Börsen-Zeitung: Liquiditätsrally Teil II, Börsenkommentar „Marktplatz“, von Thorsten Kramer.

Der Schuldenschnitt in Griechenland hat eines
unterstrichen: Es gibt für das finanziell stark angeschlagene Land
keine schnelle Trendwende. Die Rettung gelingt – wenn überhaupt – nur
mit einem mühseligen "Hilfsmarathon". Aktieninvestoren sicherten
angesichts der anhaltenden Unsicherheit über die Zukunft
Griechenlands in den zurückliegenden Tagen erst mal Kursgewinne ab.
Und mancher fragt sich jetzt, ob das vielleicht schon der Beginn der
seit langem erwar

Mitteldeutsche Zeitung: zu Karlsruher Urteilüber Telekommunikationsüberwachung

Es ist die Pflicht des Staates, Verbrecher zu
verfolgen, aber er muss die Verhältnismäßigkeit wahren. Das ist der
Kern des Urteils, das die Verfassungsrichter gesprochen haben. Ein
Staatsanwalt darf sich nicht bei Belieben das Passwort zu einem
E-Mail-Account beschaffen, die Polizei darf nicht bei jeder Bewegung
im Internet aus dem Verdacht heraus die Information anfordern,
welcher Nutzer dahintersteht. Die Bereitschaft, die Kommunikation
von Bürgern zu ü

Mitteldeutsche Zeitung: zu Afghanistan

Dass US-Soldaten im zehnten Jahr des Einsatzes am
Hindukusch auf die Idee kommen, man könne in einem durch und durch
islamischen Land einen Koran verbrennen, ist einfach unfassbar.
Selbst wenn all das vielleicht geheim bleiben sollte – es ist, so
oder so, gnadenlos dumm. Selbstredend ist es verfehlt, auf eine
derartige Dummheit mit Gewalt zu reagieren. Doch dass die Afghanen
nun glauben, Menschen, die ihre Religion mit Füßen treten, hätten im
Land nichts verloren, i

Mitteldeutsche Zeitung: zu Gewalt gegen Polizisten

Ein Angriff auf Polizisten ist ein Angriff auf
unseren Staat. Es ist das Gewaltmonopol und wenn es fällt, gilt das
Recht des Stärkeren. Soweit die Staatstheorie. Für die
gesellschaftliche Praxis ist die Suche nach Ursachen und Lösungen
zu vielschichtig für eine solche Landtagsdebatte. Die meiste Gewalt
gegen Polizisten passiert im Streifendienst: Wenn die Beamten etwa zu
familiären Streitigkeiten gerufen werden. Wie kann man so tief
fallen, dass man sich

Präklinische Studie untersucht den Einsatz der Technologie von nContact zur Entwicklung perkutaner Verfahren bei der epikardiale Ablation

– Studie im "Journal of Innovations in Cardiac Rhythm Management"
veröffentlicht

nContact, Inc., der führende Hersteller innovativer Geräte für
die epikardiale Ablation, gab heute bekannt, dass eine neue
präklinische Studie ein einzigartiges minimalinvasives perkutanes
Verfahren zum Erreichen des Herzens untersuche, das es
Elektrophysiologen (EPs) ermöglichen kann, epikadiale Ablationen bei
ve

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Deutschland in Zeiten der Energiewende Schneller Umdenken MATTHIAS BUNGEROTH

Die Stromverbraucher rieben sich verwundert die
Augen: "Deutschland nahe am Blackout", titelten die Zeitungen vor
einigen Tagen. Will heißen: Um ein Haar hätten weite Teile des Landes
– zumindest zeitweise – ohne Strom dagestanden. Mitten im Winter
keine Elektroheizung, kein Licht, keine Möglichkeit jedwede Art
elektrischer Geräte zu benutzen. Unvorstellbar. Noch unvorstellbarer
als dieses Szenario ist der Fakt, dass die Bundesnetzagentur als
oberste Wäc

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Wahlkampf in Russland Kriegerische Töne GEORG LÖWEN

Russland erlebt zur Zeit einen Wahlkampf, der
diesen Namen halbwegs verdient. Seit Dezember gehen Hunderttausende
auf die Straße und protestieren gegen Wladimir Putin. Er und seine
Partei "Einiges Russland" sehen sich gezwungen, darauf zu reagieren.
Sie mobilisieren die Massen. Werksarbeiter werden aus den Betrieben
geholt, Studenten bietet man Bezahlung für die Teilnahme an, aus dem
Ural werden Teilnehmer für eine überdimensionale Pro-Putin-Kundgebung
per So

Schäuble schließt weitere Finanzhilfen für Griechenland nicht aus

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will weitere Finanzhilfen für Griechenland nicht ausschließen. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt", hieß es in einem Brief Schäubles an die Bundestagsabgeordneten vor der Abstimmung am Montag. Zudem sei es womöglich "nicht das letzte Mal, dass sich der Deutsche Bundestag mit Finanzhilfen für Griechenland befassen muss". Nach Ansicht des Bundesfinanzminist

Westdeutsche Zeitung: Minister mit Schrammen = von Frank Uferkamp

Minister Kutschaty hat schnell gehandelt und
den Gefängnisdirektor gefeuert. Nach der peinlichen Ausbruchserie
blieb ihm kaum etwas anderes übrig. Der erste Ausbrecher konnte
problemlos eine Panzerglasscheibe aus dem Rahmen heben, der zweite
durfte außerhalb der Mauern arbeiten gehen, der dritte lag unbewacht
im Krankenhaus. Da stimmte etwas vor Ort nicht, der Direktor trägt
dann die Verantwortung. Doch auch Kutschaty hat nun Schrammen. Ein
guter Justizminister ist ei

Mittelbayerische Zeitung: Prost, Herr Schäuble

Von Roman Hiendlmaier

Ein Prozent seiner Wirtschaftsleistung musste Deutschland 2011 auf
Pump finanzieren. Nicht schlecht, könnte man sagen, beim Blick auf
die vergleichbaren Nachbarn, von denen Frankreich noch am besten
dasteht: Mit einem erwarteten Staatsdefizit von fünf Prozent. Man
kann es aber auch anders sehen: Trotz eines Bomben-Wachstums von 3,0
Prozent, trotz in weiten Teilen des Landes herrschender
Vollbeschäftigung und trotz Steuereinnahmen in Rekordhöhe k