Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / VW

Sand im Getriebe

Der Weg zum Ziel des Volkswagen-Konzerns, bis 2018 der weltweit
führende Automobilbauer zu sein, ist steil und nicht ohne Gefahren.
Vorstand und Aufsichtsrat bewegen sich auf schmalem Grat, rechts und
links vom Anstieg geht es tief bergab. Da bedarf es erfahrener
Bergführer, ein Fehltritt kann katastrophale Folgen haben.

Nun wollen die Aufseher offenbar mit neuem Führungspersonal einige
Steine aus dem Weg räumen. Denn die sehr guten Zahlen in der

Schwäbische Zeitung: Schlecker ist Geschichte – Leitartikel

Das Bangen und Hoffen ist vorbei: Es ist aus mit
Schlecker. Kaum ist die Nachricht verkündet, schon gehen die
Schuldzuweisungen los: Die Politik ist schuld, Anton Schlecker
sowieso, die Gewerkschafter waren zu wenig engagiert, die Gläubiger
zu hektisch. Und am Ende sind die gekündigten Mitarbeiter womöglich
noch schuld, weil sie mit ihren Kündigungsschutzklagen Investoren
verscheucht haben.

Menschen suchen Sündenböcke, um Wut, Trauer und Enttäusch

Schwäbische Zeitung: Pechmarie – Kommentar

Gleich fünf Ministerien zerpflücken einen
Gesetzentwurf, der am nächsten Mittwoch im Kabinett verabschiedet
werden soll, und lancieren die Kritik an die Presse. Das ist – anders
als die Regierung uns weismachen will – kein normaler Vorgang.
Kristina Schröder wird – mal wieder – beschädigt.

Es ist tragisch: Wie auch immer sie das ihr von der CSU
untergeschobene Betreuungsgeld anfasst, es fällt ihr auf die Füße:
Wenn ihr Ministerium doch noch einen

Lausitzer Rundschau: Treffen auf der Arbeitsebene Zu Merkel, Putin und der Syrien-Krise

Mehr war nicht zu erwarten, mehr war auch nicht
möglich. Politisch, mit "Kraft und Nachdruck" wollen Kanzlerin Merkel
und der russische Präsident Putin die Lösung der Syrien-Krise
vorantreiben. Das klingt angesichts des seit Monaten anhaltenden
Grauens in dem Land flau, ist aber wohl das höchste der Gefühle.
Merkel kennt den russischen Bären nur allzu gut. Wer ihn mit harschen
Äußerungen wie aus Frankreich und den USA reizt oder vergrät

Lausitzer Rundschau: Entscheidend ist auf dem Platz Zum Besuch einer DFB-Delegation in Auschwitz

Der Besuch einer DFB-Delegation in Auschwitz war
mehr als eine gute Geste. Er war ein wichtiges Signal, auch wenn
notorische Kritiker das Ganze zu einer schnöden Pflichtveranstaltung
erklären. Natürlich kann niemand in die Köpfe von Philipp Lahm oder
Miroslav Klose hineinschauen und ergründen, wie tief empfunden ihre
Betroffenheit wirklich ist. Doch die Botschaft, die von diesem Besuch
ausgeht, ist eine völlig andere: Fußball findet nicht in einem
politi

Rheinische Post: Schuldige an der Schlecker-Pleite

Verdi-Chef Frank Bsirske hat zum Teil recht:
Der jetzige Untergang von Schlecker ist zu einem wichtigen Teil
darauf zurück zu führen, dass die FDP verhindert hatte, für die erste
große Gruppe der rund 11 000 entlassenen Schlecker-Mitarbeiterinnen
eine Transferfirma zu gründen. So hatten diese Beschäftigten keine
Alternative, als in ihrem Eigeninteresse gegen ihre Kündigungen zu
klagen – und dieses Risiko künftig teurer Abfindungen und Prozesse
wollt

Rheinische Post: Neue Kriegswaffen

Wir können nicht sicher sein, ob die über
Dritte verbreitete Behauptung über Barack Obama der Wahrheit
entspricht: Er habe quasi den digitalen Erstschlag gegen den Iran
befohlen. Was Diplomatie und Kontrollbehörden nicht vermochten,
sollte ein Computervirus schaffen, eine zerstörerische Attacke gegen
iranische Fabriken, in denen Uran vermutlich für den Bombenbau
angereichert wird. Sicher ist, dass Stuxnet seine Aufgabe erfüllte,
bevor es quasi als digita

Westfalenpost: Der Dorfmittelpunkt – Schlecker am Ende Von Rolf Hansmann

Mit dem endgültigen Aus für die Drogeriekette
Schlecker geht nicht nur ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte zu
Ende. Verabschieden müssen sich insbesondere viele Dorfgemeinschaften
vom letzten Laden in ihrem unmittelbaren Lebensraum. Schlecker – das
war auf dem Land mehr als nur Deutschlands größte Drogeriekette. Es
war Dorfmittelpunkt, Kommunikationszentrum, Nachbar und
Tante-Emma-Laden mit Plätzchen und Putzmitteln. Auch wenn die
Filialen alles and