Glückwunsch, liebe Länderanalysten von Standard
& Poor–s! Haben Sie jetzt auch schon bemerkt, dass es in der Eurozone
kriselt und man Fragezeichen hinter die Zukunft der
Währungsgemeinschaft und die finanzielle Solidität der sie tragenden
AAA-Länder setzen muss? Gewiss, so ein Ratingprozess braucht Zeit und
die Drohung der Herabstufung will gut überlegt sein. Angeblich hat es
von der Entscheidung bis zur Bekanntgabe fast eine Woche gedauert.
Vielleicht h&au
Die US-Ratingagenturen treiben ein böses Spiel
mit dem Euro. Da werfen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy am Montag
einen weiteren Rettungsanker für die Gemeinschaftswährung aus – und
nur wenige Stunden später zieht Standard & Poor–s die
Kreditwürdigkeit der stabilen Länder in Zweifel. Volltreffer! Schiff
versenkt! Mit diesem Timing entlarven sich die selbsternannten
Bonitätswächter an der Wall Street selbst als verlängerter Arm der
Casino-
Aufgabe einer Ratingagentur ist es, im Rahmen
der Notengebung für Staatsanleihen auch die Politik eines Landes zu
bewerten. Dagegen ist es nicht ihre Aufgabe, Politik zu machen. Genau
das aber hat Standard & Poor–s mit der angedrohten Abstufung der
Bonität Deutschlands und anderer europäischer Staaten unmittelbar vor
der Brüsseler Gipfelkonferenz getan. Ein solches Vorgehen ist auch
dann unzulässig, wenn die Ratingagentur aus Sicht der deutschen
Regierung Kanzl
Es war an der Zeit, dass der IT-Gipfel nach
Nordrhein-Westfalen kommt. Hinter dem Kürzel IT verbirgt sich die
Informationstechnik-Branche, die für den Wirtschaftsstandort
Deutschland von entscheidender Bedeutung ist. Es geht um High-Tech:
Computer-Hersteller, Software-Schmieden und Telekomkonzerne. Die
Stadt Essen, die im nächsten Jahr Standort des nationalen IT-Gipfels
sein wird, kann auf einen Image-Gewinn und Impulse für die regionale
Wirtschaft hoffen.
Bei aller Empörung sollten die Deutschen die
Mahnung ernst nehmen. Sie lautet: Der Zusammenbruch des Euro wird
Deutschland auf Jahre hinweg wirtschaftlich belasten, die
Staatsverschuldung nach oben schnellen lassen. Es bedarf jetzt
unkonventioneller Maßnahmen, um den Euro zu retten. Das Urteil von
S&P klingt wie der Aufruf zur Solidarität. Ausnahmsweise einmal
Danke, Standard & Poor–s!
Pressekontakt:
Berliner Zeitung
Bettina Urbanski
Telefon: +49 (0)30 23 27-9
Man kann einiges anführen zur Verteidigung der Rating-Agentur
Standard?&?Poor–s, die nun gleich 15 Euro-Staaten und den
Euro-Rettungsfonds auf einen Schlag abzuwerten droht. Es ist die
Aufgabe dieser Institute, die Bonität von Unternehmen und Staaten zu
bewerten: Nicht sie sind es, die die Schulden angehäuft haben, sie
fällen nur ein Urteil. Und den Überbringer schlechter Nachrichten
köpft man seit dem Mittelalter nicht
Der langjährige Staatssekretär Bernd Pfaffenbach
hat bei der US-Bank JPMorgan Chase als Berater angeheuert. Der
65-Jährige kümmere sich als Senior Advisor um "strategische und
wirtschaftspolitische Themen", bestätigte die Bank auf Anfrage des
Tagesspiegel (Mittwochausgabe).
Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd@tagesspiegel.de
Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen
Instituts der Deutschen Wirtschaft, hat die Warnung der Ratingagentur
Standard & Poor–s kritisiert. In der Tat könne Deutschland beim
Schuldenabbau mehr tun, sagte Hüther dem Tagesspiegel in Berlin. Die
Art und Weise der Warnung aber finde er "unangemessen", ihre
Begründung "fragwürdig". Hüther plädierte für mehr Wettbewerb: "Drei
anerkannte Ratingagenturen weltweit sind zu we
Kontakte knüpfen – Chancen ausloten –
den Einstieg finden: Die "agrarzeitung" (Deutscher Fachverlag,
Frankfurt a.M.) lädt am Montag, 12. Dezember 2011 gemeinsam mit der
Georg-August Universität Göttingen und dem VDL-Berufsverband Agrar
Umwelt Ernährung zum Agrar-Karrieretag. Die Veranstaltung beginnt um
13:30 Uhr im Hörsaal 9 des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) der
Universität Göttingen.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung
(DIW) in Berlin plädiert dafür, bei der Bundesbank eine staatliche
Ratingagentur anzusiedeln. "In Deutschland liegen erhebliches
Fachwissen und Kompetenz zur Finanzmarktbeurteilung bei der
Bundesbank. Eine herausragende Aufgabe der Bundesbank könnte es in
Zukunft daher sein, als erste international operierende
öffentlich-rechtliche Ratingagentur zu fungieren", schreibt
DIW-Forschungsprofessorin Mechthild Sch