Mehr als eine Million
offener Stellen für dre